Kritik an Ronaldo und Co.

Mourinho ätzt gegen Spieler von Real Madrid

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José Mourinho hat mal wieder gelästert. Dieses Mal über die Spieler seines Ex-Klubs Real Madrid.

Madrid - Die einen lieben ihn, andere verabscheuen ihn: Chelsea-Trainer José Mourinho. Jetzt hat der extravagante Portugiese wieder einmal ausgeteilt - gegen seine ehemaligen Schützlinge von Real Madrid.

José Mourinho ist immer für die eine oder andere Polemik gut - was in der untenstehenden Fotostrecke detailliert nachzulesen ist. Zwar ist der 51-Jährige einer der erfolgreichsten Trainer Europas, doch mit seiner provokanten Art macht sich "Mou" bei vielen Fans auch gerne unbeliebt.

Allerdings hat sich Mourinho bislang noch nie negativ über seine Ex-Klubs geäußert: Weder über den FC Porto, den FC Chelsea nach seiner ersten Etappe dort zwischen 2004 und 2007, Inter Mailand noch über Real Madrid war ihm bislang ein böses Wort über die Lippen gehuscht.

Geätzt wird meistens nur gegen andere: So behauptete Mourinho beispielsweise einst über Pep Guardiola, dessen Erfolge mit dem FC Barcelona in der Champions League seien "eine Schande", er (Mourinho) würde sich schämen, auf diese Weise die Königsklasse gewonnen zu haben. Mourinho witterte in den Jahren 2009 und 2011 Verschwörungen seitens der Uefa, die den FC Barcelona zu deren Triumphen verholfen hätten.

Schlechter Verlierer: Die Skandale und Eskapaden des José Mourinho

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Jetzt hat Mourinho seine Taktik offenbar geändert und ledert auch gegen Ex-Klub Real Madrid. Dort war der Coach zwischen 2010 und 2013 angestellt, mehr als eine Meisterschaft und einen Pokalsieg gewann seine Mannschaft in dieser Zeit jedoch nicht. Den bescheidenen Erfolg scheint Mourinho seinen Ex-Spielern noch immer übel zu nehmen. Dem britischen Magazin "Esquire" sagte er in einem Interview über Cristiano Ronaldo und Co.: "Bei Real Madrid standen die Spieler vor den Spielen in der Kabine Schlange vor dem Spiegel, damit sie ihre Frisuren noch überprüfen konnten, bevor es raus auf den Platz ging", lästere Mourinho, der zudem noch zu einer Generalkritik an der heutigen Spielergeneration ausholte: "Früher haben die Spieler versucht, als Fußballer Geld zu verdienen, damit sie am Ende ihrer Karriere einen gewissen Wohlstand erreicht haben. Heutzutage versuchen Berater, die Spieler schon reich zu machen, noch ehe die ihren ersten Profi-Vertrag unterschrieben haben."

Der Star-Trainer will sich aber mit diesen Begebenheiten abfinden, eine andere Wahl habe er gar nicht. "So ist die Gesellschaft heute eben. Ich arbeite mit 20-Jährigen, ich selbst bin 51. Und wenn ich mit ihnen arbeiten möchte, dann muss ich ihre Welt verstehen. Ich kann ja nicht verhindern, dass meine Spieler im Mannschaftsbus, äh, wie heißt das, twittern?! Ich muss mich damit abfinden." Der Portugiese zeigt sich lernwillig und hat selbst schon einen eigenen Blog ins Leben gerufen. Außerdem arbeitet der Portugiese während der WM mit dem Internet-Giganten Yahoo zusammen, für den er als Fußball-Botschafter fungieren wird.

Für die jungen Fußballer erhofft sich Mourinho, dass diese sich Vorbilder bewahren sollten, namentlich nennt der Portugiese seine beiden aktuellen Spieler John Terry und Frank Lampard. "Die beiden sind fanatisch nach Erfolgen, ihre Einstellung ist beispielhaft, und das schon seit vielen Jahren."

wi

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