Krise beim FC Bayern

Nach Trennung von Niko Kovac: Das sagt Karl-Heinz Rummenigge

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München - Nun also doch. Der FC Bayern München hat sich von seinem Trainer Niko Kovac getrennt. Dies bestätigte der Verein in einer Stellungnahme.

Update, 4. November, 6.55 Uhr:

Der FC Bayern München hat am vergangenen Sonntagabend, 2. November, die Trennung von seinem Trainer Niko Kovac bestätigt. 

"Die Leistungen unserer Mannschaft in den vergangenen Wochen und auch die Resultate haben uns gezeigt, dass Handlungsbedarf bestand. Uli Hoeneß, Hasan Salihamidžić und ich haben mit Niko auf dieser Grundlage am heutigen Sonntag ein offenes und seriöses Gespräch geführt mit dem einvernehmlichen Ergebnis, dass Niko nicht mehr Trainer des FC Bayern ist", so Vorstandsvorsitzender Karl-Heinz Rummenigge. Man bedauere diese Entwicklung. Der Verein unterstrich in seiner Stellungnahme die einvernehmliche Trennung.

Niko Kovac über seinen Rücktritt: "Ich denke, dass dies zum jetzigen Zeitpunkt die richtige Entscheidung für den Klub ist. Die Ergebnisse und auch die Art und Weise, wie wir zuletzt gespielt haben, haben mich zu diesem Entschluss kommen lassen." Mit dem FC Bayern holte Kovac die deutsche Meisterschaft, den DFB-Pokal sowie den Supercup. Über seine Nachfolge wird bereits heftig debattiert. Nach Informationen von Sky Sport ist der Niederländer Erik ten Hag ein heiß gehandelter Kandidat für den vakanten Cheftrainerposten and der Säbener Straße.

Ten Hag ist kein Unbekannter. Er hatte in den Jahren 2013 bis 2015 die zweite Mannschaft des FC Bayern trainiert. Sollte der FC Bayern auf ihn zukommen, "dann schließe ich nichts aus", sagte ten Hag in der vergangene Woche gegenüber dem Fußballmagazin kicker.

Erstmeldung:

Nach der Blamage in Frankfurt und der höchsten Bundesliganiederlage seit über zehn Jahren ziehen die Verantwortlichen des FC Bayern nun also doch die Konsequenzen. Laut bild.de und dem Privatsender Sky hat sich der Rekordmeister mit sofortiger Wrikung von Coach Niko Kovac getrennt. Am Samstag hatten die Bosse Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge das Frankfurter Stadion noch genauso wortlos wie Sportdirektor Hasan Salihamidzic verlassen.

Am Sonntagvormittag leitete der Kroate noch das Training der Reservisten - es sollte seine letzte Amtshandlung sein. 

Nach dem 1:5 bei seinem Ex-Verein Eintracht Frankfurt gab sich Niko Kovac noch kämpferisch. "Ich habe im letzten Jahr nicht aufgegeben und werde auch jetzt nicht aufgeben", sagte er. Er wusste aber auch: "Ich gehe sehr enttäuscht und sehr traurig in den Bus. Ich weiß auch, wie das alles läuft in unserem Geschäft.“

Experten gingen davon aus, dass Kovac noch zwei Endspiele am Mittwoch gegen Olympiakos Piräus und am kommenden Wochenende gegen Dortmund haben würde. 

Laut Sky-Informationen übernehmen voerst Co-Trainer Hansi Flick und B-Jugendtrainer Miroslav Klose das Ruder. 

Unterstützer Hoeneß und Double-Erfolg

Kovac hatte den Trainerposten bei den Bayern im Sommer 2018 übernommen. Der frühere Bayern-Profi kam als Pokalsieger von Eintracht Frankfurt nach München. Die ersten Monate waren für den ehemaligen kroatischen Nationalspieler und Trainer allerdings schwer. Auch im ersten Herbst als Bayern-Trainer musste er schon um seinen Job bangen. Zu defensiv denke der einstige Profi, so der wiederkehrende Vorwurf.

Besonders dank der Unterstützung des in zwei Wochen aus dem Amt scheidenden Bayern-Präsidenten Uli Hoeneß durfte er allerdings bleiben. In der Rückrunde machten die Münchner den Rückstand auf Borussia Dortmund wett und holten sich den siebten Meistertitel in Serie. Im Pokalfinale wurde mit einem 3:0 gegen RB Leipzig das Double perfekt gemacht. Als Makel blieb allerdings das Aus im Achtelfinale der Königsklasse gegen den FC Liverpool (0:0, 1:3).

Herbstkrise kostet Kovac den Job

Ruhe hatte Kovac aber auch in seinem zweiten Jahr als Bayern-Trainer nie. Zum Bundesliga-Auftakt gab es nur ein 2:2 gegen Hertha BSC. Glanzpunkt war das 7:2 beim Champions-League-Finalisten Tottenham Hotspur Anfang Oktober. Dann ging es sportlich aber bergab. Es folgten eine Niederlage gegen Hoffenheim, ein Remis in Augsburg sowie glanzlose Erfolge über Piräus, Union Berlin und den VfL Bochum.

Kovac leistete sich zudem mehrere unglückliche Aussagen, wie zur Reservistenrolle von Thomas Müller, der höheren Geschwindigkeit im Liverpool-Spiel oder zu den Frankfurter Fans, die er zu den besten der Liga erklärte - das alles kam in München überhaupt nicht gut an.

mz/ma/dpa

Quelle: rosenheim24.de

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