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Deutschland feiert und hupt

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Fans beim Frankfurter Public Viewing

Berlin - Fußball-Deutschland feiert friedlich - und hupt. Nach dem 4:1 gegen England sind die Erinnerungen an die WM im eigenen Land wieder da. Das Stimmungshoch dürfte bis zum Viertelfinale am Samstag reichen.

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Der Spielbericht

"In meiner Vitrine ist ein Platz frei": Stimmen zum Spiel

Sommermärchen, das nächste Kapitel: Die deutsche WM-Sause geht weiter. Hunderttausende haben sich auf den prallvollen Fan-Partys im ganzen Land am emotional aufgeladenen WM- Klassiker Deutschland - England in Südafrika begeistert. Nur Minuten nach dem 4:1-Triumph starteten im ganzen Land die Motoren für die Siegesfahrten im Autokorso. Zum größten Fanfest in Deutschland kamen rund 350 000 Fans auf die Straße des 17. Juni. Nach dem Spiel nahm der Jubel kein Ende: Der Berliner Kurfürstendamm, die Leopoldstraße in München - volle Fußgängerzonen mit Tausenden von ausgelassen feiernden und tanzenden Menschen. Großes Kino, Konfetti-Regen und krachende Böller auf dem Heiligengeistfeld in Hamburg mit 60 000 Fans. Die Stimmung blieb weitgehend friedlich. “Alles freundlich, alle freuen sich“, sagte in Berlin ein Polizeisprecher.

Deutschland jubelt! So erlebten die Fans den Sieg gegen England

Deutschland jubelt! So erlebten die Fans den Sieg gegen England

Das DFB-Team steht nach dem Sieg gegen England im WM-Viertelfinale. Hier sehen Sie die Fotos einiger Fan-Feste in Deutschland. © dpa
Berlin © dpa
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Dortmund © dpa
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Frankfurt © dpa
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Freiburg © dpa
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Hamburg © dpa
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München © dpa
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Fußball weltweit: Auch die Bundeswehr-Soldaten im nordafghanischen Kundus konnten zumindest zeitweise das Match miterleben. Im Feldlager wurden die WM-Spiele im “Lummerland“ - der zentralen Betreuungseinrichtung - live via Satellit und Bundeswehr-TV auf eine Großleinwand übertragen. Jedoch ging die politische und militärische Verantwortung vor. “Es ist sicher angenehm, dass wir die WM hier sehen können“, sagte ein Hauptmann der Nachrichtenagentur dpa am Sonntag. “Aber heute waren ungefähr acht Sachen wichtiger als die WM“, sagte er weiter. Bundeswehrsprecher Paul-Georg Weber sagte in Kundus: “Die Mission steht im Mittelpunkt.“

In Deutschland musste niemand den Sommerausflug auf die Fanmeilen bei Temperaturen um die 30 Grad auch nur eine Minute bereuen. Wildfremde Menschen lagen sich jubelnd in den Armen, als Klose (20.) und Podolski (32.) zuschlugen. Erstmals nachdenkliche Gesichter, als Upson (37.) zum 1:2 traf. Erster echter Schock, als der Ball kurz darauf klar hinter der Linie des deutschen Tores aufschlug, Torhüter Neuer aber reaktionsschnell einfach weitermachte und die Pfeife des Schiedsrichters tatsächlich stumm blieb. Überall schlugen sich die Menschen zuerst erschrocken und dann freudig erregt die Hände vors Gesicht.

Viele dachten an das WM-Finale von 1966 zwischen beiden Fußballnationen. Mit dem Segen der Kirche: “Es war ein aufregendes Spiel - nicht nur wegen des Wembley-Tores“, äußerte der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch.

