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Kommt ab 2013 die Internet-Sportschau?

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Frankfurt/Main - Die DFL plant bei der anstehenden Ausschreibung der Bundesliga-Rechte auch mit einem Szenario ohne die ARD-Sportschau. Das Free-TV müsste dann hinten anstehen.

Die Zukunft der ARD-Sportschau steht offenbar auf der Kippe: Die DFL plant bei der spätestens Ende des Jahres beginnenden Ausschreibung der Bundesliga-Rechte auch mit einem Alternativmodell, das dem Pay-TV-Partner Sky mehr Exklusivität und der Liga damit mehr Geld als die bislang 412 Millionen Euro pro Jahr sichern soll.

Aktuelles Sportstudio: Scharfschützen an der Torwand

Aktuelles Sportstudio: Scharfschützen an der Torwand

Die Torwand im "aktuellen Sortstudio" ist Kult! Keine Sendung kommt ohne sie aus. Wir zeigen die erfolgreichsten Schützen der vergangenen Jahrzehnte: © dpa
Aktuelles Sportstudio: Scharfschützen an der Torwand
18.05.1974: Günter Netzer, Borussia Mönchengladbach, 5 Treffer © Getty
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30.03.1985,  Rudi Völler, SV Werder Bremen, 5 Treffer © Getty
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07.05.1988, Günter Hermann, SV Werder Bremen, 5 Treffer © Getty
12.10.1991, Reinhard Saftig, Bayer 04 Leverkusen (Trainer), 5 Treffer © Getty
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26.03.1994, Matthias Becker, Eintracht Frankfurt, 5 Treffer © Getty
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16.09.1995, Rolf Fringer, VfB Stuttgart (Trainer), 5 Treffer © Getty
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21.08.1999, Frank Pagelsdorf, Hamburger SV (Trainer), 5 Treffer © Getty
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11.12.1999, Frank Rost, SV Werder Bremen (Torhüter), 5 Treffer © Getty
08.06.1974, Rene van de Kerkhof, PSV Eindhoven, 4 © dpa
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13.11.1971, Jürgen Grabowski, Eintracht Frankfurt, 4 Treffer © Getty
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13.05.1972, Franz Beckenbauer, FC Bayern München, 4 © Getty
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31.03.1984, Roland Dickgießer, SV Waldhof Mannhein, 4 © Getty
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13.10.1984, Mike Krüger, Entertainer, 4 © Getty
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16.05.1987, Günter Siebert, FC Schalke 04 (Präsident), 4 © Getty
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25.03.1989, Andreas Möller, Borussia Dortmund, 4 © Getty
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Uwe Rahn (links, gegen Wolfram Wuttke), 1. FC Köln, 4 © Getty
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12.05.1990, Hannes Bongartz, Wattenscheid (Trainer), 4 © Getty
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04.05.1991, Stefan Kuntz, 1. FC Kaiserslautern, 4 © Getty
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04.04.1992, Uwe Bein (rechts), Eintracht Frankfurt, 4 © Getty
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15.08.1992, Flemming Povlsen (r.), Borussia Dortmund, 4 © Getty
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10.10.1992, Guido Buchwald, VfB Stuttgart, 4 © Getty
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21.08.1993, Maurizio Gaudino, Eintracht Frankfurt, 4 © Getty
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30.07.1994, Martin Wagner, 1. FC Kaiserslautern, 4 © Getty
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10.09.1994, Fredi Bobic, VfB Stuttgart, 4 © Getty
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29.07.1995, Rudi Völler, Bayer Leverkusen, 4 © Getty
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30.03.1996, Karl-Heinz Körbel, Eintracht Frankfurt (Trainer), 4 © Getty
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13.09.1997, Olaf Thon, FC Schalke 04, 4 © Getty
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26.02.2000, Christoph Daum, Bayer 04 Leverkusen (Trainer), 4 © Getty
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16.09.2000, Alexander Zickler, FC Bayern München, 4 © Getty
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02.10.2004, Rudi Völler, 4 © Getty
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27.03.2004, Rene Lohse, Eiskunstlauf, 4 © Getty
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17.02.2007, Timo Hildebrand, VfB Stuttgart, 4 © Getty
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05.05.2007, Friedhelm Funkel, Eintracht Frankfurt (Trainer), 4 © Getty
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03.11.2007, Lewis Hamilton, Formel 1, 4 © Getty
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01.03.2008, Felix Magath, VfL Wolfsburg (Trainer), 4 © Getty
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25.10.2008, Rene Adler, Bayer Leverkusen (Torhüter), 4 © Getty
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09.05.2009, Ralf Rangnick, 1899 Hoffenheim (Trainer), 4 © Getty
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30.01.2010, Jerome Boateng, Hamburger SV, 4 © Getty
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26.09.2009, Oliver Bierhoff, DFB-Manager, 4 © Getty
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05.09.2009, Bernd Schneider, Bayer Leverkusen, 3 © Getty

