Bochum muss weiter zittern

Remis beim Kellerkind: Fürth lässt Punkte liegen

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Dresdens Mickael Pote (l) und Fürths Tim Sparv im Zweikampf um den Ball.

Dresden - Greuther Fürth hat den direkten Aufstiegsplatz in der 2. Bundesliga verteidigt, aber dennoch Punkte liegengelassen. Den VfL Bochum bringt seine eklatante Heimschwäche immer mehr in Bedrängnis.

Die Franken mussten sich am Freitag zwar mit einem 1:1 (0:0) beim Abstiegskandidaten Dynamo Dresden begnügen, wahrten als Tabellenzweiter aber ihren Zwei-Punkte-Vorsprung auf den ärgsten Verfolger SC Paderborn. Die Ostwestfalen retteten zum Auftakt des 26. Spieltages in der Schlussphase immerhin noch ein 1:1 (0:0) bei Union Berlin. Tabellenführer 1. FC Köln muss am Samstag gegen den VfR Aalen ran. Der SV Sandhausen vergrößerte durch einen 1:0 (1:0)-Auswärtssieg die Abstiegssorgen des VfL Bochum wieder ein bisschen.

Nach fünf ungeschlagenen Partien in Serie war Fürth auch als klarer Favorit nach Sachsen gereist, wurde diesen Anforderungen aber vor allem im ersten Abschnitt kaum gerecht. Nur in der Anfangsphase trat das Team von Trainer Frank Kramer wie ein Aufstiegskandidat auf und ließ dann schnell nach. Auf der Gegenseite waren die Dresdner Vincenzo Grifo (19. Minute), Tobias Kempe (23.) und Cheikh Gueye (27.) mit einem Kopfball an die Latte der Führung schon näher. Ein umstrittener und von Nikola Djurdjic cool verwandelter Foulelfmeter (71.) musste zur Fürther Führung herhalten; kurz darauf verwandelte Dresdens Zlatko Dedic (79.) einen ebenso fragwürdigen Strafstoß.

„So, wie wir gespielt haben, haben wir wirklich keine drei Punkte verdient“, grantelte Außenverteidiger Daniel Brosinski. Coach Kramer erkannte ein „schwieriges Spiel“ und lobte die sächsische Aggressivität: „Die Dresdner haben das gut gemacht.“

Gefestigter als Fürth trat Paderborn zunächst an der „Alten Försterei“ in Berlin auf - allerdings nur bis zum Anfang der zweiten Halbzeit. Dann besorgte Sören Brandy (53.) mit seinem Kopfballtreffer die überraschende Union-Führung. Die Paderborner ließen Großchancen von Süleyman Koc (63.) und Johannes Wurtz (67.) aus, erst eine Minute vor Schluss sorgte Uwe Hünemeier noch für den verdienten Ausgleich. „Der war mehr als verdient, wir hatten viele hochkarätige Chancen auf unserer Seite“, erkannte Gäste-Trainer André Breitenreiter.

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Das früheste Tor am Freitag fiel in Bochum, aber nicht für den abstiegsbedrohten VfL. Sandhausens Manuel Stiefler (7.) schockte die Gastgeber schon in der Anfangsphase. Beim 1:0 blieb es bis zum Schluss, obwohl VfL-Trainer Peter Neururer vorher noch vollmundig angekündigt hatte, „einen Sieg zu erwarten“. In der Tabelle haben die Bochumer dennoch einen halbwegs beruhigenden Vorsprung von fünf Punkten auf einen direkten Abstiegsplatz.

dpa

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