Serie A

Juves Trostpflaster: Titel und Ronaldos 1000 Prozent

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Juan Cuadrado (l-r), Blaise Matuidi, Cristiano Ronaldo und Emre Can feiern den vorzeitigen Meistertitel von Juve. Foto: Luca Bruno/AP

Juventus Turin jubelt wieder. Wenige Tage nach dem Aus in der Champions League ist der achte Meistertitel in Serie sicher. Doch vor allem einer dürfte für echte Erleichterung gesorgt haben.

Turin (dpa) - Mit Schaum in den Haaren und Champagnerflasche in der Hand feierte Cristiano Ronaldo ausgelassen seinen ersten Meistertitel mit Juventus Turin, dann lieferte er den Fans gleich den nächsten Grund zum Jubeln.

Zu "tausend Prozent" werde er in der kommenden Saison bei Italiens Rekordmeister bleiben, versicherte der 34-Jährige dem Streamingdienst DAZN - und das trotz Viertelfinal-Aus in der Champions League. Das "nächste Jahr wird besser", sagte Ronaldo.

Juve sicherte sich am Samstag durch ein 2:1 (1:0) gegen die AC Florenz vorzeitig die achte nationale Fußball-Meisterschaft in Serie. Die Turiner sind der erste Club in Europas großen Top-Ligen, dem das gelungen ist. Auch der portugiesische Superstar Ronaldo, der im vergangenen Sommer von Real Madrid nach Turin gewechselt war, stellte damit einen neuen Rekord auf. Der Angreifer ist der erste Spieler, der den Titel in England, Spanien und Italien geholt hat.

Bei noch fünf ausstehenden Spielen können die Turiner von ihrem härtesten Verfolger SSC Neapel nicht mehr eingeholt werden. "Stolz, zum Schreiben dieser Geschichte eines außergewöhnlichen Clubs (...) beizutragen", schrieb Ronaldo auf Twitter. "Ich bin glücklich. Wir sind eine starke und außergewöhnliche Gruppe!" Nach der Partie besprühte Mittelfeldspieler Juan Cuadrado Trainer Massimiliano Allegri und seine Teamkollegen jubelnd mit Schaum, Ronaldo tanzte und hüpfte mit einer weißen Schaumkrone auf dem Kopf über das Feld.

Der deutsche Nationalspieler Emre Can wurde nach seinem Wechsel vom FC Liverpool wie Ronaldo zum ersten Mal italienischer Meister. "Campioni, Campioni" ("Meister, Meister"), twitterte der verletzte Ex-Weltmeister Sami Khedira, für den es bereits der vierte Meistertitel mit Turin war.

Es gab in dieser Saison von Beginn an wenig Zweifel am insgesamt 35. Meistertitel für Juve. Nur zwei Niederlagen leistete sich der Club ins bislang 33 Partien. Gegen Florenz mussten die Gastgeber am Samstag allerdings früh einen Schreckmoment überstehen. Nikola Milenkovic brachte die Gäste in der sechsten Minute in Front. Dem Brasilianer Alex Sandro (37.) gelang noch vor der Pause der Ausgleich. Ein Eigentor von AC-Verteidiger German Pezzella (53.) nach einer scharfen Hereingabe von Ronaldo sorgte für die Entscheidung.

"Ein legendärer Scudetto, um die Champions League zu vergessen", schrieb die "Gazzetta dello Sport" am Sonntag. Das Ausscheiden im Viertelfinale der Königsklasse gegen Ajax Amsterdam hatte auch Mehrfach-Champion Ronaldo nicht verhindern können. Nun geht das Warten auf die wichtigste Trophäe im europäischen Vereinsfußball weiter. Seit 1996 haben die Turiner sie nicht mehr gewonnen.

"In seiner grausamen Einfachheit hat uns der Fußball in (wenigen) Tagen gezeigt, dass Juventus nicht die stärkste Mannschaft Europas ist (...), aber dass sie fast seit einem Jahrzehnt (...) ohne Frage die beste Italiens ist", kommentierte die Zeitung "La Repubblica".

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