Keine Konsequenzen?

Kovac verblüfft mit Aussage über Schlägerei im Bayern-Training: "Wir leben"

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Kovac soll sich beim Presse-Talk zu dem Vorfall mit Coman und Lewandowski im Training äußern
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München - Vor dem Bundesligaspiel des FC Bayern gegen Fortuna Düsseldorf tritt Niko Kovac Freitagmittag, 13.30 Uhr, vor die Presse. Er muss sich nach dem Eklat im Training am Donnerstag auf kritische Fragen einstellen. Spannend wird auch, welche Konsequenzen die Offensivspieler erwarten.

Update, 13.45 Uhr:

Um kurz nach 13.30 Uhr trat Niko Kovac vor die Presse. Etwas überraschend eröffnete er den Presse-Talk mit einem Statement zu dem Vorfall im Training am Donnerstag. „Es kam zu einer Handgreiflichkeit zwischen zwei Spielern. Wir haben das dann nach dem Training zu dritt besprochen. Die beiden haben sich entschuldigt und bedauern ihr Verhalten. Es tut beiden Spielern sehr Leid." Weil sich nach Angaben des Trainers beide Stars im Sechs-Augengespräch einsichtig zeigten, "wird es keine Geldstrafe geben! Damit ist das Thema ad acta gelegt". 

Auf die Frage was der Auslöser für den Streit gewesen sei, sagte Kovac trocken: "Training. Da gibt es Emotionen." Und der Kroate sah sogar etwas positives darin: "Wir leben". Weitere Nachfragen wurden nicht gestattet. 

Vorbericht:

Drei Tage vor dem wichtigen Bundesligaspiel in Düsseldorf flogen am Donnerstagvormittag auf dem Trainingsgelände des Rekordmeisters die Fäuste. Nach Bild-Informationen gerieten die Bayern-Stars Robert Lewandowski und Kingsley Coman heftig aneinander. Auch von Faustschlägen ins Gesicht war die Rede.

Während eines Positionsspiels habe Lewandowski seinen französischen Kollegen mehrfach kritisiert. Coman soll angefressen reagiert haben und auf den Führenden der Bundesliga-Torschützenliste losgegangen sein. Die Abwehrhühnen Jerome Boateng und Niklas Süle sollen es erst mit Hilfe von weiteren Spielern geschafft haben, die beiden Streithähne zu trennen.

Lewandowski soll laut bild.de schon länger mit der Spielweise des Franzosen unzufrieden sein: Zu viele eigensinnige Dribblings, zu wenig gelungene Abspiele auf den Polen. Coman hingegen soll den Stürmer für einen Ego-Zocker halten. Ihm sei das Verhalten auf dem Platz zu divenhaft.

Warum schickte Kovac die beiden nicht in die Kabine?

Vor allem die Reaktion von Trainer Kovac überraschte. Anstatt die Kontrahenten zum Duschen zu schicken, durften beide weitertrainieren. Diese Entscheidung wird der Coach wohl auch beim Presse-Talk verteidigen müssen.

Welche Konsequenzen der Streit für die beiden Offensivspieler hat, ist aktuell noch unklar. Eine Suspendierung gilt dennoch als relativ unwahrscheinlich. Möchten die Bayern in ihrer aktuellen Situation im Kampf um den Titel nicht auf ihren Topscorer und den Flügelflitzer verzichten. Viele Experten rechnen mit einer Geldstrafe. Auch weil Ribery in Folge seines Ausrasters bei der Gold-Steak-Affäre („F**** eure Mütter, eure Großmütter und sogar euren Stammbaum.“) nur eine Geldstrafe bekam. 

Geldstrafe oder doch Suspendierung?

Wie schon im Fall des Franzosen wird sich wohl Sportdirektor Hasan Salihamidzic um diese Angelegenheit kümmern und die Höhe der Geldstrafe in Abstimmung mit Niko Kovac festlegen. Präsident Uli Hoeneß und Vorstands-Boss Karl-Heinz Rummenigge hielten sich in der Causa Ribery zurück und werden dies vermutlich auch jetzt tun.

Nicht das erste Mal von Lewandowski

Während Kingsley Coman eigentlich noch nie durch Undiszipliniertheit auffiel, ist es bereits der dritte Vorfall mit Lewandwowski. Ende Februar kam es beim Training des FC Bayern zu einem lautem Wortgefecht zwischen Mats Hummels und Robert Lewandowski.

Und auch im Mai 2015 geriet Lewandowski mit einem Mitspieler aneinander. Nach einer Boateng-Grätsche ging der Stürmer auf das Abwehr-Ass los. Damaliger Bayern-Coach Guardiola schickte beide sofort in die Kabine. 

Quelle: rosenheim24.de

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