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Am Samstag in Bremen

Gnabry und die Bayern: Das große Vorspielen

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Bremens Serge Gnabry (l.) ist mit dem Ball schneller als Berlins Peter Pekarik. 

Bremen - Werder Bremens Serge Gnabry ist einer der Entdeckungen der Hinrunde, der FC Bayern soll an dem schnellen Angreifer interessiert sein. Am Samstag spielt Gnabry gegen den Rekordmeister vor.

Coole Piloten-Brille, den Schal lässig um den Hals gelegt, schicke Steppjacke und ein Lächeln im Gesicht - Jean-Hermann Gnabry genoss seinen Auftritt in Bremen. Und der graumelierte Gentleman plauderte beim Werder-Training auch bestens gelaunt über die Zukunft seines Sohnes: Shooting-Star Serge Gnabry. Der 21-Jährige mit dem spektakulären Antritt soll ja auch Begehrlichkeiten beim FC Bayern geweckt haben.

Aber "Serge bleibt", sagte Papa Gnabry der Kreiszeitung Syke: "Er ist noch nicht so weit, er muss hier erstmal Fuß fassen und ein, zwei, drei Jahre hier spielen." Und der Bild sagte Gnabry senior: "Diego war hier drei Jahre, Mesut Özil auch. Warum sollte Serge nicht auch drei Jahre hier bleiben?" Vater Gnabry ist zwar nicht der Berater von Serge, aber er legte sich trotzdem schon einmal fest: "Mein Sohn sieht das ganz genauso. Das weiß ich ganz sicher."

Aussagen sorgen für Wirbel

Papa Gnabry sorgte mit seinen Aussagen auch deshalb für Wirbel, weil Werder am Samstag ausgerechnet gegen Bayern spielt. Der Rekordmeister gilt ja als erster Interessent für den Jung-Nationalspieler, sollte Bremen im Sommer nicht doch zu klein für den Angreifer mit den großen Anlagen sein. Zudem hält sich ja hartnäckig das Gerücht, dass die Münchner im Sommer am Gnabry-Wechsel von Arsenal an die Weser beteiligt war. Und an dieser Theorie war Jean-Hermann Gnabry mit einigen Aussagen nicht ganz unbeteiligt.

Serge Gnabry selber hatte einen Wechsel nach der Saison zuletzt nicht kategorisch ausgeschlossen. "Was in der Zukunft passiert, hängt von meinen Leistungen ab", sagte er. Wenn Gnabry also so überzeugt wie in der Hinrunde, vielleicht noch einmal sieben Tore schießt und interessante Angebote kommen, kann er sich durchaus vorstellen, Bremen zu verlassen - im Fall des Abstieges ohnehin.

Bayern bleiben zurückhaltend

Die Bayern äußerten sich bisher sehr zurückhaltend zu dem Thema. "Gnabry ist ein Spieler von Werder Bremen, und ich möchte den Kollegen in Bremen keine Probleme bereiten", sagte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge zuletzt der Bild, zeigte sich aber auch nicht gänzlich abgeneigt: "Natürlich werden wir deutsche Nationalspieler immer beobachten, aber ob wir darüber hinaus etwas machen, weiß ich nicht."

Was Gnabry besonders interessant macht: In seinem bis 2020 laufenden Werder-Vertrag soll es eine Ausstiegsklausel geben, in Höhe von acht Millionen Euro. Damit wäre der flinke Stürmer in seiner Leistungsklasse ein echtes Schnäppchen. Und so hoffen die Fans der Grün-Weißen, dass Sportchef Frank Baumann Gnabry einen Verbleib an der Weser schmackhaft machen kann. "Wir sind ständig mit ihm im Austausch", sagte Baumann: "Und wir wollen ihn von Werder überzeugen." Papa Gnabry ist es jedenfalls schon.

SID

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