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Mach's noch mal, Poldi!

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Lukas Podolski traf beim letzten WM-Achtelfinale doppelt.

Erasmia - Gutes Omen für den Klassiker: Die deutschen Achtelfinal-Spiele bei Fußball-Weltmeisterschaften waren fast immer Zitterpartien - aber von acht ging nur eine verloren.

Lukas Podolski weiß, wie's geht: Beim deutschen WM-Sommermärchen vor vier Jahren schlug er in München gegen Schweden zweimal zu - und die DFB-Elf hatte mit dem 2:0-Sieg wieder einmal ihren Ruf als Achtelfinal-Spezialist bewiesen. Von acht Achtelfinals bei Fußball-Weltmeisterschaften wurde bislang erst eines verloren. Gegen England soll diese tolle Bilanz am Sonntag ausgebaut werden.

Vor 72 Jahren unterlag die damalige “großdeutsche“ Mannschaft um Kapitän Fritz Szepan vom FC Schalke 04 in Paris gegen die Schweiz im Wiederholungsspiel mit 2:4. Fünf Tage zuvor war das Team von Sepp Herberger am 4. Juni 1938 gegen die Eidgenossen nicht über ein 1:1 nach Verlängerung hinausgekommen. Bei nur 16 WM-Teilnehmern war diese Partie das Eröffnungsspiel und kein klassisches Achtelfinale.

Die mit dem Achtelfinale beginnende K.o.-Runde wurde 1986 bei WM-Turnieren eingeführt - und seitdem mischte Deutschland immer mit. In Mexiko vor 24 Jahren durfte gleich einmal gezittert werden, bis Lothar Matthäus die deutsche Elf in der Gluthitze von Monterrey beim 1:0 gegen Marokko mit einem späten Freistoßtor erlöste. Anschließend wurde die Mannschaft von Teamchef Franz Beckenbauer erst im Endspiel von Argentinien mit Diego Maradona (2:3) gestoppt. Vier Jahre später kam es in Mailand zum legendären Achtelfinale gegen die Niederlande. Beim 2:1-Erfolg wurde Rudi Völler nach einer Spuck-Attacke von Frank Rijkaard gemeinsam mit dem Niederländer vom argentinischen Schiedsrichter Juan Loustau zu Unrecht vom Platz gestellt. Klinsmann machte als Einzelkämpfer im Sturm das Spiel seines Lebens und krönte seine Leistung als Torschütze neben Andreas Brehme. Zwei Wochen später holte die Beckenbauer-Equipe in Rom mit dem 1:0-Sieg gegen Argentinien zum dritten Mal den Weltpokal.

Bei der Endrunde 1994 in den USA folgte gegen Belgien Völlers großer Auftritt. Der vor der WM von Berti Vogts reaktivierte Torjäger hatte mit zwei Treffern in Chicago maßgeblichen Anteil am 3:2 des Titelverteidigers. Klinsmann steuerte im besten deutschen Turnierspiel das dritte Tor bei. Im Viertelfinale folgte dann das unerwartete Ausscheiden gegen Bulgarien (1:2).

Am 29. Juni 1998 in Montpellier gegen Mexiko drohte die deutsche Erfolgsserie zu reißen. Bis weit in die zweite Spielhälfte hinein lag das Vogts-Team mit 0:1 zurück. Torwart Andreas Köpke musste sogar in höchster Not das 0:2 verhindern, ehe Klinsmann und Oliver Bierhoff in der Schlussoffensive die Wende schafften. Nach dem Kraftakt war danach wieder im Viertelfinale Endstation - nach dem Platzverweis für Christian Wörns verlor Deutschland gegen Kroatien mit 0:3.

2002 entwickelte sich das Achtelfinale zwischen Deutschland und Paraguay im südkoreanischen Seogwipo zu einem Geduldsspiel, in dem Oliver Neuville erst in der 88. Minute das Tor zum 1:0-Sieg gelang. Davor hatte Oliver Kahn die deutsche Mannschaft mit zwei Weltklasse-Paraden vor einem Aus bewahrt. Der Siegeszug von Kahn & Co. wurde erst im Finale von Brasilien (0:2) gestoppt.

