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Kritik der spanischen Medien

„Er hatte nicht den Mut, das zu sagen“: Pressestimmen zum Wechsel von Lucas Hernandez

Lucas Hernandez und Thomas Müller.
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Lucas Hernandez (hier gegen Thomas Müller).

Atletico Madrid hat Lucas Hernandez für 80 Millionen zum FC Bayern verkauft. Das sagt die spanische Presse zum Transfer des Verteidigers.

Madrid - Nach dem Transfer von Fußball-Weltmeister Lucas Hernández von Atlético Madrid zum FC Bayern München berichten die spanischen Medien wie folgt:

„Marca“: „In sportlicher Hinsicht verliert Atlético ein Stück aus seiner Mitte (und einen großartigen Spieler). Aber vor allem einen Spieler, der dazu bestimmt war, gemeinsam mit Giménez die rot-weiße Verteidigung anzuführen.“

„El Mundo“: „Lucas ging im Januar, obwohl er bis heute nicht den Mut hatte, das zu sagen. Er ging in dem Moment, in dem er entschied, Bayerns Angebot anzunehmen und in der Winter-Transferphase kampflos von Bord zu gehen. (....) Ein millionenschwerer Plan Atléticos hat es nicht geschafft, Lucas umzustimmen. Bayern zahlt die 80-Millionen-Klausel und er wird damit zum teuersten Verteidiger der Geschichte - und zum besten Verkauf von Atlético.“

„AS“: „Lucas hat seine Karten ausgespielt und er wettet auf die Bayern.“

„El País“: „Bayern schnappt sich Lucas Hernández und schickt ihn in den Operationssaal.“

„La Vanguardia“: „Atlético bleibt ohne einen seiner wichtigsten Verteidiger zurück. (...) Atlético steckt in der schwersten sportlichen Krise, seit Diego Simeone das Team leitet.“

Deutschland:

„Süddeutsche.de“: „Mit seinen 80 Millionen Ablöse ist der Franzose von Atletico Madrid der mit Abstand kostspieligste Zugang in der Münchner Vereinsgeschichte. Mit dem derzeit verletzten 23-Jährigen bekommen die Bayern einen resoluten Abwehrspieler, der innen oder links spielen kann. Gleichzeitig ist Hernández wohl nur der Auftakt für eine enorme Shopping-Tour des Rekordmeisters.“

„FAZ.net“: „Was diese Transfers für die unlängst aus der Nationalmannschaft ausgebooteten Bayern-Verteidiger Mats Hummels und Jerome Boateng bedeuten könnte, liegt auf der Hand. Der deutsche Fußball-Rekordmeister treibt den Kaderumbruch voran, wie es auch Joachim Löw bei der deutschen Nationalmannschaft anstrebt.“

„kicker.de“: „Doch die Bayern, berichtet das in Madrid ansässige Blatt weiter, sollen Hernandez, der nach kicker-Informationen gerne wechseln wollte, vom eigenen "sportlichen Projekt" überzeugt haben: In München soll der Weltmeister, der bei der WM in Russland in jedem Spiel zu Frankreichs Startelf zählte und im Finale als Vorbereiter glänzte, gemeinsam mit Nationalmannschafts-Kollege Benjamin Pavard (22) der Anführer einer verjüngten Defensive werden.“

„Bild.de“: „Als kleines Kind kommt Lucas nach Madrid. Weil seine Mutter später alleinerziehend nicht genug Geld hatte, unterstützte der Vorstadt-Klub Rayo Majadahonda die beiden Brüder, damit sie am Training teilnehmen können. Hernandez, dessen Vater auch spanische Wurzeln hat, spricht besser spanisch als französisch. Sein zu Hause war bisher Madrid.“

dpa

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