Hitzfeld schwärmt

"Weltklasse im gesamten Bayern-Kader"

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Ottmar Hitzfeld.

Köln - Ottmar Hitzfeld wünscht sich mit seinen Schweizern bei der WM ein Duell mit Deutschland. Auch zu seinen Ex-Klubs Bayern und Dortmund hat er sich geäußert.

Die WM 2014 wird Ottmar Hitzfelds letzter Auftritt auf der großen Fußball-Bühne. Der Schweizer Nationaltrainer würde in Brasilien zu gerne auf Deutschland treffen.

Ottmar Hitzfeld tickt noch immer etwas anders als die übrigen Fußball-Nationaltrainer. Wollen seine Kollegen bei der Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien möglichst spät auf den Mitfavoriten Deutschland treffen, freut sich der 64-Jährige sogar auf ein mögliches Duell im Viertelfinale: „Das ist ja auch ein Highlight für mich, nochmal gegen Deutschland spielen zu können“, sagte Hitzfeld im Interview mit dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Schließlich ist für Hitzfeld nach der Endrunde Schluss als Coach der „Nati“. „Man muss auch an die Gesundheit denken, an die Familie. Meine Frau und mein Sohn haben immer mitgelitten und dann auch weniger Stress“, sagte er. Dem Fußball wird der Sky-Experte trotzdem „in einer anderen Art und Weise“ verbunden bleiben.

Dem Wunsch-Gegner Deutschland und Bundestrainer Joachim Löw traut er viel zu: „Ich bin überzeugt, dass in den nächsten Jahren mit Jogi Löw ein Titel geholt wird.“ Auch wenn es in Südamerika traditionell schwierig wird, noch nie hat auf dem Kontinent eine auswärtige Mannschaft gewonnen. Das weiß auch Hitzfeld. „Aufgrund der klimatischen Bedingungen haben die südamerikanischen Mannschaften da einen Vorteil.“

Für seinen Kollegen und badischen Landsmann Löw hat der siebenfache Meistertrainer nur Lob übrig: „Er macht aus meiner Sicht einen guten Job. Er hat das Offensivspiel forciert und eine super Bilanz.“ Rückschläge gebe es immer, „das hat jede Mannschaft“. Für seine Schweiz sind die Erwartungen deutlich geringer. „Es ist immer schon eine großartige Leistung, sich überhaupt für die WM zu qualifizieren.“

Dass die Eidgenossen dabei als Gruppenkopf gesetzt sind, hat Hitzfeld zwar „erstaunt“ - verdient sei es aber auch: „Es zählt nicht die Vergangenheit, sondern der Ist-Zustand - und vor dem letzten Spiel in Südkorea waren wir 14 Spiele ungeschlagen.“ Und überhaupt: „Italien und Frankreich haben es ja selbst verspielt.“

Die besonderen brasilianischen Verhältnisse will Hitzfeld mit der richtigen Vorbereitung entschärfen. „Wir haben drei Spiele im Norden und werden darum da auch unser Quartier aufschlagen. Man muss sich auch in der Vorbeitung damit beschäftigen und frühzeitig anreisen, wir werden neun Tage vorher da sein“, sagte er.

Was Hitzfeld über Bayern und den BVB sagt

Natürlich verfolgt Hitzfeld seine Ex-Vereine Bayern München und Borussia Dortmund ganz genau. Mit beiden wurde er Meister und Champions-League-Sieger - und beiden traut er viel zu. Die Münchner könnten sogar als erstes Team den Titel in der Königsklasse verteidigen: „Die Chancen waren noch nie so hoch wie jetzt. Die Bayern haben nicht nur Weltklassespieler in der ersten Elf, sondern im gesamten Kader.“

Ganz besonders viel hält Hitzfeld von Franck Ribéry. „Er hat es aufgrund der gewonnenen Titel absolut verdient, Weltfußballer zu werden. Ribery ist ja schon ein Synonym für Bayern München, unglaublich stark, mannschaftsdienlich, vorbildlich auf und neben dem Platz.“

Dortmund wird sich seiner Meinung nach nicht nur als zweite Kraft in der Bundesliga etablieren, sondern gemeinsam mit den Bayern auch die Spanier ablösen: „Rückschläge wie gerade sind normal, gerade bei so vielen Ausfällen.“

sid

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