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Özil: "Wir können Europameister werden"

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Mesut Özil (re.) steht als Weltfußballer zur Wahl.

Madrid/Lyon - Nationalspieler Mesut Özil steht neben Bastian Schweinsteiger und Thomas Müller auf der Liste für die Wahl zum „Weltfußballer des Jahres“. Das Interview mit dem Real-Star:

Im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID) macht der Profi des spanischen Rekordmeisters Real Madrid aber deutlich, dass er derzeit von anderen Titeln träumt.

Frage: „Mesut Özil, Sie stehen mit Ihren Teamkollegen Cristiano Ronaldo, Karim Benzema, Iker Casillas und Xabi Alonso auf der Liste der möglichen Weltfußballer. Wird ein Profi von Real Madrid die Trophäe gewinnen?“

Frage:

Mesut Özil: „Ich glaube, Iker Casillas ist seit Jahren der beste Torwart der Welt. Dieses Jahr sind viele Spieler von Real Madrid dabei, und ich hoffe natürlich, dass einer von Real Madrid gewinnt. Ich denke, Cristiano Ronaldo ist oben dabei, und ich drücke ihm natürlich die Daumen.“

Frage: „Am Mittwoch spielen Sie in der Champions League bei Olympique Lyon. Das Hinspiel haben Sie mit Real 4:0 gewonnen. Was erwarten Sie im Rückspiel?“

Özil: „Ich glaube, zu Hause ist Lyon einen Tick stärker, weil sie selbstbewusster und sehr aggressiv sind. Unsere Stärke ist das Spielerische. Individuell haben wir viele Klassespieler vorne wie Cristiano Ronaldo, Benzema, Kaka und Di Maria. Unser Ziel ist es, viele Tore zu schießen und die drei Punkte zu holen.“

Frage: „Seit über einem Jahr sind Sie nun Teil des Real-Starensembles und bei den Königlichen bereits zum Liebling des Publikums avanciert. Wie bewerten Sie Ihre bisherige Zeit in Madrid?

Özil: „Wir sind wie eine kleine Familie. Das sieht man, wenn man in der Kabine ist. Wir lachen viel. Man sieht es auch daran, wie wir spielen - wir sind sehr erfolgreich im Moment. Und ich bin froh, ein Teil der Mannschaft zu sein.“

Frage: „Mit welchen Spielern verbringen Sie Ihre Freizeit?“

Özil: „Meistens mit Sami Khedira, weil ich ihn aus Deutschland kenne und mit ihm seit mittlerweile zwei Jahren zusammenspiele - auch bei der Nationalmannschaft. Wir haben viel Spaß zusammen. Meistens auch mit Sergio Ramos oder Benzema.“

Frage: „Jose Mourinho steht immer wieder wegen seines Verhaltens in der Kritik. Wie würden Sie Ihren Trainer charakterisieren?“

Özil: „Mourinho ist einmalig. Er ist für mich der beste Trainer der Welt. Man sieht, er ist immer erfolgshungrig und hat in den letzten Jahren viele Titel geholt. Und ich hoffe, wir holen dieses Jahr noch mehr Titel mit ihm. Davon bin ich auch überzeugt.“

Frage: „Real wartet seit Jahren auf einen internationalen Titel. Wie groß sind die Chancen, in dieser Saison die Champions League zu gewinnen? Wer sind die größten Konkurrenten?“

Özil: „Natürlich gibt es einige Mannschaften, aber wir schauen generell auf uns. Wir haben viel Potenzial, und unser Ziel ist es, die Champions League zu gewinnen. Dafür werden wir alles geben. Unser Ziel muss es sein, alle Titel zu gewinnen. Real Madrid ist der größte Verein.“

