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Zweitligist MSV Duisburg im Pokalfinale

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Duisburgs Stefan Maierhofer (l.) kaempft mit Cottbus' Uwe Huenemeier um den Ball.

Duisburg - Der MSV Duisburg steht zum vierten Mal im DFB-Pokalfinale und darf nach 13 Jahren wieder von Europa träumen. Dabei hatten die Gastgeber vor allem am Anfang einfach nur Glück.

Dank einer lange Zeit überzeugenden Vorstellung setzte sich der Revierclub am Dienstagabend mit 2:1 (1:0) im Duell der Fußball-Zweitligisten gegen Energie Cottbus durch. Vor 31 500 Zuschauern in der ausverkauften MSV-Arena sorgten Stefan Maierhofer (24. Minute) und Kapitän Srdjan Baljak (54.) für die Führung, die durch einen verwandelten Foulelfmeter von Nils Petersen (78.) noch einmal in Gefahr geriet. Duisburgs Bruno Soares (77.) sah zudem wegen Notbremse die Rote Karte.

Damit will das Team von Trainer Milan Sasic am 21. Mai als Außenseiter den ersten Pokalsieg im Endspiel von Berlin sichern, wo es auf den Sieger der Partie zwischen dem FC Bayern München und FC Schalke 04 trifft. Die Cottbuser wachten erst zu spät auf, um nach 1997 zum zweiten Mal ins Finale einzuziehen.

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

Die DFB-Pokal-Sieger seit 1985

26. Mai 1985: Bayer 05 Uerdingen schlägt den FC Bayern München 2:1. Hier die Uerdinger Wolfgang (r.) und Friedhelm Funkel. © Bongarts/Getty Images
3. Mai 1986: FC Bayern München schlägt den VfB Stuttgart 5:2. Mit dabei waren die Spieler Dieter Hoeneß und Lothar Matthäus (v. l.) sowie Trainer Udo Lattek (r.). © Bongarts/Getty Images
20. Juni 1987: Der Hamburger SV schlägt die Stuttgarter Kickers 3:1 © Bongarts/Getty Images
28. Mai 1988: Eintracht Frankfurt schlägt den VfL Bochum 1:0 © Bongarts/Getty Images
24. Juni 1989: Borussia Dortmund schlägt Werder Bremen 4:1 © Bongarts/Getty Images
19. Mai 1990: 1. FC Kaiserslautern schlägt  Werder Bremen 3:2 © Bongarts/Getty Images
22. Juni 1991: Werder Bremen schlägt den 1. FC Köln 4:3 nach Elfmeterschießen © Bongarts/Getty Images
23. Mai 1992: Hannover 96 schlägt Borussia Mönchengladbach 4:3 nach Elfmeterschießen © Bongarts/Getty Images
12. Juni 1993: Bayer 04 Leverkusen schlägt Hertha BSC Berlin Amateure 1:0 © Bongarts/Getty Images
14. Mai 1994: Werder Bremen schlägt Rot-Weiß Essen 3:1 © Bongarts/Getty Images
24. Juni 1995: Borussia Mönchengladbach schlägt VfL Wolfsburg 3:0 © Bongarts/Getty Images
25. Mai 1996: 1. FC Kaiserslautern schlägt den Karlsruher SC 1:0 © Bongarts/Getty Images
14. Juni 1997: VfB Stuttgart schlägt den FC Energie Cottbus 2:0 © Bongarts/Getty Images
16. Mai 1998: FC Bayern München schlägt MSV Duisburg 2:1 © Bongarts/Getty Images
12. Juni 1999: Werder Bremen schlägt FC Bayern München 6:5 nach Elfmeterschießen © Bongarts/Getty Images
6. Mai 2000: Der FC Bayern München schlägt Werder Bremen 3:0 © Bongarts/Getty Images
26. Mai 2001: Der FC Schalke 04 schlägt 1. FC Union Berlin 2:0 © Bongarts/Getty Images
11. Mai 2002: Der FC Schalke 04 schlägt Bayer 04 Leverkusen 4:2 © Bongarts/Getty Images
31. Mai 2003: Der FC Bayern München schlägt den 1. FC Kaiserslautern 3:1 © Bongarts/Getty Images
29. Mai 2004: Werder Bremen schlägt Alemannia Aachen 3:2 © Bongarts/Getty Images
28. Mai 2005: Der FC Bayern München schlägt FC Schalke 04 2:1 © Bongarts/Getty Images
29. April 2006: Der FC Bayern München schlägt Eintracht Frankfurt 1:0 © Bongarts/Getty Images
26. Mai 2007: Der 1. FC Nürnberg schlägt den VfB Stuttgart 3:2 nach Verlängerung © Bongarts/Getty Images
19. April 2008: Der FC Bayern München schlägt Borussia Dortmund 2:1 nach Verlängerung © Bongarts/Getty Images
30. Mai 2009: Werder Bremen schlägt Bayer Leverkusen 1:0 © dpa
15. Mai 2010: Der FC Bayern München schlägt Werder Bremen mit 4:0 © dpa
21. Mai 2011: FC Schalke 04 schlägt MSV Duisburg 5:0. © dpa
12. Mai 2012: Borussia Dortmund schlägt den FC Bayern München mit 5:2. © dpa
1. Juni 2013: Der FC Bayern München besiegt den VfB Stuttgart mit 3:2 (1:0) © dpa
17. Mai 2014: Der FC Bayern München schlägt Borussia Dortmund mit 0:2 (0:0) in der Verlängerung © dpa

Obwohl der MSV die Gäste von Beginn an früh störte und die Partie dominierte, entstand der Führungstreffer mehr als glücklich. Eine Flanke von Olcay Sahan versuchte Innenverteidiger Uwe Hünemeier per Kopf zu klären, traf dabei aus kurzer Distanz jedoch Maierhofer im Gesicht, der sich gegen sein viertes Pokaltor dieser Saison gar nicht wehren konnte. Immer wieder suchten die Duisburger den 2,02 Meter großen Österreicher mit langen Bällen und setzten Energie so unter Druck.

