Millionenregen für den FC Schalke 04

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Schalke-Manager Horst Heldt darf sich über Rekordeinnahmen freuen.

Gelsenkirchen - Für den FC Schalke 04 war der Vorstoß bis ins Halbfinale der Champions League ein äußerst lukratives Geschäft.

In der Endabrechnung kann sich der klamme Revierclub über Brutto-Einnahmen von mehr als 50 Millionen Euro freuen. Allein aus dem Prämientopf der Europäischen Fußball-Union (UEFA) kassiert der Bundesligist 21,3 Millionen Euro.


Diese feste Summe setzt sich wie folgt zusammen: 7,2 Millionen Euro betrug das Startgeld. Die vier Siege in der Gruppenphase (800 000 pro Sieg) brachten 3,2 Millionen Euro ein, für das Vorrunden-Remis gegen Hapoel Tel Aviv gab es 400 000 Euro. Der Einzug ins Achtelfinale war 3,0 Millionen Euro wert. Für das Erreichen des Viertelfinals spendierte die UEFA 3,3 und für den Einzug in die Runde der letzten Vier weitere 4,2 Millionen Euro.

Als unterlegener Finalist hätte Schalke weitere 5,6 Millionen Euro kassiert. Um die Titelprämie von 9,0 Millionen Euro streiten nun der FC Barcelona und Manchester United.


"Ein Rätsel, wie Schalke so weit kommen konnte": Die Pressestimmen

Die englischen Medien sind mit Fußball-Bundesligist Schalke 04 nach dem schwachen Auftritt im Halbfinal-Rückspiel der Champions League bei Manchester United (1: 4) hart ins Gericht gegangen. © Getty
„Nach den beiden schlimmen Auftritten gegen ManU ist es eines der großen Rätsel des Fußballs, wie Schalke so weit kommen konnte, geschweige denn, wie Inter Mailand gegen Schalke im Viertelfinale sieben Tore bekommen konnte“, schrieb die Daily Mail. © Getty
Auch der Daily Mirror geißelte die enttäuschende Leistung der Königsblauen gegen Manchesters zweite Garnitur: „Man stelle sich nur vor, was Manchesters erste Elf mit Schalke gemacht hätte.“ - Pressestimmen aus England und Spanien zum Halbfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Manchester United und Schalke 04 im Einzelnen: © Getty
ENGLAND: Daily Mail: „Ferguson veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Hinspiel auf neun Positionen, aber bot immer noch ein Team auf, das einer bizarr durchschnittlichen Schalker Mannschaft niemals eine Chance ließ. Nach den beiden schlimmen Auftritten gegen ManU ist es eines der großen Rätsel des Fußballs, wie Schalke so weit kommen konnte, geschweige denn, wie Inter Mailand gegen Schalke im Viertelfinale sieben Tore bekommen konnte.“ © Getty
Daily Mirror: „Man stelle sich nur vor, was Manchesters erste Elf mit Schalke gemacht hätte. Es gab keine Spannung, niemals, und - um die Wahrheit zu sagen - nicht einen einzigen Moment des Zweifels an Uniteds Erfolg.“ © Getty
Daily Star: „Neuer wirkte besonders beim zweiten Tor für Manchester wie ein ganz anderer Torwart als der beeindruckende Schlussmann der Schalker im Hinspiel.“ © Getty
SPANIEN: Marca: „Spaziergang von Manu bei Rauls Abschied aus der Champions League. Schalke hat trotz der Qualitätsunterschiede alles versucht. Die Deutschen waren trotzdem die große Überraschung im Halbfinale.“ © Getty
AS: „Manchester United bekräftigte mit dem 4:1-Sieg seinen Einzug ins Finale. Schalke stand auf verlorenem Posten, obwohl es auf ein mutiges 4-3-3-System gesetzt hatte.“ © Getty
El Mundo Deportivo: „Manchester gab Rauls Schalke keine Chance. Rangnick setzte auf der vergeblichen Suche nach dem Wunder auf seine drei Spanier. Er vertraute auf der linken Seite dem Tempo von Escudero, den Spielmacherqualitäten von Jurado und der Fantasie von Raul.“ © Getty
El Pais: „Manchester United gewinnt immer. Es interessiert nicht die Methode, sondern das Resultat. Schalke hielt das Duell offen. Viel Qualität brachte Escudero auf der linken Seite und die effiziente Ballführung des Bubis Draxler.“ © Getty
ITALIEN: La Gazzetta dello Sport: “Was für eine Show, ManU überrollt und zerstört Schalke. Super-United steht zum dritten Mal in vier Jahren im Finale. Das Endspiel Manchester gegen Barcelona ist das Beste, was der Fußball zu bieten hat.“ © AP
Tuttosport: “Manchester stürmt ins Finale gegen Barcelona. Schalke wurde einfach überrollt.“ © AP
Corriere dello Sport: “Jetzt kommt das große Finale: Manchester gegen Barcelona. Die Red Devils ließen Schalke keine Chance. Manchesters Triumph war nie in Gefahr.“ © AP
Il Tirreno: “Der Kannibale Manchester überrollt Schalke und wartet jetzt auf Barcelona.“ © AP

Hinzu kommen für Schalke die Zuschauer-Einnahmen aus den sechs Heimspielen, die etwa zwölf Millionen Euro ausmachen dürften. Noch nicht genau beziffert werden können die Zuwendungen aus dem sogenannten Marktpool der UEFA. Der FC Bayer München kassierte als Finalist im Vorjahr 19,462 Millionen Euro aus diesem Topf.

Auf eine ähnlich hohe Summe dürfte der Revierclub nach dem frühen Ausscheiden von Werder Bremen (Gruppenphase) und den Bayern (Achtelfinale) kommen. Die UEFA schüttete in dieser Saison rund 750 Millionen an die 32 Teilnehmer der Königsklasse aus. “Umsatzmäßig war es sicher das erfolgreichste Jahr. Aber Kassensturz können wir erst am Ende der Saison machen“, sagte Schalkes Sportdirektor Horst Heldt.

dpa

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