Spiel gegen Frankfurt

Spielverlegung verärgert Werder: Schwere Terminsuche

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Bremens Trainer Florian Kohfeldt muss auf die Partie gegen Eintracht Frankfurt noch etwas warten. Foto: Carmen Jaspersen/dpa

Kein Bundesliga-Fußball am Sonntag in Bremen. Das Spiel Werder gegen Frankfurt wird verschoben, weil die Eintracht sonst zu wenig Pause hätte. In Bremen sorgt die DFL-Entscheidung für Ärger. Ein neuer Termin steht noch nicht fest.

Bremen (dpa) - Spielfrei statt Start in die selbst erklärte entscheidende Woche im Abstiegskampf: Bei Werder Bremen hat die Deutsche Fußball Liga mit der Verlegung des für Sonntag um 18.00 Uhr angesetzten Bundesligaspiels gegen Eintracht Frankfurt für großen Ärger gesorgt.


"Es wird mit der Wettbewerbsintegrität argumentiert. Aus meiner Sicht ist jetzt ein Wettbewerbsnachteil der einen Mannschaft zum Nachteil einer anderen geworden", sagte Bremens Geschäftsführer Frank Baumann.

Die DFL hatte die Begegnung im Weserstadion verschoben, weil zuvor das Frankfurter Zwischenrunden-Rückspiel in der Europa League in Salzburg wegen einer Orkanwarnung vom 27. auf den 28. Februar (18.00 Uhr) verlegt worden war. "Damit bekräftigt die DFL ihre Linie, Bundesliga-Clubs nach Einsätzen in der Europa League möglichst mindestens zwei volle Tage Regenerationszeit vor dem darauffolgenden Bundesliga-Spiel einzuräumen und damit auch die Integrität des eigenen Wettbewerbs zu schützen", begründete die DFL ihre Entscheidung.


Weil der Rahmenterminplan bis zum Saisonende aber voll ist, konnte die DFL noch keinen neuen Termin für die Partie festlegen. Aktuell wäre nur ein Ansetzung zwischen dem 33. und 34. Spieltag im Mai möglich. Ein Szenario, das bei den stark abstiegsbedrohten Bremern auf wenig Gegenliebe stößt. "Ich denke, dass sich jeder denken kann, dass das nicht optimal ist, in dieser entscheidenden Saisonphase eine englische Woche einzubauen", sagte Baumann.

Eintracht Frankfurt begrüßte die Verlegung des Spiels dagegen ausdrücklich. "Das ist die einzig richtige Entscheidung im Sinne eines fairen und sauberen Wettbewerbs. Auch der Montag wäre nicht die richtige Lösung gewesen", sagte Sportvorstand Fredi Bobic. Schließlich stehen sich beide Teams am Mittwoch bereits im Viertelfinale des DFB-Pokals in Frankfurt gegenüber.

Es ist bereits die zweite Spielverlegung in dieser Saison. Zuvor war die Partie Borussia Mönchengladbach gegen den 1. FC Köln wegen des Sturmtiefs Sabine abgesagt und für den 11. März neu angesetzt worden.

Da die Eintracht noch in der Europa League aktiv ist, war eine schnelle Neuansetzung nicht möglich. Weshalb die Bremer sich gegen eine Verschiebung ausgesprochen hatten. "Ich habe grundsätzliches Verständnis für die Situation der Frankfurter. Zwei Spiele in drei Tagen sind nicht optimal. Aber auch nicht unmöglich, wenn man sich die Situation in anderen Ländern anschaut", sagte Baumann. "Wenn man keinen besseren Ausweichtermin festlegen kann, ist es aus meiner Sicht besser, den ursprünglichen Termin beizubehalten."

In Bremen befürchtet man, dass die Konkurrenz im Abstiegskampf am Wochenende weiter enteilen kann, während die Norddeutschen tatenlos zuschauen müssen. Werder-Coach Florian Kohfeldt hatte die Woche mit den Spielen gegen Frankfurt und sechs Tage später bei Union Berlin als "entscheidend" eingestuft und seine Mannschaft dementsprechend vorbereitet. Werder-Fans planten als Zeichen des Schulterschlusses einen lautstarken Besuch beim Abschlusstrainings am Samstag.

"Florian ist natürlich alles andere als glücklich über diese Entscheidung. Wir hätten diese sehr wichtige Woche für uns mit einem Heimspiel beginnen können, um hoffentlich die Wende einzuleiten", sagte Baumann. "Das wurde uns genommen."

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