Nach Medienberichten

Das sagt Toni Kroos zum Real-Gerücht

Toni Kroos
+
Toni Kroos bei der Pressekonferenz am Donnerstag.

Rio de Janeiro - Eine spanische Zeitung hat am Donnerstag berichtet, der Wechsel von Toni Kroos zu Real Madrid sei perfekt. Nun hat sich der Bayern-Star selbst zu dem Gerücht geäußert.

Die Anzeichen für einen Wechsel von Toni Kroos zu Real Madrid verdichten sich, doch noch will der Bayern-Profi den spektakulären Transfer nicht bestätigen. „Es ist nichts entschieden. Und während der WM wird auch nichts passieren“, sagte der Mittelfeldspieler des deutschen Fußball-Rekordmeisters einen Tag vor dem WM-Viertelfinale der DFB-Auswahl gegen Frankreich im legendären Maracanã von Rio de Janeiro.


Allerdings schloss Kroos den am Donnerstag von der spanischen Sportzeitung Marca bereits als perfekt gemeldeten Wechsel zum Champions-League-Sieger um Superstar Cristiano Ronaldo nicht aus. „Ich konzentriere mich jetzt zu 100 Prozent auf die WM. Sobald die vorbei ist, wird eine Entscheidung gefällt und auch bekanntgegeben.“

Marca hatte gemeldet, dass sich die Bayern mit den Königlichen auf einen Transfer geeinigt hätten. Demnach wird der Mittelfeldspieler die Bayern in diesem Sommer für eine Ablösesumme von 25 Millionen Euro verlassen. „¡Hecho!“, titelte die Zeitung am in großen Lettern - zu Deutsch: „Endlich geschafft!“ „Ich kann nicht bestätigen, dass irgendetwas perfekt ist“, sagte Kroos.


Die Bayern gaben zu den Spekulationen keinen Kommentar ab. Dafür äußerte sich Bundestrainer Joachim Löw in der Pressekonferenz vor dem Frankreich-Spiel zu der heiß diskutierten Personalie. „Die Meldung ist nicht richtig, dass etwas unterschrieben ist. Toni ist in der Sache außen vor und hat keinen persönlichen Kontakt zum Verein“, erklärte Löw. Aber auch er kündigte für die Zeit nach der WM eine Entscheidung an.

Schon zu Wochenbeginn hatte die in Madrid erscheinende Marca - so etwas wie das Hausblatt von Real - vermeldet, der deutsche und der spanische Rekordmeister befänden sich in finalen Verhandlungen über einen Wechsel des 24-Jährigen. Kroos hat als einziger Stammspieler der Münchner keinen längerfristigen Vertrag an der Isar. Sein Kontrakt beim Doublesieger läuft im Juni 2015 aus - dann könnte er den Bundesliga-Primus ablösefrei verlassen.

Bei den „Galaktischen“ von Trainer Carlo Ancelotti soll Kroos nach Marca-Angaben einen Fünfjahresvertrag bis 2019 und ein Gehalt von fünf Millionen Euro netto pro Saison erhalten. Das Geld hätte aber nicht den Ausschlag für Real gegeben, behauptete die Zeitung. Der angeblich ebenfalls interessierte FC Chelsea habe Kroos nämlich sogar acht Millionen Euro pro Spielzeit angeboten, hieß es. Zuletzt waren auch Manchester United mit Ex-Bayern-Coach Louis van Gaal und der FC Barcelona als Interessenten für Kroos gehandelt worden.

Nun soll aber Real das Rennen um den gebürtigen Greifswalder gemacht haben, der an diesem Freitag (18.00 Uhr MESZ/ARD) in Rio de Janeiro mit der deutschen Nationalmannschaft im WM-Viertelfinale gegen Frankreich spielt.

