Finale der 50. Bundesligasaison

Der Showdown steht an

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Schalke muss gegen den SC Freiburg punkten, um die Champions League zu erreichen.

Düsseldorf - Morgen steigt das große Bundesliga-Finale: In einem Abstiegs-Herzschlagfinale kämpfen drei Klubs noch um die Rettung. Schalke steht hingegen gegen Freiburg unter Druck.

Drama pur im Abstiegskampf, Endspiel um den vierten Champions-League-Platz: Das Finale der 50. Saison der Bundesliga wird zum spannenden Tag der Entscheidungen. Augsburg, Düsseldorf oder Hoffenheim - wer folgt Greuther Fürth direkt in die 2. Liga, darf in der Relegation noch hoffen oder die Rettung feiern? Verlieren verboten gilt für den FC Schalke 04 beim SC Freiburg. Stürzen die Königsblauen noch vom vierten Platz, wäre dies ein empfindlicher Rückschlag. Bejubelt wird zumindest ein Mann werden: Jupp Heynckes.

„Hier ist gar nichts abgehakt“, sagte 1899 Hoffenheims Trainer Markus Gisdol kämpferisch vor dem Spiel um den letzten Strohhalm bei Borussia Dortmund. Ein Sieg allein würde dem Tabellenvorletzten nichts nützen: Die Kraichgauer müssen gleichzeitig auf Ausrutscher des FC Augsburg und Fortuna Düsseldorf hoffen, um den Relegationsplatz noch zu erreichen.

Hoffenheims Mäzen Dietmar Hopp wird die Mannschaft nicht nach Dortmund begleiten, wo er bei den BVB-Fans nicht gut gelitten ist. Allerdings machte auch Borussia-Chefcoach Jürgen Klopp klar, dass er mehr Sympathien für Augsburg hegt: „Ich habe überhaupt nichts gegen Hoffenheim, aber Augsburg hätte es mehr verdient.“

Dass er seine A-Truppe in die Partie schickt, ist dem bevorstehenden Champions-League-Finale gegen Bayern München geschuldet. Es gehe darum, „den Rhythmus wieder aufzunehmen“ nach dem Durchhänger in Wolfsburg (3:3). Eine Generalprobe für Wembley sei es nicht. „Das eine ist ein Bundesligaspiel, das andere ein Finale“, meinte Klopp.

„Wir wollen die Sensation“, sagte Augsburgs-Trainer Markus Weinzierl vor der Partie gegen Absteiger Greuther Fürth. Bis zur Bundesliga-Halbzeit hatten die Schwaben nur neun Punkte geholt. Nun haben sie 30 Zähler (Tordifferenz -20) und können im Fernduell mit Düsseldorf (30 Punkte/-15) und Hoffenheim (28/-26) mindestens den Relegationsplatz sichern und sogar noch den rettenden 15. Platz erreichen. „Jeder hat bei uns den Glauben, dass wir unser Ziel erreichen können. Dafür werden wir alles geben“, so Weinzierl.

Nach elf sieglosen Spielen in Serie zeigte sich Düsseldorf zuletzt arg verunsichert, hofft nun bei Hannover 96 ebenfalls auf ein Happy End. „So komisch es klingt, aber ich gehe mit Vorfreude in das letzte Spiel“, sagte Fortuna-Mittelfeldspieler Axel Bellinghausen. „Schließlich haben wir es als Tabellen-15. noch selbst in der Hand.“ Auch Trainer Norbert Meier ist optimistisch: „Wir stehen über dem Strich und so soll es auch bleiben.“

Dies gilt auch für den Liga-Vierten Schalke im Duell um den Einzug in die Königsklasse mit der Überraschungself der Liga. „Was Freiburg in der Saison geleistet hat, ist großartig“, meinte 04-Manager Horst Heldt. „Angst habe ich aber keinesfalls, denn der Druck liegt nicht nur bei uns, sondern ebenfalls bei Freiburg.“ Nicht ganz! Für Schalke wäre ein Misserfolg ein Rückschlag und der Anfang einer neuen Debatte um Trainer Jens Keller. Dagegen hat Freiburg mit dem Erreichen des Europacups schon einen Traum wahr gemacht - der Einzug in die Champions-League-Qualifikation wäre fast ein Wunder. „Wir haben nichts zu verlieren“, sagte deshalb SC-Coach Christian Streich.

Hopp oder topp heißt es im Europacup-Zweikampf zwischen dem Hamburger SV (48 Punkte/gegen Bayer Leverkusen) und Eintracht Frankfurt (50/gegen VfL Wolfsburg). Theoretisch könnten die Hessen noch auf den vierten Platz klettern, aber auch vom HSV noch aus den Europacup-Rängen katapultiert werden. „Frankfurt muss gegen Wolfsburg mindestens unentschieden spielen. Das ist psychologisch schwierig“, sagte HSV-Trainer Thorsten Fink.

Minimal sind noch die Chancen von Borussia Mönchengladbach auf Platz sechs. Dazu müsste das Team vom Niederrhein gegen Bayern München gewinnen, Frankfurt verlieren und ein Sechs-Tore-Rückstand aufgeholt werden. „Wir wollen die Bayern zum Ende der Traumsaison schon ein bisschen ärgern“, meinte Borussia-Chefcoach Lucien Favre. Nicht eingeschlossen ist dabei Jupp Heynckes. Der Meister-Coach tritt in seiner Heimatstadt von der Bundesliga-Bühne ab und dürfte - so oder so - auch von den Fans seines Herzensclubs gefeiert werden. „So schließt sich der Kreis“, meinte Heynckes.

dpa

Quelle: rosenheim24.de

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