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Jürgen warnt Jogi: England wird schwer

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Vorsicht Jogi: Der Vorgänger warnt seinen Nachfolger

London/Hamburg - Im deutschen Lager ist die Zuversicht groß, doch Jürgen Klinsmann warnte einen Tag vor dem ewig jungen Fußball- Klassiker vor den alten englischen Tugenden.

Die Mannschaft von Trainer Fabio Capello weiß, “dass sie bisher noch nicht gut genug war, aber ich bin sicher, dass wir am Sonntag ein völlig anderes englisches Team erleben werden“, sagte der ehemalige DFB-Teamchef der Zeitung “The Sun“ (Samstag). Das Boulevardblatt titelte: “Jurgen: England can win!“


Klinsmann erwartet einen heißen Tanz und “einen großen Kampf“ im Achtelfinale: “Sie wissen, dass es die K.o.-Runde ist, es geht um Leben oder Sterben.“ Wenn bei den “Three Lions“ alles wie am Schnürchen läuft, meinte Klinsmann laut “Sun“, dann drohe der DFB-Elf sogar das Aus.

Die Bundestrainer - von 1926 bis heute

Prof. Dr. Otto Nerz war sozusagen der Urtyp des Bundestrainers. Zu seiner Zeit noch Reichstrainer genannt, leitete Nerz vom 1. Juli 1926 bis 7. August 1936 die Natonalmannschaft. Sein größter Erfolg war der dritte Platz bei der WM 1934. © getty
Auf Nerz folgte der legendäre Sepp Herberger, den Nerz gerne als seinen Musterschüler bezeichnete. Herberger führte die Deutsche Nationalmannschaft 1954 zum WM-Titel und setzte sich so selbst ein Denkmal. © dpa
Akkribisch notierte Herberger in einem Notizbuch alle Stärken und Schwächen der Gegner bereits lange Zeit vor der Videoanalyse. © getty
Sprüche wie „Der Ball ist rund“ oder „Ein Spiel dauert 90 Minuten“ sind in die Fußballgeschichte eingegangen. Herberger leitete vom 1936 bis 1964 die Nationalmannschaft. © getty
Ein schweres Erbe trat Helmut Schön an, doch der „Lange“, wie ihn die Medien nannten, wiederlegte seine Kritiker. Gleich bei seiner ersten WM kehrte er aus England mit Silber zurück. In Deutschland wurde die Nationalmannschaft, nach dem verlorenen Finale (Stichwort: Wembley-Tor) wie ein Sieger gefeiert. © dpa
1972 holte er die Europameisterschaft und zwei Jahre später führte er Deutschland zum zweiten WM-Titel. Während des Turniers wäre es beinahe zum Eklat gekommen. Als Spieler eine fünfstellige Siegprämie forderten, drohte Idealist Schön damit, vorzeitig abzureisen. © dpa
Was für Helmut Schön so erfolgreich begann, endete unschön. Nach dem Schmach von Cordoba - Deutschland verlor 1978 bei der WM gegen Österreich - war wenige Monate später seine Karriere bei der Nationalmannschaft zu Ende. © dpa
Unter Jupp Derwall (hier mit Berti Vogts) kam die Nationalmannschaft nach kurzer Durststrecke unter Schön wieder auf die Erfolgsspur zurück. © dpa
1980 holte er nach einer weltrekordverdächtigen Serie von weiteren 22 Länderspielen ohne Niederlage die Europameisterschaft. Zwei Jahre später kam es bei der WM jedoch zum Eklat. Die gutmütige Art des Trainers wurden von einigen Stars ausgenutzt. © dpa
Jupp Derwall verstarb am 26. Juni 2007 nach kurzer, schwerer Krankheit im Alter von 80 Jahren. © dpa
Nach Derwall leitete Franz Beckenbauer ab 1984 die Nationalmannschaft. Ohne Trainerausbildung erreichte der „Kaiser“ bei der WM 1986 gleich den zweiten Platz. 1990 folgte der letzte große Erfolg einer Nationalmmanschaft bei einer Weltmeisterschaft. © dpa
„Kaiser“ Franz holte den Titel, doch nach dem großen Erfolg trat Beckenbauer zurück. Auf der Trainerbank sah man ihn noch bei Olympique Marseille und beim FCB. © dpa
Heute ist Beckenbauer aus dem deutschen Fußball nicht mehr wegzudenken. © dpa
Auf Beckenbauer folgte Berti Vogts, der jedoch als Bundestrainer einen schweren Stand hatte. © dpa
Nach dem Ausscheiden im Viertelfinale forderten viele Zeitungen seinen Rücktritt, doch Vogts blieb zäh. Und das zahlte sich aus. 1996 feierte Deutschland den letzten großen Erfolg: 1996 der Europameisterschafts-Triumph durch das "Golden Goal" durch Oliver Bierhoff im Finale von Wembley. © dpa
Trotz erneut heftiger Kritik nach dem frühen Ausscheiden im Viertelfinale der WM 1998 versuchte Vogts den Neuanfang. Nach zwei Testspielen und einem enttäuschenden Trainingslager gab er auf. © dpa
Nachfolger wurde Erich Ribbeck. Mit ihm folgte die dunkelste Zeit in der Ära der Nationalmannschaft. © dpa
Ribbeck, der eigentlich bereits mit dem Amt des Bundestrainers nach Derwalls Rückzug gerechnet hatte, hat bis heute die schlechteste Bilanz als Trainer der Nationalmannschaft. © dpa
Bei der Europameisterschaft 2000 schied die Deutschland bereits in der Vorrunde aus. Ribbeck verlängerte daraufhin seinen Vertrag nicht. © dpa
Mit Rudi Völler kam die Begeisterung für die Nationalmannschaft wieder zurück. © dpa
2002 führte er Deutschland ins WM-Finale, scheiterte dort jedoch knapp gegen Brasilien. Unter ihm feierte die Nationalmannschaft auch den legendären Sieg bei letzten Spiel im Wembley-Stadion gegen England. © dpa
Nach dem Ausscheiden bei der EM 2004 in Portugal gab Völler seinen Rücktritt bekannt. © dpa
Was folgte, war ein Sommermärchen. Jürgen Klinsmann entfachte in Deutschland eine Begeisterung, mit der niemand gerechnet hat. © dpa
Bei der WM 2006 scheiterte Klinsmann erst im Halbfinale gegen Italien. Nach der WM verlängerte Klinsi seinen Vertrag nicht. © dpa
Nach der Nationalmannschaft folgte eine enttäuschende Zeit beim FC Bayern. Dort musste er frühzeitig seine Sachen packen. © dpa
Den Job als Bundestrainer übernahm Klinsmanns Assisten Jogi Löw. © dpa
Als Assisten hat sich Löw Hansi Flick ins Boot geholt. Bei der EM 2008 führte Löw sein Team bis ins Finale. © dpa
Der „Bundes-Jogi“ hat bei der Nationalmannschaft eine fantastische Bilanz: 43 Länderspiele - 31 Siege, 6 Unentschieden, 6 Niederlagen. © dpa

