Neuer-Poker: Was Nerlinger sagt

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Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger

München - Im Transferpoker um Schalkes Nationaltorwart Manuel Neuer kommen immer neue Spekulationen auf. Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger äußert sich.

Bayern-Sportdirektor nennt die angeblichen Ablösesummen - 25 Millionen Euro werden immer wieder kolportiert - „teilweise sehr realitätsfremd“.

Sicher habe jeder Spieler seinen Preis. Und der FC Bayern werde „viele Dinge in Bewegung setzen“, um Neuer schon im Sommer zu verpflichten, sagte Nerlinger im tz-Interview: „Aber der FC Bayern war immer bekannt dafür, dass er sich nicht unter Druck setzen lässt und ein gesundes wirtschaftliches Verhalten Teil des Konzeptes ist.“

Zumal Nerlinger den FC Bayern durch die Vertragsverlängerung von Jörg Butt auf der Torhüterposition gut aufgestellt sieht. „Wir haben eine stabile Lösung - mit oder ohne Manuel Neuer. Wir hätten überhaupt keine Bedenken, mit Jörg Butt als Nummer eins in die neue Saison zu gehen“, sagte der Sportdirektor.

Schalkes Manager Horst Heldt stellte im kicker immerhin schon einmal klar, „dass das Thema bis zum Start der Vorbereitung vom Tisch sein muss. Alle Beteiligten brauchen Planungssicherheit.“

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Doch nicht nur die Personalie Neuer beschäftigt die Bayern derzeit. Erneut bestätigte Nerlinger das Interesse an Nationalspieler Jerome Boateng von Manchester City. Eine Alternative für die Münchner Innenverteidigung, sollte Boateng keine Freigabe erhalten, ist angeblich der frühere Leverkusener Juan (AS Rom). Die Verhandlungen mit Zweitliga-Torjäger Nils Petersen von Energie Cottbus sollen in der kommenden Woche beginnen.

Offen ist weiter die Zukunft von Torjäger Miroslav Klose und von Hamit Altintop, deren Verträge bei den Bayern auslaufen. Klose (32) soll in einem ersten Gespräch einen Zweijahresvertrag gefordert haben, was die Bayern zögern lässt. Altintop liegen Anfragen aus Spanien und England vor. Andreas Ottl, dessen Kontrakt ebenfalls endet, hat keine Perspektive mehr beim Rekordmeister. Er wird wie Torwart Thomas Kraft mit Aufsteiger Hertha BSC Berlin in Verbindung gebracht.

In der zuletzt von Superstar Arjen Robben losgetretenen Diskussion um Führungsspieler bei den Bayern hat Nerlinger derweil betont, „dass wir keine weiteren Leader brauchen, keine neue Chefs. Die Mannschaft hat eine sehr gute Struktur.“ Robben selbst werde „zu 100 Prozent“ in München bleiben.

sid

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