An das Drama von damals erinnerten sich blitzschnell auch die tapferen britischen Fans. Gemäß der Tradition bei Spielen der “Three Lions“ standen sie auf den Fan-Meilen, auch in Berliner Pubs wie dem “Belushi“ und im Oscar Wilde Pub in der Friedrichstraße genau in der 66. Minute auf und sangen die inoffizielle Hymne “Rule Britannia“. Und - welche Inszenierung - nur eine Minute später, als alle wieder saßen, schockte Müller die Engländer mit dem gnadenlosen 3:1 und ganz kurz danach per Doppelschlag noch einmal zum Endergebnis. Auf der Berliner Meile sangen sie “Auf Wiedersehen, auf Wiedersehen“ und die alte Fußball-Häme “Ihr könnt nach Hause fahrn, nach Hause fahrn...“.

Für das Fußballfest war alles früh angerichtet worden: Aus Sorge, in die prallvollen Fanmeilen und - partys nicht mehr eingelassen zu werden, begann eine wahre Völkerwanderung gut drei Stunden vor dem Anpfiff. Mitten im Grünen im Berliner Tiergarten nahmen die ersten Fans schon um 12.00 Uhr mit Öffnung die besten Plätze vor den acht Großleinwänden ein.

Auch die hessischen Fußballfans füllten lange vor Spielbeginn die Public-Viewing-Arenen in Frankfurt, Wiesbaden und Gießen. Die Meilen und Partys überall im Land von Hamburg bis München boten ein farbiges Bild. Viel Betrieb von immer mehr Fans auch in der Veltins-Arena in Gelsenkirchen, der Esprit-Arena in Düsseldorf und auf dem Dortmunder Friedensplatz.

Deutschland - England: "Neues Wembley-Tor", mehr Bilder & Noten: Viermal 1!

Deutschland - England: "Neues Wembley-Tor", mehr Bilder & Noten: Viermal 1!

