Wegen Phantomtor

Mourinho wundert sich über Deutschland

+
José Mourinho wundert sich bei der Pressekonferenz über Deutschland.

Düsseldorf - Auch in der Champions League ist das Phantomtor von Stefan Kießling in aller Munde. Chelseas-Starcoach José Mourinho wundert sich über die Debatte in Deutschland.

Startrainer Jose Mourinho kann nicht verstehen, warum in der Bundesliga im Gegensatz zur englischen Premier League noch nicht die Torlinientechnik eingeführt worden ist. „Die Bundesliga ist in einem Land, in dem es keine finanziellen Schwierigkeiten gibt. Da könnte man die Millionen investieren. Ich kann nicht verstehen, warum das noch nicht passiert ist. Wäre es in Portugal oder Griechenland, dann würde ich sagen: 'keine Chance'", sagte Mourinho auf der Pressekonferenz am Düsseldorfer Flughafen vor dem Champions-League-Spiel des FC Chelsea am Dienstag (20.45 Uhr/Sky) bei Schalke 04.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) hatte zuvor aber deutlich gemacht, dass sie ihre Einstellung zur Torlinientechnik auch nach dem Phantom-Tor von Sinsheim nicht grundlegend überdenken werde. "Wir sind in der DFL nicht gegen den technischen Fortschritt, aber wir sprechen hier über ein hochkomplexes System, das möglicherweise noch störanfällig ist. Eine Fehlertoleranzgrenze von drei Zentimetern, die die FIFA derzeit zulässt, ist für uns nicht annehmbar“, sagte Geschäftsführer Andreas Rettig der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und der Bild.

Stefan Kießling hatte am Freitag beim 2:1 von Bayer Leverkusen bei 1899 Hoffenheim den Ball durch ein Loch im Außennetz ins Tor geköpft. Schiedsrichter Felix Brych (München) übersah dies und gab den Treffer, der keiner war.

Schlechter Verlierer: Die Skandale und Eskapaden des José Mourinho

Schlechter Verlierer: Die Skandale und Eskapaden des José Mourinho

sid

Zurück zur Übersicht: Fußball

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser