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Neuer ist bereit für's Elfmeterschießen

Erasmia/Johannesburg - Die legendären Elfmeter-Duelle gegen England kennt Manuel Neuer nur aus dem Fernsehen, vor der Neuauflage des Klassikers war die deutsche Spezialdisziplin aber auch beim DFB- Keeper schon ein Thema.

"In punkto Elfmeterschießen wird der Andi Köpke mir noch ein paar Tipps von '96 geben können", sagte Neuer mit Blick auf den Erfolg im EM-Halbfinale 1996 gegen die Briten, bei dem der jetzige Bundes-Torwartcoach Andreas Köpke eine Hauptrolle im Krimi vom Punkt gespielt hatte. Voller Selbstvertrauen war Neuer nach dem 1:0 gegen Ghana im Gruppen-Finale, in dem er mit seiner Glanztat (51.) gegen Kwadwo Asamoah die deutsche Elf vor einem Rückstand bewahrte.

"Klar war das wichtig. Es ist vielleicht auch eine Genugtuung für mich, dass ich auch mal was zu tun bekomme und zeigen konnte, dass ich auch was kann", sagte der 24-Jährige, der bislang mehr durch sein kanariengelbes Torwarttrikot als durch spektakuläre Paraden aufgefallen war. Als er gebraucht wurde, war er zur Stelle. "Es ist nicht abhängig von einem Ball, von dem Tor von Mesut Özil oder meiner Parade, sondern von der ganzen Mannschaft", erklärte der Schalker Keeper, den seine WM-Auftritte dennoch stärker gemacht haben.

