Gomez-Wechsel steht bevor

Transferpoker um Lewa und de Bruyne

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Kevin de Bruyne hat drei Vereine "zur Auswahl".

Hamburg - Die fußballfreie Zeit ist Transferzeit. In der Bundesliga dreht sich das Spielerkarussell. Wo wird Lewandowski spielen? Wo de Bruyne? Alle Bundesligamanager arbeiten auf Hochtouren.

Auf dem Papier bleiben den Managern der Fußball-Bundesliga noch zwölf Wochen bis zum Ende der Wechselfrist. Die großen Transfers von Robert Lewandoswki, Kevin de Bruyne und André Schürrle aber werden wohl schnell(er) über die Bühne gehen. Auch Mario Gomez wird seinen Spind beim FC Bayern München schon in den nächsten Tagen ausräumen - trotz eines Vertrages bis 2016.

„Die Tendenz bei Mario geht ganz klar dahin, dass er sich vom FC Bayern trennen wird“, sagte Gomez-Berater Uli Ferber dem „Kicker“. Im Gespräch ist der 27-Jährige beim SSC Neapel und bei AC Florenz. Die Ablösesumme für den Angreifer soll bei 20 Millionen Euro liegen.

Der Poker um 24-Tore-Stürmer Lewandowski geht ebenfalls auf die Zielgerade: die Dortmunder sind das Gejammer des wechselwilligen Polen langsam leid. Bei einem Angebot um die 25 Millionen Euro könnten die Westfalen schwach werden, sonst muss Lewandowski noch ein Jahr für rund 1,5 Millionen Euro Gehalt spielen. Gerüchteweise sollen als Ersatz Christian Benteke (Aston Villa) oder Edin Dzeko von Manchester City im Gespräch sein. Der ehemalige Bremer Sokratis soll die Lücke schließen, die der Transfer von Felipe Santana zum FC Schalke hinterlässt. Zunächst soll der Grieche aber den lange verletzten Lukasz Piszczek auf der rechten Abwehrseite vertreten.

Noch unklar ist, ob sich Bremens Saisonaufsteiger de Bruyne für fünf Jahre an Dortmund oder per Leihvertrag Leverkusen anschließen wird. Die Frage ist aber auch, ob Chelseas neuer Trainer José Mourinho den Belgier vielleicht sogar behalten will.

Aus dem Sommerurlaub auf Mykonos kann Schürrle entspannt verfolgen, wie sein Abschied Richtung Chelsea perfekt gemacht wird. Beim Ballack-Spiel klärten Bayer-Sportchef Rudi Völler und Mourinho die Details. Den Nationalspieler lassen sich die Engländer mehr als 20 Millionen Euro kosten. Als Zugang kann Champions-League-Starter Bayer möglicherweise bald Heung-Min Son vermelden, muss dafür aber die Hälfte der Schürrle-Millionen an den HSV überweisen.

Trainer Thorsten Fink möchte zwar mit dem südkoreanischen Talent weiterarbeiten, die wirtschaftlichen Zwänge sind aber zu groß. Gern würde man Stürmer wie Claudio Pizarro locken, doch ohne europäisches Geschäft und mit schmalem Portemonnaie kommt kein Hochkaräter. Offen ist eine Vertragsverlängerung des 34-Jährigen beim FCB, großes Interesse hat auch Schalke. Als Zugänge für Coach Pep Guardiola stehen der Königstransfer Mario Götze (Borussia Dortmund) und Jan Kirchhoff (FSV Mainz 05) fest. Anatoli Timoschtschuk (Zenit St. Petersburg) und Nils Petersen (Werder Bremen) werden gehen.

Die Tops und Flops der Bundesliga-Saison 2012/2013

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Bei den Bremern könnte Enfant terrible Marko Arnautovic eine letzte Chance erhalten - Angebote für den zuletzt suspendierten Österreicher mit einem Vertrag bis 2014 soll es nicht geben.

In Wolfsburg könnte Diego noch zum Sommertheater werden. Atlético Madrid will ihn kaufen, der VfL will ihn halten. In Hannover steht Mohammed Abdellaoue vor dem Wechsel nach Stuttgart, dafür soll Mame Diouf unbedingt gehalten werden und seinen Vertrag verlängern. Schalke will das Bochumer Top-Talent Leon Goretzka holen. Der VfL hat ein offizielles Angebot für den Mittelfeldspieler bestätigt, im Raum steht eine Summe von vier Millionen Euro. Der Tscheche Vaclav Kadlec von Sparta Prag steht auf der Wunschliste von Frankfurt und Schalke.

In Frankfurt steht man laut Sportdirektor Bruno Hübner vor der Weiterverpflichtung von Marco Russ (Leihgabe aus Wolfsburg). Die Eintracht bangt noch um das Verbleiben von Kapitän Pirmin Schwegler (nach Wolfsburg?).

Torhüter Tim Wiese könnte zum best bezahlten Tribünengast in Hoffenheim werden. Bis 2016 könnte er etwa zehn Millionen Euro verdienen. In Nürnberg soll St. Paulis Aufsteiger Daniel Ginczek seine Bundesliga-Reife beweisen. Alexander Baumjohann (Kaiserslautern) unterschrieb bereits bei Aufsteiger Hertha BSC.

Der FC Augsburg hat die Hoffnung auf eine Weiterverpflichtung seines südkoreanischen Mittelfeld-Allrounders Dong-Won Ji noch nicht aufgegeben. Der Leihvertrag mit Ji, der eigentlich beim AFC Sunderland zu Hause ist, läuft aus. Schlecht sieht es auch um eine mögliche FCA-Zukunft von Ja-Cheol Koo aus: Nach eineinhalb Jahren zeichnet sich der baldige Abschied zum Heimatverein Wolfsburg ab.

dpa

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