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Von Ohrenweh bis Vuvuzela: Fußballfans und ihr Liederleiden

London - Die Ohren eines Fußballfans müssen ganz schön was mitmachen. Zur Zeit sind die Vuvuzelas in aller Gehörgänge. Doch schon in den Jahren zuvor sorgten WM-Songs für Ihrenweh. Eine Übersicht.


Schon vor den ziemlich unmelodischen Vuvuzelatröten wurde der Spielraum zwischen Gehörgang, Trompete und Hirnnerv stark beansprucht, insbesondere von den offiziellen Liedern der Europa- und Weltmeisterschaften. Das bis heute am meisten gespielte Fanlied ist schon 14 Jahre alt. Es kommt aus England. Die Britpopband The Lightning Seeds versucht mit der Hymne “Three Lions“ ihrer Nationalelf immer wieder Löwenkräfte zu verleihen. Doch schon Giovanni Trappattoni wusste: “Fußball ist ding, dang, dong; es gibt nicht nur ding“.

WM 2002:


“Boom“ von US-Sängerin Anastacia ist eine ähnlich starke Vorstellung wie die der amerikanischen Nationalelf. Der Refrain “Yeah, yeah, yeah, yah“ und das coole Auflaufen im bauchfreien Indianerdirndl sorgen eher beim Zuschauer der Karl-May-Festspiele für Stimmung als im Fußballstadion. Die erste, kritische Liedzeile “Verstehe, was Du leisten kannst“ scheint zu weit von Fußballsprache entfernt zu sein.

EM 2004:

“Força“ von der Kanadierin Nelly Furtado hat die richtige Einstellung. Im Stadion wird aber die Problematik perfekt abgemischter Popsongs deutlich: Live kann ein Mensch eben nicht drei Dinge gleichzeitig singen. Und so brüllten die Zuschauer bei der Abschlussfeier in Lissabon nur “Força, Força“ in das Rund.

WM 2006:

“Zeit, dass sich was dreht“ von Herbert Grönemeyer hat die Massen bewegt. Seine knödelige Stimme lässt allerdings öfter offen, welches Wort er da eigentlich gerade genau singt. Im Refrain wechseln sich “Ole“, “Oje“ und “Owe“ ab.

EM 2008:

“Can You Hear Me“ von dem Spanier Enrique Iglesias war wohl der Gipfel der Flops. Netter Versuch, der sich nie und nirgend durchsetzte.

WM 2010:

“Waka Waka“ von der Kolumbianerin Shakira scheint eher ein Song für “irgendwo am Strand“ zu sein, wo sich Ottmar Hitzfeld schon als Trainer der Schweizer einige der WM-Schiedsrichter hinwünschte.

