Europa-League-Sieger mit Chelsea

Marko Marin will nicht in die Bundesliga zurück

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Marko Marin.

Amsterdam - Marko Marin hat ein frustrierendes erstes Jahr beim FC Chelsea hinter sich. Dennoch will er bei den Blues bleiben und sich durchsetzen.

Erst twitterte er ein Foto mit dem Europa-League-Pokal, der fast so groß schien wie er selbst. Dann sprach er mit der Goldmedaille um den Hals ganz locker über seine wenig rosige Situation beim FC Chelsea. Und dann verplapperte sich Marko Marin im Überschwang der Gefühle. Bevor er entscheide, wie es weitergehe, warte er „erst einmal ab, wer Trainer wird. Dann sehen wir, welche Möglichkeiten Jose Mourinho für mich sieht.“

Auf Nachfrage erklärte Marin schmunzelnd, er wisse natürlich noch nicht, wer neuer Trainer werde. „Wir lesen auch nur, was in den Zeitungen steht“, sagte er: „Aber es wäre sensationell, wenn Mourinho kommen würde.“

Dieses Foto twitterte Marko Marin nach dem Triumph.

„The Special One“ ist nach einer frustrierenden ersten Saison ohne 90-Minuten-Einsatz die große Hoffnung des 16-maligen Nationalspielers auf bessere Zeiten. Doch der Gewinn des „kleinen Europacups“ sorgte bei Marin am Mittwoch erst einmal nur für pure Freude. „Es ist einfach traumhaft“, sagte er strahlend. Zwar hatte er sich beim 2:1 (0:0) im Endspiel gegen Benfica Lissabon nicht mal warmlaufen dürfen, dennoch fühlte er sich als Europacup-Sieger „wie jeder andere“ auch. „Ich habe in dieser Saison Einsätze in der Europa League gehabt und habe im Endspiel zum Kader gehört. Deshalb bin ich ein Teil des Erfolges.“ Und der erste deutsche Spieler seit sechs Jahren, der einen internationalen Titel gewinnt. Der letzte war Andreas Hinkel, der 2007 mit dem FC Sevilla den UEFA-Cup holte.

Mit diesem Rückenwind will der 24-Jährige, der im vergangenen Sommer für 7,5 Millionen Euro aus Bremen kam und noch einen Vierjahresvertrag bei Chelsea besitzt, die Uhr im Westen Londons wieder auf Null stellen - und trotz „Anfragen aus der Bundesliga“ beim Europa-League-Sieger FC Chelsea bleiben. „Die Bundesliga ist sensationell, aber momentan ist nicht geplant, dass ich zurückkomme“, sagte er.

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Dass entweder Chelsea oder Bayer Leverkusen Interesse haben, den Ex-Bremer statt des wohl nach Dortmund wechselnden Kevin de Bruyne zum Teil des geplanten Transfergeschäftes um Andre Schürrle zu machen, wollte Marin weder bestätigen noch dementieren. Eine klare Aussage machte er aber zur Nationalelf. Nachdem Bundestrainer Joachim Löw ihn trotz der Personalsorgen vor der US-Reise nicht kontaktierte, ist „sie für mich im Moment kein Thema“.

Erst einmal will er sich auf Chelsea konzentrieren. Die Erleichterung im gesamten Verein sei nach dem Sieg nach Benfica „sehr groß gewesen“, berichtete Marin: „Wir hatten in dieser Saison die Chance auf sieben Titel und hatten bis Mittwoch alles verspielt. `

Nun ist die Stimmung wieder besser an der Stamford Bridge, auch beim Deutschen. `Ich hoffe natürlich, dass ich nächstes Jahr verletzungsfrei bleibe und mehr Einsätze bekomme“, erklärte er. Aber zuvor muss er erst mal mit Jose Mourinho sprechen.

sid

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