Emotionale Worte für den "Helden"

Bierofka-Aus sorgt für Tränen bei Löwen: "Seit Monaten wird unser Trainer gemobbt"

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Daniel Bierofka: „Die letzten zweieinhalb Jahre waren sehr kräfteaufreibend."
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München - Die Zeit von Daniel Bierofka als Trainer des TSV 1860 München ist beendet. Die "Löwen"-Identifikationsfigur hat sich entschieden, sein Amt niederzulegen. Anhänger und Verantwortliche des Vereins sind schockiert. 

Daniel Bierofka ist als Trainer beim TSV 1860 München zurückgetreten. Der Abschied der "Löwen"-Identifikationsfigur wurde vom Traditionsverein am Montagabend um kurz nach 23 Uhr in einer Pressemitteilung auf der Homepage bestätigt. 

Michael Scharold, der kaufmännische Geschäftsführer, würdigt Bierofkas Verdienste. „Daniel war nach dem Abstieg in die Regionalliga der Anker für das taumelnde Schiff... Der Dank für diesen Einsatz kann gar nicht groß genug sein.“

Ebenso emotional die Worte von Geschäftsführer Sport, Günther Gorenzel: "Ich werde nie in meinem Leben den Aufstieg im Mai 2018 vergessen. Ich möchte mich an dieser Stelle von Herzen für die vertrauensvolle Zusammenarbeit der letzten Jahre bedanken."

Bierofka bittet um Verständnis

„Die letzten zweieinhalb Jahre waren sehr kräfteaufreibend. Für mich gilt es jetzt erst einmal die Tanks wieder aufzufüllen. Dazu will ich viel Zeit mit meiner Familie verbringen, die zuletzt viel zu kurz kam. Mit etwas Abstand werde ich mich dann aber sicher wieder dem Fußball zuwenden. 

Ich bedanke mich bei 1860 für das in mich gesetzte Vertrauen und auch das Verständnis für die nun getroffene Entscheidung, die sowohl für mich als auch den Verein die Beste ist. Ich werde diese intensive Zeit immer im Herzen behalten“, erklärte Bierofka seinen Rücktritt in dem offiziellen Statement des Vereins. 

Bierofka klagt über Indiskretionen

Es ist ein emotionaler Abschied mit faden Beigeschmack. In den vergangenen Wochen hatte die Kultfigur des Öfteren über Indiskretionen geklagt. Verschiedene Sportmagazine veröffentlichten so angebliche Meinungen aus der Mannschaft über mangelnde taktische Kompetenz und falsche Trainingssteuerung. 

Deshalb sagte Bierofka nach dem Sieg gegen Viktoria Köln am Samstag: "Es ist nicht das erste Mal, dass so etwas passiert...Lange schaue ich mir das nicht mehr an, das weiß ich." Er sei sich zudem sicher, dass die Informationen nicht von den Spielern, sondern aus einem "inneren Kreis" kommen. 

Ismaik: "Seit Monaten wird unser Trainer gemobbt"

Bereits vor dem Rücktritt von Bierofka meldete sich Investor Hasan Ismaik diesbezüglich zu Wort. "Ich bin entsetzt, mit welchen Methoden Daniel Bierofka beim TSV 1860 beschädigt wird. Seit Monaten wird unser Trainer gemobbt. Für mich ist das eine Schande, die ich nicht in Worte fassen kann", kritisierte der Jordanier in den Sozialen Netzwerken.

Ismaik versuchte den Coach noch umzustimmen - ohne Erfolg. "Für mich geht Daniel Bierofka als Held. Er steht wie kein Zweiter für 1860", sagte Ismaik. Interimsmäßig wird Oliver Beer vorerst die Mannschaft betreuen.

mz/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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