Dr. Müller-Wohlfahrt zu Gast bei Lanz

"Pep überschätzt sich" - FCB-Doc rechnet mit Guardiola ab

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Hamburg - Am Mittwochabend durfte Markus Lanz einen ganz besonderen Gast in seiner ZDF-Talk-Show begrüßen. Der wohl bekannteste und erfolgreichste deutsche Arzt, Dr. Müller-Wohlfahrt, nahm auf einem seiner Stühle platz. "Mull" sprach über seine Karriere, die Beziehungen zu Usain Bolt und Boris Becker, aber vor allem über sein Verhältnis zu Pep Guardiola. 

Knapp vier Jahrzehnte begleitete der 75-Jährige den FC Bayern als Mannschaftsarzt und feierte unzählige Erfolge. Nach einem  Zerwürfnis mit dem damaligen Chefcoach Pep Guardiola beendete Müller-Wohlfahrt 2015 abrupt die Zusammenarbeit mit dem Rekordmeister. 

Auslöser hierfür war die 1:3-Niederlage des FC Bayern am 15. April 2015 im Viertelfinale der Champions League beim FC Porto. "Was in der Kabine passiert ist, über das will ich nicht sprechen - er hat ein Tabu gebrochen", erklärte Müller-Wohlfahrt auf Nachfrage von Lanz. Es sei zu einer lautstarken Auseinandersetzung gekommen, sowas habe er vorher noch nie erlebt." Es war gegen mich gerichtet", betonte "Mull". 

Guardiola verstößt gegen goldene Regel

Er habe eine Regel gebrochen - nach einer noch so bitteren Niederlage in der Kabine nach Schuldigen zu suchen. "In der Kabine dürfen keine Streitigkeiten ausgeübt werden, das ist ein No-Go!", ergänzte Müller-Wohlfahrt. Er habe nur zugehört und für sich beschlossen, aufzuhören. "Ich musste um meiner Ehre und meinem Namen Willen aufhören." Dennoch glaubt der Arzt, dass Uli Hoeneß, der zu diesem Zeitpunkt seine Haftstrafe absaß, einen Bruch verhindern hätte können. 

Die Beziehung zwischen ihm und Pep Guardiola habe nach nur drei Tagen begonnen zu bröckeln. Obwohl er ein großer Fan von Pep gewesen sei, habe sich sein Eindruck vom Spaniern nach nur wenigen Gesprächen drastisch verändert. Bereits im Trainingslager am Gardasee sei es zu einem ersten Bruch gekommen. 

"Ich darf mir nicht anmaßen, darüber zu urteilen, ob er ein guter Fußballtrainer ist, ich glaube ja, aber das Medizinische wurde von ihm vollkommen vernachlässigt", erklärte der 75-Jährige weiter. 

Ist Pep die Gesundheit der Spieler egal?

Guardiola sei es immer nur wichtig, dass die Spieler schmerzfrei sind, die "Gesundung" sei ihm völlig egal. "Ich hatte Rückhalt im Verein, ich hatte Rückhalt von der Mannschaft, ich war ihm zu groß. Er aber wollte mich zum Befehlsempfänger machen". Laut Dr. Müller-Wohlfahrt sei Pep eine unsichere Persönlichkeit, die sich komplett überschätze.

Auf die Frage nach seinen Top drei der Bayern-Trainer, die er erlebt habe, nannte Müller-Wohlfahrt Dettmar Cramer, Ottmar Hitzfeld und Jupp Heynckes. Und Pep Guardiola? „Abgeschlagen“, so der Kommentar des Arztes

Nachdem sich Karl-Heinz Rummenigge bei ihm entschuldigt habe und ihn gebeten hätte dem FC Bayern noch einmal zu helfen, habe er sich entschlossen, zurück zu kehren. 

Quelle: rosenheim24.de

Rubriklistenbild: © Screenshot ZDF-Mediathek

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