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Flieger verpasst: Guerrero fehlt beim HSV-Auftakt

Paolo Geurrero leidet unter Flugangst
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Paolo Geurrero leidet unter Flugangst

Hamburg - Der Hamburger SV hat ohne Paolo Guerrero und sieben WM-Fahrer mit der Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Der Stürmer hat wieder Flugprobleme - wenn auch diesmal angeblich anderer Art.

“Paolo hat mich angerufen, er hat das Flugzeug wegen eines Verkehrsunfalls verpasst“, sagte der neue Trainer Armin Veh, der den Peruaner am Montagabend in der Hansestadt erwartete. “Natürlich geht das nicht, er bekommt eine Geldstrafe.“ Bereits im Winter war Guerrero wegen Flugangst zu spät gekommen, dann hatte er wegen des Flaschenwurfs auf einen Fan Ärger, aber trotzdem einen neuen Millionen-Vertrag beim HSV bekommen.

Die kuriosesten Geschichten der Bundesliga-Saison

Die kuriosesten Geschichten der Bundesliga-Saison

 © Getty
GEISTERSCHÜTZEN: Beim 3:5 in Gladbach sorgt Hannover 96 für ein Novum in der Liga. Karim Haggui erzielt gleich zwei Eigentore, sein Mitspieler Constant Djakpa (Foto) trifft ebenfalls ins eigene Netz. Aller schlechten Dinge sind drei. “Eigentlich kann man nur darüber lachen - wenn es nicht so traurig wäre“, sagt der tunesische Nationalspieler Haggui. © Getty
BRILLENDIEB: Beim Spiel des VfB Stuttgart in Mainz rammt Ex- Nationalkeeper Jens Lehmann kurz vor Schluss Aristide Bancé im Strafraum zu Boden und sieht Rot. Durch den fälligen Strafstoß muss der VfB noch das 1:1 hinnehmen. Lehmann flüchtet aus dem Stadion, auf der Suche nach einem Taxi. Einem Fan, der ihn anspricht, reißt er die Brille von der Nase und gibt sie ihm erst auf hartnäckige Nachfrage wieder. © Sky/DSF
FRECHER KERL: Und wieder steht Lehmann (hier beim Schiri-Protest) im Mittelpunkt. Beim Stande von 0:1 in Hannover stürmt der VfB-Keeper auf Balljunge Aron Schulz zu. Der 14-Jährige wirft den Ball über Lehmann hinweg - und bringt ihn damit zur Weißglut: “Unfassbar, hier sind sogar die Balljungen Betrüger.“ Ein paar Monate später die Versöhnung im ZDF-Sportstudio: Der 40 Jahre alte Profi umarmt den Teenager: “Ist doch alles nicht so schlimm.“ © Getty
DER ARME TOR: Früher gab es “Pannen-Olli“ für solche Szenen. André Lenz, Schlussmann des VfL Wolfsburg, sieht in Leverkusen denkbar unglücklich aus. Zuerst rutscht ihm der Ball durch die Hände - 0:1, dann legt er mit einem Eigentor nach - 0:2. Dabei blieb's. Der Stellvertreter von Diego Benaglio entschuldigt sich bei der Mannschaft - und verblüfft mit der Erklärung: Ohne sein Zutun “hätte der VfL hier 2:0 gewonnen“. © Getty
DOPPEL-JOKER: Eintracht Frankfurt hätte Juvhel am liebsten in Gold gefasst. Der 19-jährige Tsoumou mit dem glanzvollen Vornamen ist erst vier Minuten auf dem Platz, als er in der 87. Minute das 1:1 gegen den großen FC Bayern erzielt. 104 Sekunden später trifft in Martin Fenin ebenfalls ein Einwechselspieler zum überraschenden 2:1. “Das war wie in einem Weltmeisterschaftsfinale“, sagt Tsoumou. © Getty
KURZARBEITER: Nach 188 Sekunden war für den Mainzer Mittelfeldstrategen Andreas Ivanschitz die Partie in Nürnberg beendet - Rote Karte. So schnell war noch nie ein Bundesliga-Profi vom Platz geflogen. Der Österreicher hatte versucht, “Club“-Abwehrspieler Javier Pinola in den Allerwertesten zu treten. Manager Christian Heidel machte Ivanschitz für die Niederlage verantwortlich: “Eigentlich müsste er die Reisekosten übernehmen.“ © Getty
WIEDERHOLUNGSTÄTER: Der gerade eingewechselte Hertha-Ersatzkeeper Sascha Burchert kassiert beim 1:3 gegen den HSV zwei fast identische Tore innerhalb von drei Minuten. Zweimal will der 19-Jährige durch Flugkopfbälle retten, dann treffen David Jarolim aus 25 und Zé Roberto aus 40 Metern mit Bogenlampen ins verwaiste Tor. “Ich habe zwei Bälle geklärt. Ich trage an den Toren keine Schuld“, meinte der blamierte Keeper. © Getty
PECHVÖGEL: Für Absteiger Hertha BSC kam's ganz dick in dieser Saison. Unvermögen, unglückliche Gegentore, zweifelhafte Schiedsrichter- Entscheidungen. Gegen den 1. FC Köln haben die Berliner 16:2 Torschüsse - und verlieren 0:1. Sinnbildlich für den Absturz: Raffael trifft innerhalb von sechs Sekunden erst den rechten, dann den linken Torpfosten. © Getty
GESTÜRZTER TRAINER: Bei Bayern Münchens 3:2 in Bremen rennt Siegtorschütze Arjen Robben auf Louis van Gaal zu, der weicht zurück, stolpert und fällt hin. Am Ende liegen beide Niederländer jubelnd am Boden. Großes Gelächter, als die Spieler sich später die Szene im Fernsehen anschauen. Robben: “Das sah sehr komisch aus. Ich glaube, er ist ausgerutscht. Das ist natürlich ein Spaß für die Mannschaft.“ © Getty
CRASH-TEST-DUMMY: Maik Franz von Eintracht Frankfurt gilt als einer der härtesten Knochen im Profigeschäft, der weder sich selbst noch die Gegner schont. Einer war allerdings härter als “Iron Maik“: Im Training prallte der Abwehrspieler gegen einen der “Pappkameraden“, die gerne für Freistoßübungen verwendet werden. Die Folge: eine tiefe Risswunde unter dem linken Knie, die mit vier Stichen genäht werden musste. “Dummer Dummy“, meint Franz. © Getty