Verletzt und verschmäht: Diese Superstars fehlen bei der WM

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Verletzt und verschmäht: Diese Superstars fehlen bei der WM
Michael Ballack (Deutschland): Der 33 Jahre alte Kapitän der deutschen Nationalmannschaft fällt wegen eines Risses des Innenbandes und eines Teilrisses des vorderen Syndesmosebandes im Sprunggelenk des rechten Fußes für das Turnier in Südafrika aus. Es dürfte Ballack kaum trösten, aber damit ist er nicht der einzige Star, der bei der WM nur Zuschauer ist. Wir zeigen ihnen die prominentesten Fälle: © Getty
Verletzt und verschmäht: Diese Superstars fehlen bei der WM
Heiko Westermann (Deutschland): Er sollte als Eckpfeiler der Abwehr in das Turnier gehen. Doch im vorletzten Testspiel gegen Ungarn zog sich der 19-malige Nationalspieler in der letzten Spielszene einen Kahnbeinbruch im linken Fuß zu. © dpa
Marco Streller (Schweiz): Muskelfaserriss im linken Oberschenkel © Getty
Christian Träsch
Christian Träsch (Deutschland): Der Mittelfeldmann und potenzielle Ballack-Ersatz fällt wegen einer schweren Kapsel- und Bandverletzung am rechten Fuß für das Turnier in Südafrika aus. © dpa
Nani (Portugal): Wegen einer Verletzung am linken Schlüsselbein fällt Nani für das gesamte Turnier aus. © Getty
Christoph Spycher
Christoph Spycher (Schweiz, links): Bänderverletzung im Knie © dpa
Lassana Diarra: Der defensive Mittelfeldspieler sei “ausgelaugt“ und habe im Trainingslager in der rund 2000 Meter hoch gelegenen Alpen- Gemeinde Tignes “sehr gelitten“, erklärte Frankreich-Trainer Raymond Domenech dem Sender “TF1“. © Getty
Michael Essien (Ghana) fehlt wegen einer hartnäckigen Knieverletzung. © dpa
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Jose Bosingwa (Portugal): Knieverletzung © Getty
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René Adler (Deutschland): Rippenbruch © Getty
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Simon Rolfes (Deutschland): Knorpelschaden im Knie © Getty
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Michael Owen (England): Operation nach Oberschenkelverletzung © Getty
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David Beckham (England): Englands Superstar wird nach seiner schweren Achillessehnen-Verletzung zwar nicht als Spieler nach Südafrika reisen, dafür soll der Popstar die “Three Lions“ als Glücksbringer und zusätzlicher Betreuer im Stab von Trainer Fabio Capello am Kap zum ersten WM-Titel seit 1966 führen. © Getty
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Anderson (unten, Brasilien): Kreuzbandriss © Getty
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Salvador Cabanas (Paraguay): Ein Unbekannter hatte dem 29-Jährigen im Januar in einer Bar in Mexiko in den Kopf geschossen. Der 29-Jährige werde zwar in Südafrika dabei sein, aber “nur als Zuschauer“, sagte sein Repräsentant, José María González, dem Radiosender “1 de Marzo“. © Getty
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Nun zu den Verschmähten Stars, die von ihren Nationaltrainern schlichtweg nicht berücksichtigt wurden:Samir Nasri (links, Frankreich) © Getty
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Adriano (Brasilien) © Getty
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Kevin Kuranyi (Deutschland) © Getty
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Ronaldo (Brasilien) © Getty
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Ronaldinho (Brasilien) © Getty
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Pato (Brasilien) © Getty
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Javier Zanetti (Argentinien) © Getty
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Esteban Cambiasso (Argentinien) © Getty
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Patrick Vieira (rechts, Frankreich) © Getty
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Karim Benzema (Frankreich) © Getty
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Luca Toni (Italien) © Getty
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Francesco Totti (Italien) © Getty
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Ruud van Nistelrooy (Niederlande) © Getty
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Antonio Cassano (links, Italien) © Getty
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Diego (Brasilien) © Getty
Theo Walcott (England) © dpa
Benni McCarthy (Südafrika) © Getty
Andreas Beck wurde von Joachim Löw aus Deutschlands vorläufigem WM-Aufgebot gestrichen © Getty
Didier Drogba (Elfenbeinküste): Der Mega-Star hat sich im Testspiel am 4. Juni verletzt, hofft aber noch auf eine Wunderheilung © Getty
Auch der Nigerianer John Obi Mikel (spielt bei Chelsea) muss passen - seine Knieverletzung ist noch nicht ausgeheilt. © Getty

Vor vier Jahren in München war Podolski der Held: Zweimal glänzend eingesetzt von Miroslav Klose schockte der damals 21-Jährige die Schweden mit zwei Blitztoren - nach 12 Minuten war das Spiel entschieden. “Ob ich drei, sieben oder 20 Tore mache, ist mir egal. Wir wollen Weltmeister werden, da müssen wir noch dreimal gewinnen“, sagte Poldi trocken. Der K.o.-Schlag kam aber schon im Halbfinale beim 0:2 in der Verlängerung gegen den späteren Weltmeister Italien.

Das erste WM-Achtelfinale überhaupt - wie 1938 erstes Turnierspiel - bestritt eine deutsche Elf am 27. Mai 1934 in Florenz gegen Belgien. Der damals 19-jährige Edmund Conen war mit drei Treffern Matchwinner beim 5:2. Am Ende des Turniers stand für die Auswahl von Reichstrainer Otto Nerz nach einem 3:2 gegen Österreich in Neapel der dritte Platz.

dpa

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