Für Julian Koch solle sein Team gewinnen, hatte MSV-Coach Milan Sasic vor der sechsten Halbfinal-Teilnahme des Revierclubs gefordert. Mit einem Trikot des 20 Jahre alten Verteidigers, der sich in der vorigen Partie am Knie verletzt hatte, feierten die Duisburger Profis dann auch ihre verdiente Führung.

Da sich Cottbus gegen lauffreudige Duisburger in der ersten Hälfte viel zu lethargisch präsentierte, fiel Kochs Fehlen kaum auf. Einzig in der 10. Minute hatte Duisburg Glück, als Ivica Banovic Energie-Mittelfeldspieler Jiayi Shao zu Fall brachte, Schiedsrichter Michael Weiner einen möglichen Strafstoß jedoch verweigerte.

Ex-Bundesligisten in den Amateurligen

Ex-Bundesligisten in den Amateurligen

Vielen Traditionsvereinen geht's finanziell schlecht. Sogar von Insolvenz und Abstieg in den Amateurbereich war immer wieder die Rede, so auch bei 1860 München. Die Löwen wurden am Ende gerettet, doch sie wären nicht die erste Mannschaft gewesen, die in den Niederungen des Amateurfußballs strandet. © Getty
Es gibt zwar Beispiele von Vereinen, die wieder auf die Beine gekommen sind. Etwa hat sich Fortuna Düsseldorf von der 4. in die 1. Bundesliga zurückgekämpft und der TSV 1860 von der 3. in die 1. Doch es gibt auch Ex-Bundesligisten, die in der Versenkung verschwunden sind. Sehen Sie hier eine Aufstellung der ehemaligen Bundesligisten, die heute in der 4. Liga oder tiefer spielen. © Getty
KFC Uerdingen: DFB-Pokalsieger 1985, heute Niederrheinliga (6. Liga) © Getty
Waldhof Mannheim: Bundesligist 1983-1990, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
Rot-Weiss Essen: Deutscher Meister 1955, heute NRW-Liga (5. Liga) © Getty
Wattenscheid 09: Bundesligist 1990-1994, heute Westfalenliga (6. Liga) © Getty
Wuppertaler SV: UEFA-Pokal-Teilnehmer 1973/1974, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
Bor. Neunkirchen: drei Jahre in der Bundesliga, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
FC Homburg: drei Jahre in der Bundesliga bis 1989/90, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
SV Darmstadt: zwei Jahre in der Bundesliga, heute in der 3. Liga (3. Liga) © Getty
Fortuna Köln: Bundesligist 1973/1974, heute NRW-Liga (5. Liga) © Getty
Lokomotive Leipzig: Europacup-Finalist 1987 und Bundesligist 1993/94 (als VfB Leipzig), heute Oberliga (5. Liga) © Getty
Preußen Münster: Bundesligist 1963/1964, heute in der 3. Liga. © Getty
Stuttgarter Kickers: Bundesligist 1988/89 und 1991/92, heute in der 3. Liga. © Getty
TeBe Berlin: Bundesligist 1974/1975 und 1976/77, heute Oberliga (5. Liga) © Getty
SSV Ulm 1846: Bundesligist 1999/2000, heute Regionalliga (4. Liga) © Getty
Das zweitgrößte Fahrstuhlteam: Tasmania Berlin: Bundesligist 1965/66, heute Landesliga (7. Liga) © dpa

Das erste Halbfinal-Duell zweier Zweitligisten seit 17 Jahren verlief auch nach dem Wechsel zunächst einseitig. Die Lausitzer agierten in ihren verstärkten Angriffsbemühungen hektisch, so dass auch der überraschende Einsatz von Angreifer Emil Jula in der Startelf weiter ohne Wirkung blieb. Der Rumäne, dessen vermeintlichen Ausfall Trainerfuchs Claus-Dieter Wollitz am Vortag wegen einer Oberschenkelverletzung als fix vermeldet hatte, bekam von seinen Mitspielern nur wenig Unterstützung in der Sturmspitze.

Effektiver machten es die Duisburger. Den Platz zum Kontern nutzte Banovic, dessen perfekten Querpass Baljak zu seinem ersten Pflichtspieltreffer seit mehr als drei Monaten einschob. Erst nach dem zweiten Rückschlag zeigte Energie die lange vermisste Zielstrebigkeit. Ein Flatter-Freistoß von Shao (61.) zwang MSV-Torwart David Yelldell zu einer ersten Parade. Auf der anderen Seite vergaben Maierhofer (69.) und Sahan (73.) große Möglichkeiten.

Erst nach dem Anschlusstreffer von Petersen, vor dessen Strafstoß Bruno Soares den eingewechselten Jules Reimerink umgerissen hatte, geriet der MSV noch ins Wanken, rettete den Sieg jedoch über die Zeit.

dpa

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