Diese Deutschen spielten bei Real Madrid

Diese Deutschen spielten bei Real Madrid

Nach Sami Khedira (links) ist Mesut Özil der zweite Deutsche im aktuellen Starensemble von Real Madrid. Vor ihnen standen schon sechs Profis aus Deutschland bei den “Königlichen“ unter Vertrag. Zeitraum © dpa
Günter Netzer spielte von 1973 bis 1976 in Madrid. Er absolvierte 85 Spiele und schoß 9 Tore. Netzer gewann mit Real 1975 das "Double" und 1976 die Meisterschaft. © dpa
Paul Breitner spielte von 1974 bis 1977 bei Real. Seine Bilanz: 84 Spiele und 9 Tore. Breitner gewann mit den "Königlichen" 1975 die spanische Meisterschaft und den Pokal. 1976 verteidigte er mit Real die Meisterschaft. © dpa
Uli Stielike spielte von 1977 bis 1985 bei den Königlichen. In dieser Zeit stand er 215 mal auf dem Platz und traf 41 mal. Mit Real Madrid wurde er 3 mal Spanischer Meister (1978, 1979, 1980) und 1985 UEFA-Pokalsieger. © Getty
Bernd Schuster spielte von 1988 bis 1990 für die "Königlichen". Seine Bilanz: 61 Einsätze und 13 Tore. Als Spieler gewann er mit Real 1989 und 1990 die spanische Meisterschaft. Von 2007 bis 2008 trainierte er den Verein später. Er holte mit Real einmal die spanische Meisterschaft sowie den spanischen Supercup. © dpa
Bodo Illgner spielte von 1996 bis 2001 bei Real. Er brachte es dort auf 91 Einsätze. Der Keeper schoss kein Tor. Er wurde mit den Madrilenen zweimal (1997 und 2001) spanischer Meister, holte zweimal die Champions League (1998 und 2000). Außerdem gewann Illgner mit Real 1998 auch den Weltpokal. © dpa
Christoph Metzelder spielte von 2007 bis 2010 bei Real. Er brachte es in dieser Zeit auf 23 Einsätze, schoss aber kein Tor. Er holte mit dem Verein 2008 sowohl die spanische Meisterschaft als auch den Supercup. © dpa
Sami Khedira wechselte im Kuli 2010 zu Real. er absolvierte dort noch kein Pflichtspiel. Sein Debüt für seinen neuen Verein gab er am 13. August 2010 gegen den FC Bayern München in einem Testspiel (im Duell gegen Franck Ribéry, rechts). © dpa
Mesut Özil gab am 17. August seinen Wechsel zu Real Madrid bekannt. Er verließ den Verein im Sommer 2013 und wechselte für 50 Millionen Euro zum FC Arsenal. © dpa
Und gleich der nächste Deutsch-Türke aus dem Ruhrpott, den es zu den Königlichen zog: Nuri Sahin gab am 9. Mai 2011 bekannt, dass er in Madrid einen Vertrag bis 2017 unterschrieben hat. Nach einem Jahr ließ er sich aber schon wieder nach Liverpool verleihen. Auch dort wurde er nicht glücklich und wechselte im Januar 2013 zu Borussia Dortmund. © dpa
Toni Kroos, Real Madrid
Am 17. Juli 2014 wurde der Wechsel von Toni Kroos vom FC Bayern zu Real Madrid bekannt gegeben. Der Weltmeister erhält bei den Königlichen einen Sechs-Jahres-Vertrag. © dpa
Frage: „Auch mit der deutschen Nationalmannschaft steht im kommenden Jahr ein wichtiges Großereignis auf dem Programm. Was fehlt der DFB-Auswahl noch, um im nächsten Jahr bei der EM den ersten Titel seit 1996 zu feiern?“

Özil: „Bis jetzt waren wir immer im Halbfinale oder Finale. Am Ende haben wir immer versagt. Doch für nächstes Jahr bin ich positiver Dinge, weil wir eine sehr junge Mannschaft haben, die erfolgshungrig ist. Man sieht das auch daran, dass wir alle zehn Qualifikations-Spiele gewonnen haben. Und unser Ziel ist natürlich, Titel zu holen - und ich bin auch davon überzeugt. Ich glaube, zu den Favoriten gehören Holland, und Spanien vor allem. Sie spielen seit Jahren sehr gut zusammen. Aber wir schauen auf uns, und ich bin auch davon überzeugt, dass wir Europameister werden können.“

Frage: „In welcher Sportart hätten Sie es neben dem Fußball ganz nach oben schaffen können?“

Özil: „Ich kann auch ein bisschen Tischtennis spielen, aber meine große Liebe ist der Fußball - und Gott sei Dank bin ich bei Real Madrid. Ich spiele bei dem größten Verein der Welt, gehöre auf jeden Fall zu den Stammkräften und genieße das Vertrauen meines Trainers. Mein Ziel ist es natürlich, mich zu steigern, noch besser zu werden und der Mannschaft zu helfen.“

Frage: „Was ist der Unterschied zwischen der Primera Division und der Bundesliga?“

Özil: „Hier in Spanien ist der Unterschied: Die kleinen Mannschaften sind technisch sehr begabt. In Deutschland ist es eher so, dass die kleineren Mannschaften durch kämpferische Leistung überzeugen. Hier ist es ein bisschen spielerisch.“

SID

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