Die größten WM-Sensationen seit 1990

Die größten WM-Sensationen seit 1990

WM 2010: Frankreich sorgte für die erste große Blamage des Turniers: Nach nur einem Punkt aus den ersten beiden Spielen gegen Uruguay und Mexiko benötigte die Equipe Tricolore in der abschließenden Partie gegen Gastgeber Südafrika unbedingt einen Sieg, um die Chancen aufs Weiterkommen zu wahren. Doch Ribéry & Co. unterlagen sang- und klanglos 1:2. Aus in der Vorrunde! © AP
WM 2010: Neuseeland trotzte dem Titelverteidiger Italien in der Vorrunde ein 1:1 ab. © AP
Und es kam sogar noch schlimmer für Italien: Das Aus für den Titelverteidiger in der Vorrunde! Und das als Tabellenletzter hinter Paraguay, der Slowakei und Neuseeland! Eine der größten Sensationen bei WM-Turnieren. © AP
WM 2010: Die Schweiz besiegte völlig überraschend im ersten Gruppenspiel Europameister Spanien mit 1:0. In den vorangegangenen 54 Spielen hatten die Iberer nur einmal verloren. © AP
WM 2006: Die Party-Boys von Trinidad & Tobago feierten ihr WM-Debüt mit einem sensationellen Unentschieden gegen Schweden. Nach dem 0:0 zum Auftakt gab es dann aber gegen England und Paraguay (jeweils 0:2) nicht viel zu holen. © Getty
WM 2002: Der Senegal war eine der großen Überraschungen bei der WM in Japan und Südkorea. Erst besiegten die Afrikaner im Auftaktspiel den Titelverteidiger Frankreich mit 1:0 ... © Getty
... später gab es im Achtelfinale einen 2:1-Sieg n.V. gegen die favorisierten Schweden. Im Viertelfinale kam das Aus gegen die Türkei (0:1 n.V.). © Getty
Auch Co-Gastgeber Südkorea war eine der Überraschungen bei der WM 2002. Das Weiterkommen im Achtelfinale gegen Italien (2:1 n.V.) kam einer Sensation gleich, wenngleich die Asiaten das eine oder andere Mal krass vom Schiedsrichter bevorzugt wurden. © Getty
Auch gegen Spanien im Viertelfinale gab es so manch zweifelhafte Schiedsrichter-Entscheidung. Südkorea kam ins Elfmeterschießen und gewann dort nach torlosen 120 Minuten mit 5:3. Der Halbfinaleinzug der Südkoreaner - sicher eine der bisher größten Sensationen bei Weltmeisterschaften. © Getty
WM 1998: Schon wieder eine Sensation, bei der die Spanier beteiligt waren: Nigeria besiegte die haushoch favorisierten Iberer im ersten Gruppenspiel mit 3:2 - auch der damalige Kölner Sunday Oliseh (l.) gehörte zu den Torschützen. Nigeria kam später ins Achtelfinale, Spanien schied aus. © Getty
WM 1994: Die WM in den USA hatte gleich in den ersten Tagen ihre ganz große Sensation, als Italien den tapferen Iren mit 0:1 unterlag (Tor: Ray Houghton). Irland scheiterte später im Achtelfinale an Holland, Italien verlor das Fionale gegen Brasilien im Elfmeterschießen. © Getty
Saudi-Arabien sorgte nicht nur für eine der größten Sensationen des Turniers 1994, sondern auch für das schönste Tor: Ali Owairan erzielte im Vorrundenspiel gegen Belgien einen Traum-Treffer nach einem Alleingang über gefühlte 100 Meter. Die Saudis zogen ins Achtelfinale ein (Aus gegen Schweden), genau dort war auch für Belgien Schluss (2:3 gegen Deutschland). © Getty
Ein Jahrhundert-Spiel mit sensationellem Ausgang war das Achtelfinale zwischen Argentinien und Rumänien. Die Osteuropäer zauberten gegen Batistuta & Co. und gewannen 3:2. Ilie Dumitrescu (Bild) erzielte zwei Tore. Rumänien schied dann im Viertelfinale gegen Schweden nach Elfmeterschießen aus. © Getty
Eine Sensation, auf die wir gerne verzichtet hätten: Bulgarien warf die deutsche Nationalmannschaft im Viertelfinale 1994 mit 2:1 aus dem Turnier. Bundesliga-Legionär Yordan Letchkov (Hamburger SV) köpfte die Stars um Stoichkov, Balakov und Kostadinov ins Halbfinale, wo aber gegen Italien Endstation war (1:2). © Getty
WM 1990: Paukenschlag zum Auftakt der WM 1990 in Italien! Kamerun besiegte Weltmeister Argentinien durch einen Kopfballtreffer von Francois Omam-Niyik mit 1:0. Argentiniens Keeper Nery Pumpido durfte nach seinem kapitalen Patzer im Turnier nicht mehr ran. Argentinien kam ins Endspiel - scheiterte dort aber an Deutschland (0:1). © Getty
Kamerun sorgte für weitere Sensationen und zog als erste afrikanische Mannschaft überhaupt ins Viertelfinale einer WM ein. Roger Millas zwei Treffer gegen Kolumbien (2:1 n.V.) ebneten den Weg dazu. Im Viertelfinale schieden die "Unzähmbaren Löwen" dann unglücklich gegen England aus (2:3 n.V.) © Getty

"Ich habe mich jetzt schnell daran gewöhnt, die Nummer 1 zu sein. Bisher hatte ich keine Angst vor irgend einem Gegner hier. Und ich gehe mit breiter Brust ins nächste Spiel." Neuer freut sich auf den Klassiker, nicht zwingend aber auf ein Duell vom Punkt. "Darauf warte ich nicht. Es wäre natürlich besser, das Spiel vorher zu entscheiden", betonte der Schalker, der im Vorjahr im U21-Finale schon einmal erfolgreich den Ernstfall gegen ein englisches Team geprobt hatte (4:0).

"Man wird sich trotzdem darauf vorbereiten, vor allem als Torwart", verriet Neuer. Er werde auf jeden Fall die richtigen Informationen von den richtigen Leuten erhalten, «um dann im Memory-Spiel mitzumachen». Dass er kurz vor einem möglichen Elfmeterschießen gegen den Bayern-Spezialisten Jörg Butt ausgetauscht werden könnte, befürchtet Neuer nicht. "Vielleicht haben wir ja auch ein Spielertrikot dabei und er kann als Schütze agieren."

dpa

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