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Fiese Beleidung

Nach LGBTQ-Support: AfD-Politiker attackiert Manuel Neuers „Schwuchtelbinde“

Kapitän mit Binde
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Der AfD-Politker beleidigte Manuel Neuer und seine Kapitänsbinde in Regenbogenfarben im Netz.

Der Nationaltorwart trug beim Spiel gegen Portugal aus Solidarität zur LGBTQ-Gemeinschaft eine Regenbogenbinde. AfD-Politiker Uwe Junge beleidigt ihn dafür im Netz – und wird aus seiner Partei geschmissen.

Berlin – Manuel Neuer musste sich für seine Solidaritätsbezeugung beschimpfen lassen. Der Nationaltorwart trug bei den Deutschlandspielen gegen Frankreich (0:1) und Portugal (4:2) eine Regenbogenbinde am linken Arm. Damit zeigte er Support für die LGBTQ-Gemeinschaft, zu der Lesben, Schwule, Bisexuelle, Transsexuelle und alle genderqueeren Gruppen gehören. AfD-Politiker Uwe Junge beschimpfte ihn dafür auf Twitter und bezeichnete das Statement als „Schwuchtelbinde“, wie kreiszeitung.de berichtet. Außerdem äußerte er sich abfällig über den DFB-Plan, die Allianz Arena in München beim Ungarn-Spiel in Regenbogenfarben leuchten zu lassen.

Aktuell ist der DFB mit der UEFA im Austausch über das bunte Statement auf der Arena, das der LGBTQ-Gemeinschaft in Ungarn Unterstützung demonstrieren soll. Diese wird nämlich vom ungarischen Regierungschef stark schikaniert, er will sogar öffentliche Unterstützung unterdrücken. LSVD-Bundesvorstand Christian Rudolph, der auch DFB-Ansprechpartner für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt ist, betonte gegenüber der dpa die Wichtigkeit dieser Statements.

Manuel Neuer darf seine Binde übrigens weiter tragen. Die UEFA hatte zwar kurzzeitig Ermittlungen eingeleitet, allerdings dann sofort wieder eingestellt, weil die Regenbogenbinde ein Zeichen der Mannschaft für Vielfalt und eine positive Message sei.

Uwe Junge kritisierte darüber hinaus auch noch den symbolischen Kniefall, den viele Sportler im letzten Jahr adaptiert haben und der Solidarität zur Black Lives Matter-Bewegung ausdrücken soll. Auch wenn der Politiker den Tweet schon wieder gelöscht und sich für seine Wortwahl entschuldigt hat, bleibt er bei seiner Meinung, dass Politik nicht auf den Fußballplatz gehöre. Die AfD hat sich mittlerweile von seinen Aussagen distanziert. Alice Weidel, Co-Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, verfasste selbst einen Tweet, indem sie betonte, dass diese Meinungen nicht die der AfD seinen und dass Uwe Junge die Partei demnächst von außen betrachten müsse. * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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