Erste Brasilien-Party mit Kölsch

Löw gibt DFB-Stars frei

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Philipp Lahm (l) und Torschütze Sami Khedira bejubeln das 1:0.

Köln - Mit einer Spontan-Party in der Kabine feierten Lahm und Co. bei einem Fässchen Kölsch das WM-Ticket. Bundestrainer Löw belohnte seine Stars mit einem freien Wochenende.

Der DFB-Chefcoach denkt bereits an Brasilien und warnt: Wer sich nicht anpasst, hat verloren.

Nach einer beschwingten Kölner Partynacht belohnte Joachim Löw seine erfolgreichen WM-Bucher mit einem freien Wochenende. Philipp Lahm und Co. durften für einen Kurztripp in die Heimat düsen. Erst am Sonntagabend um 22 Uhr erwartete der zufriedene Bundestrainer die Fußball-Nationalspieler zurück im Hotel. „Mit dem überzeugenden Spiel gegen die Iren und mit einer insgesamt sehr souveränen Qualifikation für die WM in Brasilien mit bisher acht Siegen und einem Unentschieden haben sich die Spieler diese Pause verdient“, sagte Löw am Samstag.

Bei der ersten spontanen WM-Fete noch in der Kabine hatte sich Lahm nur über das kleine Bierfass gewundert, das DFB-Präsident Wolfgang Niersbach spendierte. „Das Fässchen Kölsch war so groß wie eine Maß auf der Wiesn“, scherzte der Kapitän nach dem 3:0 (1:0)-Sieg über Irland, mit dem am Freitagabend das Ticket zur WM 2014 in Brasilien souverän gelöst worden war.

Tore von Sami Khedira (12. Minute), André Schürrle (58.) und Mesut Özil (90.+1) ebneten schon vor dem Qualifikationsfinale am Dienstag in Schweden den Weg zum Turnier am Zuckerhut im kommenden Sommer. „Die Reise, die wir vor 13 Monaten begonnen haben, haben wir jetzt zu Ende gebracht. Ich denke, wir haben heute auch gezeigt, dass wir das Maß aller Dinge waren in dieser Gruppe, dass wir von Anfang an vorneweg marschiert sind“, sagte Löw.

Einen Spannungsabfall vor der Schweden-Partie fürchtet der DFB-Chefcoach nicht. „Wir haben volles Vertrauen in unsere Spieler und wissen, dass sie auch das letzte Spiel hoch motiviert angehen werden. Jeder erinnert sich an das Hinspiel, in dem die Schweden in der zweiten Hälfte noch vier Tore geschossen haben“, betonte der Bundestrainer.

Mit den Schweden hat auch Löw nach dem historischen 4:4 im Hinspiel von Berlin „noch eine kleine Rechnung offen“. Thomas Müller stellte schon mal fest: „Freundschaftsspiele gibt es nicht, es gibt nur Testspiele. Außerdem ist es ein Qualifikationsspiel, da geht es noch um Punkte. Wir wollen jedes Spiel gewinnen, sonst werden wir wieder durch den Fleischwolf gedreht.“

Glückwünsche kamen von allen Seiten. DFB-Präsident Niersbach freute sich: „Das ist insgesamt eine tolle Leistung. Außer uns hat sich seit 1954 nur Brasilien immer für die WM qualifiziert.“ Auch Bundeskanzlerin und Nationalmannschafts-Edelfan Angela Merkel gratulierte: „Herzlichen Glückwunsch an das DFB-Team zur Qualifikation. Ich freue mich auf eine spannende WM in Brasilien!“, schrieb Merkel auf ihrer Facebook-Seite.

Das Spiel gegen Schweden wird für Löw nun zum ersten WM-Test. Khedira ist gelb-gesperrt. Mit einigen Personalwechseln ist zu rechnen. „Es kann durchaus sein, dass ich die eine oder andere Position verändere“, kündigte Löw an. Mit der Einwechslung des Neu-Gladbachers Max Kruse gab der Freiburger schon ein Zeichen, wie das konkret aussehen kann: Kruse in die Sturmspitze, Özil zurück auf seine angestammte Spielmacher-Position und Schweinsteiger in seinem 100. Länderspiel als zentraler Mittelfeld-Organisator.

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Keine Neuigkeiten soll es bis Dienstag in seiner Vertragsfrage geben. „Wir haben gesagt, wir reden weiter, wenn die Qualifikation zu Ende ist, nicht, wenn sie geschafft ist. Von daher war es jetzt überhaupt kein Thema und wird auch morgen und übermorgen überhaupt kein Thema sein“, sagte Löw, der im Gegensatz zu seinen Spielern am Wochenende in Köln bleibt.

Intensiv will Löw die WM-Planungen angehen. Dem Bundestrainer ist klar, dass das Turnier in Brasilien eine logistische Herkulesaufgabe wird. „Ich muss schon sagen, wir brauchen Spieler, die sich mit den Gegebenheiten arrangieren können, wer das nicht kann, der hat verloren.“

dpa

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