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Tuchel ist nicht mehr BVB-Trainer 

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Schürrle nicht dabei

Chelsea gewinnt Topspiel in Manchester

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Manchesters Vincent Kompany im Zweikampf mit Chelseas Ramirez.

Manchester - Ohne den deutschen Nationalspieler André Schürrle hat der FC Chelsea das Spitzenspiel der englischen Premier League gewonnen und für weitere Spannung im Titelrennen gesorgt.

Billy McCulloch ist Schotte, und als solcher naturgemäß ein kerniger Bursche. Der Masseur des FC Chelsea liebt derbe Witze und lacht selbst am lautesten darüber, im Internet ist das zu bestaunen. McCulloch kann aber noch mehr, deshalb überließ Star-Teammanager Jose Mourinho seinem Mitarbeiter die Ansprache vor dem Spitzenspiel bei Manchester City. Die Inspiration funktionierte, Chelsea siegte 1:0 (1:0) und machte aus dem Meisterschaftsrennen in England wieder einen echten Dreikampf.

McCulloch war laut, so viel wusste Mourinho zu berichten, vom genauen Inhalt hatte der Portugiese keine Ahnung. „Er hat so viel in seinem schottischen Akzent geschrien, “grrr, grrr, grrr', ich habe ihn überhaupt nicht richtig verstanden. Aber die Spieler haben applaudiert, also haben sie's begriffen„, sagte er mit einem zufriedenen Grinsen.

Trotzdem relativierte Mourinho die Bedeutung des Erfolges. Bei zwei Zählern Rückstand auf den FC Arsenal und Punktgleichheit mit City in der Fußball-Premier-League sollten die Blues doch nun wohl klarer Titelaspirant sein, aber nicht nach Ansicht ihres exzentrischen Coaches. Es seien zwei Rennpferde, also Arsenal und City, und `ein kleines Pferd, das noch Milch braucht und lernen muss zu springen“, sagte „The Special One“. Dieses Pferd, also Chelsea, werde erst in der nächsten Saison zum Rennpferd.

Er schreibe überraschenderweise seiner Mannschaft nicht einmal eine Chance zu, in dieser Spielzeit zu triumphieren, betonte Mourinho. Understatement? Vernebelungstaktik? Der Coach begründete es wie folgt: „Wir haben zu Hause gegen West Brom Punkte vergeben, gegen West Ham, wir haben in Stoke verloren und in Newcastle. Wir sind ein Team, das sich in der Entwicklung befindet, aber natürlich hilft eine solche Leistung enorm dabei - taktisch und auch mental. Ich denke, wir waren fantastisch“.

Es hätte zum Abschluss des 24. Spieltages nicht nur bei dem einen Treffer von Branislav Ivanovic (32.) bleiben müssen. Chelsea, das Nationalspieler Andre Schürrle nicht einmal im Kader hatte, hatte Pech bei Pfostentreffern von Samuel Eto'o (44.), Nemanja Matic (53.) und Gary Cahill (67.). Aber der Vize-Meister, bei dem Ex-Bundesliga-Torjäger Edin Dzeko durchspielte, vergab ebenso zahlreiche Chancen und begründete die Niederlage auch mit schwerwiegenden personellen Ausfälle.

Der Brasilianer Fernandinho, den der Ex-Bayer Martin Demichelis vertrat, fehlte wegen einer Muskelverletzung und wird wohl drei bis vier Wochen ausfallen. Dazu standen Samir Nasri, Sergio Agüero und Javi Garcia nicht zur Verfügung, James Milner blieb angeschlagen auf der Bank. „Das war ein zu großer Vorteil für ein Team wie Chelsea“, sagte City-Teammanager Manuel Pellegrini.

Die Citizens standen letztlich erstmals seit November 2010 in einem Ligaspiel ohne Treffer im eigenen Stadion da, zuletzt verloren hatten sie zu Hause gegen Bayern München in der Gruppenphase der Champions League. Umso beeindruckender, was Chelsea ablieferte. „Wir haben starken Charakter gezeigt“, sagte Kapitän John Terry. Nicht zuletzt dank Billy McCullochs Ansprache.

sid

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