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Infantino setzt Ultimatum

Frauen-Diskriminierung: Iran droht WM-Ausschluss

Gianni Infantino verlangt vom Iran mehr Gleichberechtigung.
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Gianni Infantino verlangt vom Iran mehr Gleichberechtigung.

Frauen dürfen im Iran immer noch keine Fußballstadien besuchen. FIFA-Präsident Infantino fordert eine Verbesserung, sonst droht der WM-Ausschluss.

Zürich/Teheran - FIFA-Präsident Gianni Infantino hat dem iranischen Fußball-Verband eine Frist bis zum 15. Juli gesetzt, Frauen künftig den Stadion-Besuch zu erlauben. In einem Brief an den iranischen Verbandschef Mehdi Taj forderte Infantino diesen auf, entsprechende Maßnahmen seitens der Fußball-Behörden, aber auch der staatlichen Autoritäten vor der für den Iran im September beginnenden Qualifikation zur WM 2022 zuzusichern.

„Ich möchte noch einmal betonen, dass es wirklich unerlässlich ist, dass wir hier Fortschritte machen und dass wir diese zusammen machen“, heißt es in dem Infantino-Brief vom vergangenen Dienstag, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Am 6. Juni war Frauen beim Testspiel zwischen dem Iran und Syrien der Zutritt zum Stadion verwehrt worden, mehreren Frauen sollen von Sicherheitskräften aus der Arena abgeführt worden sein. Im Vorjahr hatte Infantino den Iran besucht. Beim Finale der asiatischen Champions League war damals Frauen erstmals seit 40 Jahren der Zutritt zum Stadion gestattet worden.

Da die Gleichbehandlung von Männern und Frauen in den FIFA-Statuten klar geregelt ist, könnte die FIFA den Iran sanktionieren, bis hin zu einem Ausschluss, der eine WM-Teilnahme unmöglich machen würde.

dpa

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