Die teuersten Transfers der Bundesliga-Geschichte

Geld regiert die Welt - und auch die Transfergeschäfte im Fußball. Klicken Sie sich durch die Rangliste der teuersten Bundesliga-Transfers (die Ablösesummen beruhen teilweise auf Schätzungen). © picture alliance / dpa
Shinji Kagawa: Der Japaner kam 2010 für 350.000 € zu Borussia Dortmund und wechselte nach zwei erfolgreichen Jahren für 16 Millionen € im Sommer 2012 zu Manchester United. © picture alliance / dpa
Luiz Gustavo: 16 Millionen € ließen sich die Wolfsburgern den Brasilianer, der beim FC Bayern kaum mehr zum Zug kam, im August 2013 kosten. © picture alliance / dpa
Evanilson (r.): Der Rechtsverteidiger wechselte im Zuge des komplizierten Amoroso-Deals zum FC Parma. Rund 17 Millionen Euro war er den Italienern wert. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Luiz Gustavo: Wurde im Januar 2011 ohne das Wissen Ralf Rangnicks für 17 Millionen € nach München verkauft, Rangnick und Hoffenheim trennten sich kurz darauf. © picture alliance / dpa
Marco Reus: Als Borussia Dortmund im Januar 2012 den Wechsel von Marco Reus zur neuen Saison bekannt gab, hatten die Schwarz-Gelben das Tauziehen gegen den FC Bayern für sich entschieden und profitierten von Reus Ausstiegsklausel. 17,1 Millionen € erhielt Borussia Mönchengladbach. © picture alliance / dpa
Mesut Özil: Für 18 Millionen € wechselte Mesut Özil 2010 zu Real Madrid und erwies sich als richtiger Volltreffer für die Königlichen. © picture alliance / dpa
Nigel de Jong: 19 Millionen € spülte der Verkauf des Holländers an Manchester City im Januar 2009 in die Kassen des Hamburger Sportvereins; bis heute die höchste Ablöse, die der HSV je für einen Spieler bekommen hat. © picture-alliance/ dpa
Roy Makaay: Mit 19,7 Millionen € Ablöse war Roy Makaay 2003 der damalige Rekordeinkauf des FC Bayern. © picture alliance / dpa
Carlos Eduardo: Verließ die TSG Hoffenheim im Sommer 2010 für 20 Millionen € in Richtung Russland zu Rubin Kasan. © picture alliance / dpa
Emerson (l.): Wurde im Sommer 2000 vom AS Rom für umgerechnet 20 Millionen € von Bayer 04 Leverkusen losgeeist. © picture-alliance / dpa
Andre Schürrle (r.): 22 Millionen € mussten die "Blues" 2013 an Bayer 04 Leverkusen überweisen, um sich die Dienste des deutschen Nationalspielers zu sichern. © picture alliance / dpa
Kevin de Bruyne (Mitte): Mit dem jungen Belgier rüstet der VfL Wolsburg weiter auf. 22 Millionen € bezahlten die Wölfe im Januar 2014 für den belgischen Nationalspieler. © picture alliance / dpa
Manuel Neuer: Der Torwart wechselte 2011 unter lautstarken Protest vieler Bayernfans für 22 Mio € vom FC Schalke 04 an die Säbener Straße. © picture alliance / dpa
Arjen Robben: Der niederländische Flügelspieler wechselte 2009 für 24 Mio € von Real Madrid zu den Bayern. © picture alliance / dpa
Marcio Amoroso: Borussia Dortmund kaufte den Stürmer 2001 für 25 Mio € vom FC Parma. © picture-alliance / dpa/dpaweb
Owen Hargreaves (l.): Der ehemalige Münchner wechselte 2007 für eine Ablösesumme von 25 Mio € zu seinem Lieblingsclub Manchester United. © picture-alliance/ dpa
Thiago Alcantara (l.): Der Spanier folgte seinem Ex-Trainer Pep Guardiola 2013 für 25 Mio € von Barcelona an die Isar. © picture alliance / dpa
Franck Ribery: Der Flügelflitzer kam 2007 für 25 Mio € von Olympique Marseille zum FC Bayern. © picture alliance / dpa
Diego: Der offensive Mittelfeldspieler wechselte 2009 für 27 Mio € von der Bremer Weser nach Italien zu Juventus Turin. © picture-alliance/ dpa
Henrich Mchitarjan (r.): Der Götze-Ersatz kam 2013 von Schachtjor Donezk zum Championsleague-Finalisten Borussia Dortmund.  © picture alliance / dpa
Mario Gomez: Der Nationalstürmer kam 2009 für die damalige Rekordsumme von 30 Mio € vom VfB Stuttgart nach München. © picture alliance / dpa
Edin Dzeko: Der ehemalige Wolfsburger verließ den Werksclub 2010 und wechselte für 37 Mio. € zu Manchester City. © picture alliance / dpa
Mario Götze: Kaum ein Wechsel schlug derart hohe Wellen in den letzten Jahren als der Transfer vom Dortmunder Youngster zu den Bayern. 37 Millionen € überwies der FC Bayern nach Dortmund. © picture alliance / dpa
Javier Martinez: Der Baske ist der bis dato teuerste Transfer in der Bundesligahistorie. Bayern München überwies 40 Millionen € an seinen Heimatclub Athletic Bilbao.  © picture alliance / dpa
Toni Kroos
Toni Kroos: Der gebürtige Greifswalder wechselte nach dem WM-Sieg mit Deutschland im Juli 2014 vom FC Bayern zu Real Madrid. Angeblich 30 Millionen Euro soll der Transfer den Königlichen wert gewesen sein. © dpa

Kroos untermauerte zuvor noch einmal, dass während des Turniers in Brasilien definitiv kein Deal zustande kommen könne, weil sich der Spielmacher ganz auf den Kampf um die WM-Krone konzentrieren wolle. Im Gegensatz zu Vereinskollegen wie Arjen Robben, Thomas Müller und Philipp Lahm hatte er sich mit dem FC Bayern vor der Abreise nach Südamerika nicht auf einen neuen Kontrakt einigen können.

dpa

Kommentare