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Erster Bundesliga-Heimsieg seit 1997

Fortuna Düsseldorf beendet Heimfluch

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Stefan Reisinger jubelt über sein Tor zum 2:0 in der 63. Minute.

Düsseldorf - Der ersehnte historische Heimsieg von Fortuna Düsseldorf ist perfekt. Nach 15 Jahren und sieben Monaten gelang ein Triumph über den HSV. Für den widerum gab es schlechte Nachrichten.

Aufsteiger Fortuna Düsseldorf hat mit dem ersten Heimsieg in der Bundesliga seit mehr als 15 Jahren den Befreiungsschlag geschafft. Zum Auftakt des 13. Spieltags feierten die Gastgeber einen 2:0 (1:0)-Sieg gegen den Hamburger SV und schoben sich mit 14 Punkten vom Relegationsplatz vorerst bis auf den 13. Rang vor. Der HSV (17) bleibt als Neunter im Tabellenmittelfeld hängen und muss dazu um Superstar Rafael van der Vaart bangen.

„Wir haben nicht die Jahre gezählt, aber in unserer Situation sind die drei Punkte Gold wert. Wir haben zweimal wunderbar getroffen, Großchancen von Hamburg gab es wenig, deshalb ist der Sieg verdient“, meinte Düsseldorfs Verteidiger Jens Langeneke. „Wir haben viel zu pomadig gespielt“, kritisierte HSV-Trainer Thomas Fink. „Wir müssen noch viel arbeiten, das was heute war, war zu wenig. Wir haben gedacht, dass wir es nur mit spielerischen Mitteln machen können.“

Robbie Kruse (45.+2) und Stefan Reisinger (64.) sorgten für den ersten Düsseldorfer Sieg im Oberhaus seit dem 2:0 gegen den FC St. Pauli am 5. April 1997. Hamburg hat bei der Fortuna zuletzt im Meisterjahr 1983 gewonnen.

Das Spiel im mit 54.000 Zuschauern ausverkauften Stadion

Hamburger Fans zündeten vor Spielbeginn Pyrotechnik. Ein Plakat ging in Flammen auf.

begann verspätet, nachdem im HSV-Fanblock Pyrotechnik gezündet worden war. Erst als sich der Rauch nach fünf Minuten etwas verzogen hatte, wurde die Partie angepfiffen. Die Anfangsphase im Freitagsspiel gehörte Hamburg. Der zuvor seit vier Spielen auswärts ungeschlagene HSV setzte die Fortuna unter Druck, konnte sich dabei aber keine Torchancen herausspielen. Düsseldorf fand erst nach gut zehn Minuten richtig in die Partie und zeigte viel Laufbereitschaft, vermied aber jedes Risiko.

Mit zunehmender Spieldauer häufte sich die Fehlerquote auf beiden Seiten, die beiden Torhüter hatten in der ereignisarmen ersten Hälfte kaum etwas zu tun. Die erste echte Torgelegenheit hatte Rückkehrer Maximilian Beister. Der Offensivspieler der Hamburger, der in den vergangenen beiden Spielzeiten an die Fortuna ausgeliehen war, schoss knapp am Tor vorbei (44.). Vor dem Anpfiff war Beister von den Fortuna-Fans mit Applaus begrüßt worden.

Van der Vaart war zu diesem Zeitpunkt schon aus dem Spiel gegangen. Beim Niederländer besteht der Verdacht auf einen Muskelfaserriss im Oberschenkel. Bei der Fortuna musste Abwehrchef Jens Langeneke vor dem Seitenwechsel ebenfalls angeschlagen vom Feld.

Als niemand mehr mit einem Treffer vor der Pause rechnete, schlug Kruse zu. Nach einem katastrophalen Fehlpass von Heung-Min Son bediente Andreas Lambertz den Australier, dessen Schuss wurde von HSV-Abwehrspieler Michael Mancienne unhaltbar abgefälscht.

Kurz nach Beginn des zweiten Durchgangs hatte Ronny Garbuschewski die Chance (48.) zu erhöhen, HSV-Schlussmann Rene Adler hatte mit dem unplatzierten Schuss des Neuzugangs aber keine Mühe. Auf der Gegenseite klärte Torhüter Fabian Giefer einen Schuss von Marcus Berg gerade noch zur Ecke (50.). Der schwedische Stürmer hatte den Vorzug vor Artjoms Rudnevs erhalten.

Garbuschewski machte nach einer guten Stunde Platz für Reisinger, und der brauchte wenig Anlaufzeit. Der Angreifer ließ HSV-Kapitän Heiko Westermann stehen, ging auch noch an Mancienne vorbei und ließ Adler mit einem Schuss unter die Latte keine Chance.

Sie bringen die Würze: Reizfiguren des Fußballs

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Wolfram Wuttke soll Jupp Heynckes' Spitznamen "Osram" erfunden und seinem Trainer Dietrich Weise einst ins Bett gepinkelt haben. Stimmt zwar beides nicht, trug aber zur Legendenbildung bei. © dapd

Hamburg tat sich auf dem vom Regen durchweichten Boden nach dem 0:2 schwer und brachte Düsseldorf nur selten in Verlegenheit. Ein Schuss von Beister knapp am Tor vorbei (71.) war noch die beste Gegenheit zum Anschlusstreffer.

Beste Spieler bei der Fortuna waren Juanan und Kruse, bei Hamburg überzeugten Tolgay Arslan und Beister.

SID

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