Länderspiel-Kalender vor Reform - Juni als Problem

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Kalr-Heinz Rummenigge ist Vorsitzender der ECA

Frankfurt/Main - Der umstrittene Länderspiel-Kalender steht vor einer Reform, nachdem der FC-Bayern-Boss Karl-Heinz Rummenigge sich dafür starkgemacht hat. Es gibt noch ein Problem.

“Für den Herbst haben wir eine optimale Lösung, indem es im September, Oktober und November drei Doppelspieltage gibt. Für die Trainer - darüber habe ich mit Joachim Löw gesprochen - wäre das eine optimale Verbesserung“, sagte der Generalsekretär des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), Wolfgang Niersbach, in einem Interview der dpa.

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Eine Arbeitsgruppe der UEFA arbeitet derzeit an Optimierungen des internationalen Spielkalenders. Auch im März soll es weiterhin einen Doppelspieltag für die Nationalmannschaften geben. Problem bleibe der Juni, “dieser Fortsatz am Ende einer Saison“, meinte Niersbach.

In diesem Jahr muss Deutschland knapp drei Wochen nach dem Bundesliga-Abschluss noch in der EM-Qualifikation in Österreich und Aserbaidschan antreten. Bis 2014 ist der internationale Spielkalender bereits verabschiedet. Danach könnten die Neuerungen greifen.

Ziel ist es vor allem, die von den Vereinen ungeliebten Einzel-Länderspiele im August und im Februar abzuschaffen. “Zur UEFA-Arbeitsgruppe gehört auch die ECA, die Vereinigung der europäischen Vereine“, berichtete Niersbach.

Vorsitzender der ECA ist Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandchef des FC Bayern, der sich unter anderem im Interview mit der tz für eine Umgestaltung des Kalenders starkgemacht hat: "Alle Klubs in Europa sind stocksauer auf die FIFA und die UEFA, die einen Kalender machen, der nur noch auf die Verbände ausgerichtet ist. Es wird überhaupt keine Rücksicht mehr auf die Klubs und vor allem auf die Spieler genommen", hatte der FCB-Boss geschimpft.

Die Zahl der Länderspiele, die in den Turnierjahren bei 17 bis 18 und in den Zwischenjahren bei zehn bis zwölf liegt, soll allerdings gleichbleiben, betonte Niersbach: “Wir machen die Länderspiele nicht zum Selbstzweck oder um Festgeldkonten zu erhöhen. Wir brauchen sie, um alle gemeinnützigen Aufgaben finanzieren zu können - gerade auch die Talentförderung.“

dpa / tz

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