Ex-Weltmeister England konnte bei der WM in Südafrika noch nicht überzeugen, aber Klinsmann traut den Kickern von der Insel eine Steigerung zu. Nach zwei Unentschieden gegen die USA und Algerien wurde erst mit dem 1:0 gegen Slowenien als Gruppen-Zweiter das Achtelfinale gebucht. “Nach diesem Sieg werden sie deutlich mehr Energie und Selbstvertrauen haben“, meinte der Weltmeister von 1990 und warnte: Die DFB-Elf dürfe die Leistung der “Three Lions“ keinesfalls nur an den ersten drei Spielen messen. “Die Gruppenphase zu überstehen ist das eine - aber dann fängt das Turnier an.“

Über einen drohenden Elfmeter-Krimi, zwischen Deutschland und England auch schon ein “Klassiker“, sollte sich die Mannschaft von Bundestrainer Joachim Löw weniger Gedanken machen. “Dieses Thema haben doch eher die Engländer immer wieder hervorgeholt“, meinte Klinsmann. “Wenn du auf der Verlierer-Seite stehst, hast du offensichtlich mehr Stress, das alles zu verdauen.“ Dennoch verfüge England über Spieler, die “wirklich den Unterschied ausmachen können“: Steven Gerrard, Frank Lampard und ganz vorn Wayne Rooney.

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