Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Club mit Trainer-Duo

Wiesinger übernimmt in Nürnberg

+
Michael Wiesinger übernimmt mit Armin Reutershahn das Kommando beim Club.

Nürnberg - Michael Wiesinger und Armin Reutershahn sind die neuen Trainer beim 1. FC Nürnberg. Er beerbt den nach Wolfsburg gewechelten Dieter Hecking.

Michael Wiesinger und Armin Reutershahn sollen den 1. FC Nürnberg in der Fußball-Bundesliga weiter auf Kurs halten. An Heiligabend schenkte sich der „Club“ diese Lösung für die Nachfolge von Trainer Dieter Hecking, der zum VfL Wolfsburg abgewandert war. „Wir haben alle Optionen intensiv geprüft und sind zu dem Entschluss gekommen, dass der Club mit dieser Konstellation die sportliche Herausforderung der Rückrunde bestreiten wird“, erklärte Sportvorstand Martin Bader. Ähnlich wie bei Bayer Leverkusen durch Sami Hyypiä und Sascha Lewandowski ist beim FCN ein Trainergespann in der Verantwortung.

„Mit Michael Wiesinger und Armin Reutershahn haben wir zwei Trainer aus den eigenen Reihen, die Vertrauen und hohe Akzeptanz genießen“, sagte Bader laut Vereinsmitteilung. Das Trainergespann werde eine „intakte“ Mannschaft übernehmen, sagte er der Nachrichtenagentur dpa.

Wiesinger soll beim Tabellen-14. künftig „die finalen Entscheidungen treffen und fungiert für Medien und Öffentlichkeit als Ansprechpartner“, hieß es in der Vereinsmitteilung vom Montag. Darin wird auch ausgeführt, dass die beiden „in der Rückrunde 2012/13 die sportliche Verantwortung“ übernehmen. Wie es danach weitergehen soll, will der FCN im Frühjahr überlegen.

„Michael hat eineinhalb Jahre im Nachwuchs-Leistungs-Zentrum hervorragende Arbeit geleistet. Als neuer Trainer soll er neue Impulse geben“, sagte Bader über den Mann, der am 27. Dezember 40 Jahre alt wird.

Wiesinger spielte von 1993 bis 1999 beim 1. FC Nürnberg und erzielte in 186 Spielen 25 Tore. Als Trainer arbeitete er im Profibereich von 2008 bis 2010 beim FC Ingolstadt. Seit 2011 trainierte er die U23 des Club. „Der 1. FC Nürnberg ist mein Verein, hier war ich Spieler, hier arbeite ich seit eineinhalb Jahren mit viel Herz und Leidenschaft. Genau hier nun die Möglichkeit zu bekommen, die sportliche Herausforderung anzugehen, ist etwas Besonderes“, sagte der neue Bundesliga-Coach, der in seiner Profi-Laufbahn auch für den FC Bayern und den TSV 1860 München auflief.

Der 52-jährige Reutershahn arbeitet seit 2009 als Assistenz-Trainer bei den Franken. Als Co-Trainer war er zuvor schon bei Bayer Uerdingen, dem Hamburger SV und Eintracht Frankfurt im Einsatz. „Armin ist eine wichtige Konstante für die Mannschaft, die sie gut kennt“, erläuterte Bader. „Seine Fähigkeiten und Qualitäten als Mensch und Trainer bei der Arbeit auf dem Trainingsplatz haben wir schätzen gelernt.“ Die offizielle Vorstellung des Trainergespanns soll zum Trainingsauftakt am 3. Januar (14.00 Uhr) erfolgen.

Vor zwei Tagen war Hecking vom VfL Wolfsburg als Trainer verpflichtet worden. Nach drei Jahren in Nürnberg konnte der Coach wegen einer Ausstiegsklausel in seinem Vertrag wechseln. Dafür kassierte der FCN eine Ablöse. Bei den Niedersachsen steht Hecking bis 2016 unter Vertrag.

„Ein sinkendes Schiff hätte ich bestimmt nicht verlassen. Es ist natürlich hypothetisch, aber hätten wir jetzt nur 14, 15 Punkte, hätte sich die Situation ganz anders dargestellt. Die Mannschaft hat in den letzten Wochen die Kurve bekommen, ich bin sicher, dass sie in der Lage ist, ihre Ziele zu erreichen“, sagte Hecking in den „Nürnberger Nachrichten“ (Montag). „Es ist eine stabile Mannschaft, die willig ist und einen sehr guten Charakter hat. Ein neuer Trainer kann jetzt ein Anreiz sein, es gehört immer zum Fußball, neue Impulse zu setzen...“

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

Die schnellsten Trainerentlassungen seit 1999

Bundestrainer, wie aktuell Joachim Löw, sitzen in der Regel fest im Sattel. Schwerer haben es da die Bundesliga-Trainer. Besonders wenn die ersten Spiele verloren gehen, wird der Coach meist als erstes hinterfragt. Sehen Sie hier die Trainerentlassungen seit 1999 und in welcher Situation sie den Verein verlassen mussten. © getty
1999/2000: Jörg Berger, Eintracht Frankfurt, 17. Spieltag, 18. Platz, 9 Punkte. © getty
2000/01: Andreas Zachhuber, Hansa Rostock, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © getty
2001/02: Frank Pagelsdorf, Hamburger SV, 6. Spieltag, 12. Platz, 5. Punkte. © getty
2002/03: Andreas Brehme, 1. FC Kaiserslautern, 3. Spieltag, 16. Platz, 1 Punkt. © dpa
2003/04: Armin Veh, Hansa Rostock, 8. Spieltag, 14. Platz, 5 Punkte. © dpa
2004/05: Jupp Heynckes, Schalke 04, 4. Spieltag, 17. Platz, 3 Punkte. © dpa
2005/06: Klaus Augenthaler, Bayer Leverkusen, 4. Spieltag, 12. Platz, 4 Punkte. © getty
2006/07: Peter Neururer, Hannover 96, 3. Spieltag, 18. Platz, 0 Punkte. © dpa
2007/08: Petrik Sander, Energie Cottbus, 6. Spieltag, 18. Platz, 2 Punkte. © getty
2008/09: Jos Luhukay, Borussia Mönchengladbach, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2009/10: Jörn Andersen, FSV Mainz 05, vor Saisonbeginn, nach der Pleite im DFB-Pokal gegen Lübeck. © dpa
2010/11: Christian Gross, VfB Stuttgart, 7. Spieltag, 18. Platz, 3 Punkte. © getty
2011/12: Michael Oenning, Hamburger SV, 6. Spieltag, 18. Platz, 1 Punkt. © getty
2012/13: Felix Magath, Vfl Wolfsburg, 8. Spieltag, 18. Platz, 5 Punkte © dpa

dpa

Kommentare