Deutschland steht im Viertelfinale. Hier sehen Sie die Bilder vom Triumph über England - und des "neuen Wembley-Tores". © Getty
Eigentlich wollten die Engländer ja Angst und Schrecken verbreiten. © Getty
Doch daraus wurde nichts. © Getty
Legendär: die englischen Spielerfrauen wie Toni Poole, Gattin von John Terry © Getty
TV-Star Christine Bleakley ist die Freundin von Frank Lampard © Getty
Auch einige deutsche Spielerfrauen wie Piotr Trochowskis Melanie sind angereist © AP
DFB-Präsident Theo Zwanziger auf der Tribüne © Getty
Die deutschen Verantwortlichen Joachim Löw und Hansi Flick © Getty
Und die englischen: Fabio Capello ... © Getty
... nebst Assistent David Beckham © Getty
Noch ein hübsches Fan-Foto, und das Spiel kann losgehen! © Getty
Der Einschwör-Kreis vor Anpfiff. © Getty
Anpfiff! Jogi gleich unter Strom. © Getty
In der 20. Minute dürfen die Deutschen gleich jubeln. © Getty
Klose trifft! Ein langer Abschlag von Manuel Neuer landet beim Stürmer. Der setzt sich durch und hält den langen Fuß hin. © Getty
Drin! © Getty
Thomas Müller will mit Klose jubeln. © Getty
Doch der hat einen dringenden Termin. © Getty
Und zwar unten auf dem Rasen! © Getty
Fast genauso jubelte Klose schon beim Sieg gegen Australien. © Getty
Was für eine Befreiung! © Getty
Die Jubeltraube © Getty
In der 32. Minute setzt Podolski einen drauf und erzielt das 2:0. © Getty
Müller legt rüber zum Kölner, der zieht aus spitzem Winkel ab. © Getty
Drin! © Getty
2:0! © Getty
Da ist der Jubel riesig - und berechtigt. © Getty
Die 37. Minute: Upson erzielt den 1:2-Anschlusstreffer © AP
Doch das Tor ist fast eine Randnotiz gegen das, was danach kam. © AP
Über diese Szene diskutieren Fußball-Deutschland und Fußball-England: In der 38. Minute kommt es zur Neuauflage des Wembley-Tors. © Getty
Ein Lampard-Schuss prallt gegen die Unterkante der Latte, von dort klar INS Tor, doch der Schiedsrichter Jorge Larrionda verweigert dem Treffer die Anerkennung © dpa
Hier sehen Sie das Nicht-Tor, das eigentlich ein Tor war, im Daumenkino. © dpa
Hier sehen Sie das Nicht-Tor, das eigentlich ein Tor war, im Daumenkino. © AP
Hier sehen Sie das Nicht-Tor, das eigentlich ein Tor war, im Daumenkino. © AP
Hier sehen Sie das Nicht-Tor, das eigentlich ein Tor war, im Daumenkino. © Getty
Hier sehen Sie das Nicht-Tor, das eigentlich ein Tor war, im Daumenkino. © dpa
Hier sehen Sie das Nicht-Tor, das eigentlich ein Tor war, im Daumenkino. © Getty
Hier sehen Sie das Nicht-Tor, das eigentlich ein Tor war, im Daumenkino. © AP
Hier sehen Sie das Nicht-Tor, das eigentlich ein Tor war, im Daumenkino. © Getty
Hier sehen Sie das Nicht-Tor, das eigentlich ein Tor war, im Daumenkino. © dpa
Hier sehen Sie das Nicht-Tor, das eigentlich ein Tor war, im Daumenkino. © dpa
Kein Tor, findet Linienrichter Mauricio Espinosa © Getty
Frank Lampard hat den Ball wohl im Tor gesehen © Getty
Wayne Rooney hat den Ball im Tor gesehen © Getty
Fabio Capello hat den Ball wohl im Tor gesehen. © Getty
David Beckham hat den Ball wohl im Tor gesehen. © Getty
Nur der Schiedsrichter halt nicht. © Getty
Mit dem Stand von 2:1 ging's dann ab in die Halbzeit. © Getty
Und dann kam Thomas Müller mit einem tollen Doppelschlag. © AP
67. Minute: Der Youngster schließt einen Konter perfekt ab. © AP
Und dann geht's am zum Jubel! © AP
3:1! © AP
Doch Müller hatte nicht genug. © AP
70. Minute: Wieder Müller! © AP
Özil sprintet die Seitenlinie entlang und flankt im richtigen Moment auf Müller, der wie im Schlaf vollstreckt. © AP
4:1 - die Sache ist durch © AP
Das weiß auch Thomas Müller © AP
Riesig war die Erleichterung bei ihm und seinen Kollegen Khedira ... © AP
... und Klose. © AP
Die Engländer können nur noch den Ball aus dem Netz holen - und scheitern beim eher halbherzigen Versuch, noch drei Tore in 20 Minuten zu schießen. Das 4:1 ist auch der Endstand. © AP
Hier sehen Sie noch ein paar enttäuschte englische Gesichter, die den meisten deutschen Fußball-Fans gefalle dürften © Getty
Wayne Rooney © Getty
Wayne Rooney © Getty
Jermain Defoe © Getty
Steven Gerrard © AP
So sehen Sieger aus! © AP
Schalala la la! © AP
Jungs, wir sind stolz auf euch! Und nun die Einzelkritik! © dpa