Anstelle der Free-TV-Highlight-Verwertung in der ARD samstags um 18.30 Uhr soll bei diesem Modell ab der Saison 2013/2014 eine Art Web-Sportschau um 19.00 Uhr den frei empfangbaren Markt bedienen. Im Free-TV soll die Zusammenfassung des Spieltags dann erst ab 21. 45 Uhr zu sehen sein. Dieses Modell könnte das ZDF-Sportstudio aufwerten, oder aber das Interesse von RTL oder Sat.1 wecken.

Die DFL wollte am Dienstag inhaltlich zu dem Bericht keine Stellung nehmen, erklärte aber: „Wir haben dem Bundeskartellamt erste Überlegungen zukommen lassen, wie die Ausschreibung durchgeführt werden kann. Darüber wird derzeit gesprochen.“ Entscheidend wird dabei vor allem die Frage sein, ob eine mögliche Internet-Sportschau ähnlich viele Menschen in Deutschland erreicht, wie die ARD-Sportschau. In diesem Fall würde das Kartellamt der von der DFL gewünschten Ausschreibung mit beiden Szenarien nach SID-Informationen wohl zustimmen.

„Es gibt Gespräche mit dem Kartellamt, die wir als konstruktiv ansehen. Es ist kein Geheimnis, dass wir ein zweites Szenario mit einer Ausstrahlung der Highlights nach 20.00 Uhr anstreben“, sagte zuletzt DFL-Chef Christian Seifert: „Das kann niemanden überraschen. Auch die ARD nicht. Es geht uns aber nicht darum, die Sportschau abzuschaffen, um mehr Geld zu erhalten. Jeder Bieter kann durch sein Angebot seine Präferenz unterstreichen.“

Die ARD lehnt das jedoch mit Nachdruck ab. „Die Bundesliga ist nach 20 Uhr bereits einmal grandios gefloppt, und sie wird wieder floppen. Aber nicht in der ARD, denn daran haben wir kein Interesse“, sagte Steffen Simon, als WDR-Chef verantwortlich für die Sportschau.

Bundeskartellamts-Präsident Andreas Mundt hatte in einer ersten Reaktion am Sonntag erklärt, dass sich die Bonner Behörde und die DFL in „konstruktiven Gesprächen“ befänden: „Wir müssen nun zunächst den Markt ermitteln, um festzustellen, welche Wirkungen die Zentralvermarktung hat und ob es konkrete wettbewerbliche Probleme mit den von der DFL geschnürten Paketen geben könnte. Hierbei geht es natürlich auch um das konkrete Vermarktungsmodell, das heißt, welche Medienrechte in welchen Paketen auf den Markt gehen. Dabei schauen wir uns alle Übertragungswege an, also auch Internet-Rechte“, sagte Mundt dem SID.

Bei der Zentralvermarktung der Medienrechte ab der Saison 2013/14 plant die DFL zudem mit dem bisherigen Modell, das aktuell der ARD-Sportschau die Berichterstattung ab 18.30 Uhr am Samstag erlaubt. Allerdings wäre es mit diesem Szenario kaum möglich, mehr Geld vom Pay-TV-Partner Sky zu erhalten. Das defizitäre Unternehmen braucht dringend mehr Exklusivität, um neue Kunden zu gewinnen und endlich aus der Schuldenfalle herauszukommen.

In den Gesprächen mit dem Kartellamt setzt die Liga auf Kommunikation statt Konfrontation. Im Zuge der letzten Rechtevergabe war es zwischen der DFL und den Wettbewerbshütern zu juristischen Scharmützeln gekommen, die sogar in Hausdurchsuchungen bei der DFL und dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) mündeten. Das Kartellamt hatte damals im Zusammenhang mit der TV-Rechtevergabe die „dringende Empfehlung“ ausgesprochen, die Zusammenfassung der Samstagsspiele der Bundesliga weiterhin vor 20.00 Uhr auszustrahlen.

Damit war dem damals ausgehandelten 500-Millionen-Euro-Vertrag zwischen der Liga und der Leo-Kirch-Firma Sirius die Grundlage entzogen. Die DFL hatte anschließend mit ihren bewährten Partnern Sky, ARD, ZDF und DSF (heute Sport1) einen neuen Vertrag abgeschlossen, durch den sie knapp 90 Millionen Euro pro Saison weniger einnimmt.

sid

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