Fußballregelwerk

Dreifachbestrafung bleibt wohl bestehen

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Zürich - Entgegen der Forderung von Experten wie Franz Beckenbauer oder Bundestrainer Joachim Löw wird es keine schnelle Änderung der sogenannten Dreifachbestrafung bei Notbremsen im Strafraum geben.

Die höchst umstrittene Dreifachbestrafung wird den Fußball wohl auch in Zukunft beschäftigen. Die „Regelhüter“ des International Football Association Board (IFAB) haben das Streitthema, nach dem nach einer per Foul verhinderten klaren Torchance im Strafraum zwingend auch eine Rote Karte gezeigt wird (Elfmeter, Feldverweis und Spielsperre), bislang noch nicht auf die Agenda für das kommende Treffen am 2. März in Schottland gesetzt.

„Wir suchen nach einer Lösung“, sagte Jonathan Ford, Generaldirektor des walisischen Fußballverbandes, am Montag in Zürich: „Aber noch haben wir keine bessere Möglichkeit gefunden.“ Wolfgang Niersbach, Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), hatte die Mehrfachbestrafung zuletzt als eine „der größten Ungerechtigkeiten des Regelwerks“ bezeichnet. „Damit können auch große Spiele kaputt gemacht werden“, sagte er.

Für eine Regeländerung bedarf es einer Dreiviertel-Mehrheit in dem achtköpfigen Gremium, das sich aus den vier britischen Verbänden und dem Weltverband FIFA zusammensetzt.

Im Zuge des Reformprozesses der FIFA wurden auch im IFAB zwei neue Gremien („Technical Panel“ und „Football Panel“) eingerichtet, um „den Konsultationsprozess zu fördern“, schneller „proaktiv“ reagieren zu können und um mehr Beteiligten die Möglichkeit zu geben, Ideen einzubringen, teilten FIFA und IFAB mit.

„Es gibt viele Innovationen und Ideen“, sagte Stewart Regan, Generaldirektor des schottischen Fußballverbandes: „Aber wir müssen vorsichtig sein. Zu den schönsten Dingen am Fußball gehört, dass die Regeln einfach sind.“

FIFA-Generalsekretär Jerome Valcke teilte mit, der Reformprozess sei auch von dem früheren Präsidenten des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) im Exekutivkomitee, Theo Zwanziger, initiiert worden.

sid

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