“Er hat mich ja immerhin angerufen, das tun einige Südamerikaner nicht. Die stecken dann in Schneeverwehungen und sind verschollen“, sagte Veh und nahm die Verspätung humorvoll. Ohne Neuverpflichtungen startete der Siebte der vergangenen Saison nach 50 Tagen Pause am Hamburger Volkspark. Beim 110-minütige Training der 23 Spieler vor rund 200 Zuschauern mischten einige Nachwuchsakteure mit. Vorrangig suchen die Hamburger einen Abwehrspieler für den zu Manchester City abgewanderten Nationalspieler Jerome Boateng. “Natürlich brauchen wir Neue, ich kann ja nicht mit zwei Innenverteidigern in die Saison gehen“, sagte Veh.

Ob die Bemühungen um Schalkes Rafinha intensiviert werden, wollte der ehemalige Stuttgarter Meistertrainer nicht sagen. Auch Nationalspieler Serdar Tasci steht auf dem Zettel des HSV. “Wichtig ist nicht, dass wir zum Trainingsstart neue Gesichter präsentieren, sondern zum richtigen Zeitpunkt“, betonte der 49-Jährige. Ein konkretes Saisonziel gibt der Ex-Wolfsburger nicht aus. Ob er an Kapitän David Jarolim festhält, ist auch noch ungewiss. “Die Mannschaft wählt den Spielerrat, ich bestimme den Kapitän“, sagte er.

Auch der Aufsichtsratsvorsitzende Horst Becker hatte am Morgen zum Team gesprochen. “Wir erwarten einen Platz in den internationalen Rängen“, sagte Becker. Der HSV hat durch die verpasste Europa-League- Qualifikation erheblich weniger Einnahmen und kann nicht annähernd so viel investieren wie im vergangenen Jahr, als man für 30 Millionen Euro einkaufte und im Winter noch Ruud van Nistelrooy verpflichtete. Über ein in der Mitgliedschaft umstrittenes Investorenmodell des Logistikunternehmers Klaus-Michael Kühne will der HSV nun 15 Millionen Euro beschaffen und den Milliardär im Gegenzug am Weiterverkauf junger Fußball-Profis beteiligen.

dpa

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