Freiburg: Über Fairplay-Wertung nach Europa?

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Robin Dutt ist in der neuen Saison auf jeden Fall international dabei - er geht zu Bayer Leverkusen

Freiburg - Möglicherweise gelangt der SC Freiburg über die Hintertür “Fairplay-Wertung“ der Europäischen Fußball-Union (UEFA) doch noch auf die internationale Bühne.

“Ich habe mich mit der Situation auseinandergesetzt“, sagte Trainer Robin Dutt am Donnerstag. “Es muss wahnsinnig viel zusammen kommen, um überhaupt die theoretische Chance zu haben“, erklärte der 46-Jährige, der mit den Breisgauern derzeit auf Platz sieben steht und nach Stand der Dinge erster Anwärter auf einen zusätzlichen Startplatz in der Europa League wäre.


Hinter Borussia Dortmund und Bayern München, die ohnehin international spielen werden, liegt Freiburg momentan auf Rang drei der bundesligainternen Fairplay-Rangliste. Diese beruht auf der Verteilung Gelber, Gelb-Roter und Roter Karten. Auch das Verhalten der Fans und Vereinsverantwortlichen spielt eine Rolle.

Sollte der Deutsche Fußball-Bund (DFB) nach der UEFA-Auswertung der Club- und Nationalmannschaftsspiele auf europäischer Ebene unter den drei fairsten Nationen eingestuft werden, könnte Freiburg den Zuschlag erhalten. Die Veröffentlichung der neuen UEFA-Rangliste, in der Deutschland zuletzt als Fünfter geführt wurde, wird für Mitte Mai erwartet. Auf eine Europa-League-Teilnahme über die Fairplay-Wertung werde man nicht bewusst hinsteuern, versicherte Dutt.


Das wäre letztlich absurd, denn es würde nicht zuletzt diesen Gedanken konterkarieren: “Es wäre doch gegen das Fairplay, wenn wir uns jetzt zum Beispiel bewusst aus den Zweikämpfen raushalten oder weniger Emotionen zeigen. Dann verlieren wir, jemand anders muss vielleicht absteigen und wir hätten das Fairplay mit Füßen getreten“, sagte der SC-Coach und kündigte an: “Wir waren in allen vier Jahren in meiner Freiburger Zeit in der Fairplay-Wertung immer vorne dabei. Da haben wir einen gewissen Charakter in der Mannschaft, und jetzt treten wir einfach weiter auf wie bisher.“ Für die Spielzeiten 1995/96 und 2001/02 hatte sich Freiburg sportlich für den UEFA-Cup qualifiziert.

dpa

"Ein Rätsel, wie Schalke so weit kommen konnte": Die Pressestimmen

Die englischen Medien sind mit Fußball-Bundesligist Schalke 04 nach dem schwachen Auftritt im Halbfinal-Rückspiel der Champions League bei Manchester United (1: 4) hart ins Gericht gegangen. © Getty
„Nach den beiden schlimmen Auftritten gegen ManU ist es eines der großen Rätsel des Fußballs, wie Schalke so weit kommen konnte, geschweige denn, wie Inter Mailand gegen Schalke im Viertelfinale sieben Tore bekommen konnte“, schrieb die Daily Mail. © Getty
Auch der Daily Mirror geißelte die enttäuschende Leistung der Königsblauen gegen Manchesters zweite Garnitur: „Man stelle sich nur vor, was Manchesters erste Elf mit Schalke gemacht hätte.“ - Pressestimmen aus England und Spanien zum Halbfinal-Rückspiel der Champions League zwischen Manchester United und Schalke 04 im Einzelnen: © Getty
ENGLAND: Daily Mail: „Ferguson veränderte seine Mannschaft im Vergleich zum Hinspiel auf neun Positionen, aber bot immer noch ein Team auf, das einer bizarr durchschnittlichen Schalker Mannschaft niemals eine Chance ließ. Nach den beiden schlimmen Auftritten gegen ManU ist es eines der großen Rätsel des Fußballs, wie Schalke so weit kommen konnte, geschweige denn, wie Inter Mailand gegen Schalke im Viertelfinale sieben Tore bekommen konnte.“ © Getty
Daily Mirror: „Man stelle sich nur vor, was Manchesters erste Elf mit Schalke gemacht hätte. Es gab keine Spannung, niemals, und - um die Wahrheit zu sagen - nicht einen einzigen Moment des Zweifels an Uniteds Erfolg.“ © Getty
Daily Star: „Neuer wirkte besonders beim zweiten Tor für Manchester wie ein ganz anderer Torwart als der beeindruckende Schlussmann der Schalker im Hinspiel.“ © Getty
SPANIEN: Marca: „Spaziergang von Manu bei Rauls Abschied aus der Champions League. Schalke hat trotz der Qualitätsunterschiede alles versucht. Die Deutschen waren trotzdem die große Überraschung im Halbfinale.“ © Getty
AS: „Manchester United bekräftigte mit dem 4:1-Sieg seinen Einzug ins Finale. Schalke stand auf verlorenem Posten, obwohl es auf ein mutiges 4-3-3-System gesetzt hatte.“ © Getty
El Mundo Deportivo: „Manchester gab Rauls Schalke keine Chance. Rangnick setzte auf der vergeblichen Suche nach dem Wunder auf seine drei Spanier. Er vertraute auf der linken Seite dem Tempo von Escudero, den Spielmacherqualitäten von Jurado und der Fantasie von Raul.“ © Getty
El Pais: „Manchester United gewinnt immer. Es interessiert nicht die Methode, sondern das Resultat. Schalke hielt das Duell offen. Viel Qualität brachte Escudero auf der linken Seite und die effiziente Ballführung des Bubis Draxler.“ © Getty
ITALIEN: La Gazzetta dello Sport: “Was für eine Show, ManU überrollt und zerstört Schalke. Super-United steht zum dritten Mal in vier Jahren im Finale. Das Endspiel Manchester gegen Barcelona ist das Beste, was der Fußball zu bieten hat.“ © AP
Tuttosport: “Manchester stürmt ins Finale gegen Barcelona. Schalke wurde einfach überrollt.“ © AP
Corriere dello Sport: “Jetzt kommt das große Finale: Manchester gegen Barcelona. Die Red Devils ließen Schalke keine Chance. Manchesters Triumph war nie in Gefahr.“ © AP
Il Tirreno: “Der Kannibale Manchester überrollt Schalke und wartet jetzt auf Barcelona.“ © AP

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