Sechs Tore - aber kein Sieger

Schalke und HSV bieten Fußball verrückt

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Über mangelnde Beschäftigung konnten sich die Torhüter beim Duell Schalke - Hamburg nicht beklagen.

Gelsenkirchen - Der eingewechselte Schalker Neuzugang Adam Szalai hat den Revierclub am Sonntag gegen den Hamburger SV vor einem Fehlstart in die neue Saison bewahrt.

61 973 Zuschauer sahen beim unterhaltsamen 3:3 (2:2) einen wechselhaften FC Schalke 04, der sich trotz der zwei Treffer von Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (2./45.+2.) am Ende über das Remis nicht beschweren durfte. Für die überraschend agilen Gäste waren Rafael van der Vaart (12.), Maximilian Beister (23.) und Lasse Sobiech (49.) erfolgreich.


Führungstreffer nach 84 Sekunden

Schalkes Coach Jens Keller hatte nach dem dürftigen 2:0 im Pokal gegen den Fünftligisten Nöttingen zum Liga-Start mehr Seriosität und Biss gefordert - sein Team tat ihm sofort den Gefallen. Nach nur 84 Sekunden veredelte Huntelaar einen Zuckerpass von Julian Draxler und schloss damit einen Klasse-Konter der Gastgeber zur Führung ab. Sein erstes Saisontor passte zu einer aufregenden Woche für Huntelaar. Am Dienstag war er zum dritten Mal Vater geworden, an diesem Montag feiert er seinen 30. Geburtstag. Die Arena tobte, aber selbst dieser Bilderbuchstart gab den Aktionen der Schalker nicht die erwartete Sicherheit. Im Gegenteil: Der HSV schüttelte sich kurz und schlug eindrucksvoll zurück.

Die Hanseaten wirkten auf einmal gedankenschneller, aggressiver und strukturierter. Schalke ließ sich unnötig weit zurückfallen, jegliches Pressing vermissen und brachte sich durch unnötige Fehler immer wieder selbst in Bedrängnis. Eine Flanke von HSV-Profi Marcell Jansen sprang Joel Matip an den Arm - den Handelfmeter verwandelte van der Vaart zum 1:1 (12.). Die Norddeutschen blieben am Drücker, Schalke agierte weiter viel zu passiv. In der 22. Minute musste auch noch Draxler mit Achillessehnenbeschwerden ausgewechselt werden. Für ihn durfte der Ex-Bochumer Leon Goretzka sein Bundesliga-Debüt geben.


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Jens Keller
Platz 10: Schalke Trainer Jens Keller (3,2 %). © dpa
Jürgen Klopp
Platz 9: Jürgen Klopp von Borussia Dortmund (5,0 %). © dpa
Robin Dutt
Platz 8: Robin Dutt, Trainer beim SV Werder Bremen (6,4%). © dpa
Lucien Favre
Platz 7: Mönchengladbach-Coach Lucien Favre (7,1%). © picture alliance / dpa
Thorsten Fink
Platz 6: HSV-Trainer Thorsten Fink (8,5%). © dpa
Bruno Labbadia
Platz 5: Bruno Labbadia (9,7%) trainiert den VfB Stuttgart. © dpa
Michael Wiesinger
Platz 4: Michael Wiesinger (10,4%) vom 1. FC Nürnberg. © picture alliance / dpa
Markus Weinzierl
Platz 3: Augsburg-Trainer Markus Weinzierl (12,4%). © dpa
Joachim Löw
Platz 2: Bundestrainer Joachim Löw (13,3%). © dpa
Pep Guardiola
Platz 1: Bayern-Coach Pep Guardiola. © AFP

Auch vor dem zweiten Gäste-Tor stimmte bei 04 die Zuordnung nicht. In bester Franz-Beckenbauer-Manier setzte Heiko Westermann mit einem 40-Meter-Pass auf der rechten Seite Dennis Diekmeier ein und dessen perfekte Flanke verwertete Beister zum 1:2 (23.). Schalkes Sportdirektor Horst Heldt schimpfte. Auch bei van der Vaarts Freistoß vier Minuten später stimmte die Zuordnung in der Abwehr nicht - der Kopfball von Milan Badelj klatschte gegen die Latte. Erst kurz vor dem Halbzeitpfiff besserte sich zumindest kurzfristig seine Laune. Huntelaar köpfte eine zentimetergenaue Hereingabe von Christian Fuchs zum schmeichelhaften 2:2 ein (45.+2).

„Ich bin enttäuscht vom Auftritt“, analysierte Heldt in der Pause, „viele müssen jetzt eine Schippe drauflegen.“ Vor allem in der Defensive passte wenig. So durfte auch HSV-Neuzugang Sobiech nach einer Ecke fast ungehindert einköpfen (49.). Erst nach dem erneuten Wachmacher legte der Revierclub seine Lethargie ab. Endlich zeigten die Gelsenkirchener die nötige Dringlichkeit. Zuerst vergab der in der 50. Minute eingewechselte Szalai aus drei Metern noch einen Hochkaräter (69.), aber 180 Sekunden machte später es der Neue aus Mainz besser - 3:3. Nationaltorhüter René Adler sah dabei sehr unglücklich aus, sein Team rettete das verdiente Remis aber über die Zeit.

dpa

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