Unsere Top 11 der neuen WM-Songs

Unvergessen: Die WM 2006 wurde auch dank zahlreicher Fußball-Hymnen zum Fußballfest. Von Sportfreunde Stiller (Foto mit der Nationalelf) bis Xavier Naidoo führten einige Künstler musikalisch durch das Turnier. Was werden die WM-Sommerhits 2010? Wir haben unsere "Top Elf" für Sie zusammengestellt. Klicken - und hören - Sie sich durch die Songs, die die WM untermalen. © dpa
PLATZ 11 belegt Akon feat. Keri Hilson mit "Oh Africa": Ein bisschen kalkuliert wirkt der Song mit seinem kunterbunten Video und den Ohohoh-Chören. Klar stellt sich WM-Stimmung ein, aber das können andere besser. Deswegen belegt der Song den letzten Platz in unserer Top Elf. © Universal
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=qD4G9dxmIPc © Universal
PLATZ 10 belegen The Parlotones mit "Come Back As Heroes": Deutsche TV-Gucker kommen an diesem Song nicht vorbei - es ist das WM-Lied der ARD. Die Südafrikaner fordern Helden. Da ist man doch glatt dabei. © Universal
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=M-NTQwvsY0M © Universal
PLATZ 9 belegt Oliver Pocher mit "2010: Wir gehen nur zurück, um Anlauf zu nehmen": Der Comedian hat circa so viele Feinde wie Freunde. Das gilt auch für seinen WM-Song. Aber eines muss man ihm attestieren: Er hat schon wieder einen echten Ohrwurm hinbekommen.  © Universal
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=BlHugHnc8-0 © Universal
PLATZ 8 belegt Jessy Matador mit "Allez Ola Ole": Zuschauern des Eurovision Song Contest ist dieser schräge Franzose bekannt. Dort sorgte er mit einem irren Auftritt für Stimmung. Der Typ erinnert an Dr. Alban und Captain Jack - und macht damit Laune für unbeschwertes Feiern. © Edel
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=4acm3gcWhAE © Edel
PLATZ 7 belegen The Squad mit "Three Lions": Was gegen diesen Song spricht: Das Original ist nicht zu toppen - und wer mitsingt, feuert damit England an. Was für die Version spricht: Robbie Williams singt mit - und ein solcher Klassiker ist einfach unkaputtbar. Auch nicht mit Operngesang. © EMI
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=Jd74Vx2u1R0 © EMI
PLATZ 6 belegen Basta mit "Gimme Hope Joachim": Ein Geheimtipp, der beweist, dass "lustig" nicht automatisch "platt" sein muss. "Gimme Hope Joachim" ist eine Neuauflage des alten Gassenhauers "Gimme Hope Joanna" in einer ulkigen A-capella-Version mit einem Videoclip in "South Park"-Optik. © EMI
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=YMAvAQ3FhgQ © EMI
PLATZ 5 belegen Die Atzen (Frauenarzt & Manny Marc) - "Das geht ab (WM Version)": Den Mega-Hit "Das geht ab" leicht abgewandelt - und fertig ist der WM-Hit. "Hey, das geht ab, wir holen die Meisterschaft! Weltmeisterschaft!" Der Song ist schon im Original nicht jedermanns Geschmack - aber Mitsingtauglichkeit und Erfolg sprechen für sich. © Kontor
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=1vZhfD8fXPo © Kontor
PLATZ 4 belegen Gnarls Barkley mit "Going On": Der Song ist zwar schon zwei Jahre alt, aber durch den neuen Puma-Spot wieder topaktuell. Die Soul-Stars dribbeln sich mit dem Uptempo-Song in den Mitfavoritenstatus. © Warner
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=htd4zsWh3uw © Warner
PLATZ 3: OneRepublic - "Marching on": Das Traum-Duo aus OneRepublic und Timbaland, das schon mit "Apologize" einen Riesenhit hatte, sorgt auch für einen WM-tauglichen Song. Dieser führt durch das ZDF-Programm, ist top produziert und mit markanten "Wuohhooo"-Chören versehen. © Universal
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=GmVSovGG6LY © Universal
PLATZ 2: Shakira feat. Freshlyground mit "Waka Waka (This Time For Africa)": Schon wieder Shakira! Wie schon 2006 mit "Hips Don't Lie" schießt sie einen Mega-Hit aus der Hüfte. Macht Lust auf Sommer, WM, Südafrika und leicht bekleidete Frauen. © Sony
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=QXoIMTjk9Xg © Sony
PLATZ 1: K'Naan - "Wavin' Flag": Schon vor Beginn der WM stand dieser Song auf Platz 1 der deutschen Single-Charts. Die ganz große Hymne für ein ganz großes Turnier. Coca Cola sorgte mit seinen Werbespots für die Bekanntheit - den Rest besorgt der Somalier mit seinem grandiosen Song. Gänsehaut pur. © Universal
Anhören: http://www.youtube.com/watch?v=pO1EmsKB_fI © Universal

Gäbe es Stadien-Charts, würden wohl die White Stripes mit “Seven Nation Army“ an der Spitze stehen. Mehr als Gitarrengeschrammel, einfacher monotoner Rhythmus und ein paar Spielräume zum Mitsummen wünscht sich der musikalische Fußballfan nicht. Jürgen Klinsmann: “Die Gefühle gehen ein bisschen mit einem Gassi“.

Den Engländern ist mit “Three Lions“ wenigstens musikalisch nichts entgegen zu setzen. Es wird wohl wieder Zeit mit Andy Möller (“Mailand oder Madrid - Hauptsache Italien!“) den unvergesslichen Beitrag von Gianna Nanini und Edoardo Bennato, “Un'Estate Italiana“, aus dem Jahr 1990 zu hören. Damals wurde Deutschland Weltmeister.

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