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Pay-TV feiert Jubiläum - und schreibt Rote Zahlen

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Eine Kamera am Spielfeldrand

München - Journalistisch hochklassig, wirtschaftlich weiter angeschlagen: Pay-TV ist in Deutschland ein schwieriges Geschäft. Auch zwanzig Jahre nach der ersten Fußball-Übertragung steckt das Bezahl-Fernsehen im Minus.

Die Premiere fand praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. An der Masse der Fußballfans ging es völlig vorbei, als am 2. März 1991 der neue Sender Premiere das Spiel der Frankfurter Eintracht gegen den 1. FC Kaiserslautern zeigte. Die erste Live-Übertragung im Pay-TV war der Anfang einer turbulenten Entwicklung, welche die Bundesliga verändert hat.

Nach einer Jubiläums-Feier ist bei Sky kaum jemandem zumute. Der Sender kämpft weiter ums Überleben, denn auch 20 Jahre nach dem Debüt ist es nicht gelungen, mit verschlüsselten Inhalten ausreichend Geld zu verdienen. Mehrere Milliarden Euro sind in zwei Jahrzehnten investiert worden, wovon ein großer Teil in der Bundesliga und damit in den Taschen von Spielern und Beratern gelandet ist.

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11. "Da lach ich mir doch den Arsch ab": Thomas Doll in http://www.youtube.com/watch?v=NJc1-nywLbE © Getty
10. "Sie haben negative Fragen gestellt": Louis van Gaal in http://www.youtube.com/watch?v=mDxlFJTcURs © Getty
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6. "Du sitzt locker bequem hier auf Deinem Stuhl, hast drei Weizenbier getrunken und bist schön locker": Rudi Völler in http://www.youtube.com/watch?v=V0xIECkaMVA © Getty
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3. "Ich hau Ihnen in die Fresse, mehr sind Sie nicht wert": Willi Konrad in http://www.youtube.com/watch?v=UpKHLojUPS8 © Getty
2. "Fucking absolutely": Greg Holst in http://www.youtube.com/watch?v=RyWEAw4nbqc © AP
1. "Ich habe fertig": Giovanni Trapattoni in http://www.youtube.com/watch?v=qzfq2HxAkrk © Getty

Journalistisch und technisch gilt das Angebot des Premiere-Nachfolgers Sky als erstklassig. Bei Fernsehkritikern wie bei Fußballfans schneidet das Programm blendend ab. Die technischen Probleme bei den Decodern, die manchen Abonnenten anfangs zur Verzweiflung trieben, sind längst behoben. Und das Fußball-Angebot, das als wichtigstes Kauf-Argument gilt, lässt fast keine Wünsche offen. Alle Spiele, alle Tore gibt es inzwischen von der 1. und 2. Bundesliga, dazu DFB-Pokal und Champions League satt.

Nur finden sich trotzdem nicht genug Menschen, die dafür zahlen wollen. Egal ob unter Leo Kirch oder nun unter Rupert Murdoch, der inzwischen mit seiner News Corporation 49,9 Prozent der Anteile hält. Der Fernsehmarkt in Deutschland scheint nicht ausreichend Platz für Pay-TV zu haben - zumindest nicht zu den verlangten Preisen.

2,653 Millionen Kunden hat Sky zuletzt gezählt, 3 Millionen benötigt der Sender nach eigenen Angeben, um schwarze Zahlen zu schreiben. Allein in den zurückliegenden beiden Jahren betrug der Verlust insgesamt eine Milliarde Euro. Nicht nur für den Sender selber, auch für die Bundesliga sind das alarmierende Zahlen. Sky zahlt immerhin mehr als die Hälfte der 1,65 Milliarden Euro, die von der Liga in vier Spielzeiten bei der TV-Vermarktung kassiert wird.

Die Kirch-Krise 2001 hat die Liga in helle Aufregung versetzt und mit Mühe überstanden. Aber auch nach dem missglückten Intermezzo mit Arena ist die Deutsche Fußball Liga (DFL) zu dem Sender in Unterföhring bei München zurückgekehrt. Bis 2013 darf Sky die Bundesliga noch zeigen. Die Ausschreibung der Rechte für die folgenden Jahre, die von der DFL derzeit vorbereitet wird, dürfte für das Überleben von Sky entscheidend sein.

dpa

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