Manuel Neuer: Teilweise mit einem Titanen-Auftritt! Klärte überragend gegen Lampard, hatte zehn Minuten vor Schluss bei Gerrards Schuss noch die Finger dran. Und: Holte sich den ersten Scorer-Punkt für einen Torwart bei der WM! Sein Abschlag segelte bis zu Klose, der zur Führung traf. Dann segelte aber Neuer selbst am Ball vorbei. Der 22-jährige Schalker sah bei Upsons Kopfballtreffer ganz schlecht aus. Auch bei Lampards Freistoß-Hammer in der zweiten Halbzeit zu nachlässig. Was soll‘s: Weiter, immer weiter! Note 2 © Getty
Philipp Lahm: That‘s a Captain! Ganz starker Auftritt des Bayern-Stars. Die rechte Seite war dicht wie die Bank von England. Technisch ausgezeichnet, behielt in jeder Situation den Überblick. Ganz stark: Seine Rettungsaktion in der ersten Halbzeit auf der Torlinie. Note 2 © Getty
Per Mertesacker: Abräumer mit Eisenfuß. Hatte gegen England seinen bisher besten WM-Auftritt. Am Boden ordentlich, im Luftkampf stark. Nur die Spieleröffnung, die hat der Bremer ganz sicher nicht erfunden. Sein Motto: Weg mit der Kugel – so weit wie möglich… Note 3 © Getty
Arne Friedrich: Friedrich der Große! Rooney? Wer ist Rooney? Der Berliner räumte gegen den Top-Stürmer gnadenlos ab, verlor kaum einen Zweikampf. Auch in der Luft ganz sicher. Im zweiten Durchgang früh gelbverwarnt, trotzdem mit Risiko und vollem Einsatz dabei. Note 1 © Getty
Jerome Boateng: Erhielt erneut den Vorzug vor Badstuber. Zur neuen Saison wechselt der 21-Jährige zu Manchester City. Gestern konnte er schon einige der künftigen Premier-League-Kollegen beobachten – trotzdem hätte er beim 1:2 ruhig mit in den Zweikampf gehen dürfen. Blieb einfach stehen, als sich Upson hoch schraubte. Zu wacklig. Im Viertelfinale droht nun Messi – da muss sich Löw etwas einfallen lassen! Note 4 © Getty
Bastian Schweinsteiger: In Bloemfontein wurde aus dem ehemaligen Schweini endgültig ein echter Mann, der Herr Schweinsteiger. Endlich bewies er in einem großen Spiel seine Klasse! Immer anspielbar, aggressiv im Zweikampf, starke Bälle in die Spitze – wie das traumhaft verzögerte Zuspiel vor dem 3:1. Für unser Team war es unglaublich wichtig, dass er rechtzeitig fit wurde. Note 1 © Getty
Sami Khedira: Der deutsche Mittelblock! Der Stuttgarter half zur Not in der Innenverteidigung aus, räumte vor der Abwehr ab. Schnörkellos, aber sicher. Note 2 © Getty
Thomas Müller: Es kracht wieder bei Bomber Müller! Eine Vorlage, zwei eiskalte Treffer. Dieser Mann ist Wahnsinn – und erst 20. Der Youngster bewies gegen England, dass er auch die Abwehrreihen großer Mannschaften aufmischen kann. Harmonierte ausgezeichnet mit Klose. Note 1 © Getty
ab 71. Trochowski: ohne Bewertung © Getty
Mesut Özil: Dieser Zauberfuß macht Spaß. Initiierte immer wieder die Angriffe des DFB-Teams – gerne auch mit der Hacke. Vor dem Tor mit den gewohnten Problemen, ansonsten unverzichtbar. Legte das 4:1 klasse auf. Note 2 © Getty
ab 83. Kießling: ohne Bewertung © Getty
Lukas Podolski: Peng-Peng-Poldi. Lukas ließ es krachen. Nach den schwachen Spielen gegen Serbien und Ghana zeigte der Kölner wieder Torgefährlichkeit – und netzte aus spitzem Winkel ein. Nach hinten bemüht wie selten. Note 2 © Getty
Miroslav Klose: Der Bomber von Bloemfontein! Von der ersten Sekunde an präsentierte sich der Bayern-Stürmer voll auf der Höhe. In Spielen wie gegen England zeigt sich Weltklasse – und Klose stellt unter Beweis, dass er sie besitzt. Torriecher beim 1:0 (sein 50. für Deutschland!), Traumpass vor dem 2:0. Das macht Spaß! Note 1 © Getty
ab 71.: Gomez: ohne Bewertung © Getty

Tausende Menschen hatten in München schon Stunden vor dem Anpfiff auf den Einlass ins Olympiastadion gewartet. Zum größten Public Viewing in der bayerischen Landeshauptstadt wurden zehntausende Fans erwartet. Die bisherige Kapazität von 35 000 Zuschauern haben die Veranstalter auf 60 000 aufgestockt. In der Münchner Innenstadt kamen auf die Feiermeile Leopoldstraße in Schwabing gut 50 000 Zuschauer. Die bayerischen Fans skandierten “Deutschland, Deutschland“ und riefen “England is going home“.

dpa

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