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Nach Europa-League-Spielen

Gladbach feiert Tor-Held - VfB bremst Euphorie

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Igor de Camargo (l.) traf doppelt

Köln - Zu großen Jubel wollten man beim VfB Stuttgart trotz des Kantersieges in der Europa League nicht aufkommen lassen. Bei Borussia Mönchengladbach verneigte man sich hingegen vor Matchwinner Igor de Camargo.

Erleichterung bei Borussia Mönchengladbach, verhaltener Jubel trotz Gala-Auftritt beim VfB Stuttgart: Mit zwei Siegen haben die beiden Bundesligisten am 5. Spieltag der Europa League die internationale Bilanz der deutschen Klubs aufgehübscht. Doch während die Gladbacher nach dem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen AEL Limassol die Ligakonkurrenten Hannover 96 und Bayer Leverkusen in die K.o.-Runde begleiten, muss sich Stuttgart trotz Hurra-Fußballs beim begeisternden 5:1 (4:0) bei Steaua Bukarest als letzter deutscher Klub gedulden.

Die Schwaben zogen die Jubelbremse an, auch wenn das Weiterkommen nur noch Formsache sein sollte. „Es geht gnadenlos weiter“, sagte Serdar Tasci, Kapitän des VfB Stuttgart mit Blick auf die anstehende englische Woche mit zwei Bundesliga-Derbys, „wir müssen gut essen, ein bisschen schlafen und versuchen, den Schwung mitzunehmen.“ Doch an Schlaf war kaum zu denken.

„Das war ein absoluter Sahnetag, alles hat geklappt. Es hat Spaß gemacht, der Mannschaft zuzuschauen“, schwärmte Trainer Bruno Labbadia, der die putzige Wendung von der „kleinen Hölle“ geprägt hatte. 55.000 fanatische Zuschauer hatten die Arena Nationala in einen „Hexenkessel“ (wieder Labbadia) verwandelt, in der den Profis des VfB bereits „beim Warmmachen Hass“ entgegenschlug, wie Martin Harnik meinte. „Das hat uns gepusht.“ Und zum höchsten Auswärtssieg im Europapokal der Klubgeschichte inspiriert.

Die Gala-Vorstellung hielt den VfB (8 Punkte) in der Gruppe E der Europa League hinter Steaua (10) auf Platz zwei. Im abschließenden Gruppenspiel am 6. Dezember gegen den norwegischen Meister Molde FK kann der VfB aus eigener Kraft - und als siebte und letzte deutsche Mannschaft - das Ticket für die K.o.-Phase des Europacups buchen.

Im Wettbewerb überwintern wird derweil Borussia Mönchengladbach, wo Matchwinner Igor de Camargo seinen großen Auftritt in vollen Zügen genoss. Von den Fans bejubelt und den Mitspielern geherzt verließ der Stürmer mit einem strahlenden Lächeln und ganz in Schwarz gekleidet um kurz vor Mitternacht die Stätte seines Triumphs. Zuvor hatte de Camargo sein Team als Joker mit einem Doppelpack in die K.o.-Runde geschossen.

Der 29-Jährige nutzte die Gunst der Stunde zur Forderung nach einem Stammplatz. „Ich will immer spielen. Auf der Bank kann ich nicht so viel machen“, erklärte der in der 74. Minute eingewechselte Angreifer nach seinen beiden wichtigen Toren gegen Zyperns Meister in der Schlussphase (79. und 90.+1) und fügte mit Blick auf die restlichen fünf Spiele bis zur Winterpause in der Bundesliga an: „Ich bin hier, um meine Arbeit zu machen. Der Trainer weiß, was ich kann. Ich will weiter Tore schießen.“

Ohne Torerfolg blieben die Stürmer von Hannover 96. Bei der Nullnummer gegen Twente Enschede hatten viele Spieler aber wohl auch schon das Gastspiel bei Bayern München am Samstag im Hinterkopf. „Zwei Spiele in zwei Tagen sind crazy, das habe ich noch nie erlebt. Aber am Samstag um 15.30 Uhr gibt es für uns keine Ausrede“, sagte Mannschaftskapitän und 96-Urgestein Steven Cherundolo und wies Vorhaltungen, man habe sich beim müden Kick gegen die Niederländer geschont, vehement zurück: „90 Minuten sind 90 Minuten, das war nicht wirklich ausruhen. Trotzdem wollen wir in München mitnehmen, was geht.“

Bayer Leverkusen verpasste zwar den Gruppensieg, schlug sich mit der mit vielen Nachwuchskräften angetretene „B-Elf“ beim 0:2 (0:0) bei Metalist Charkow achtbar. Ein besonderer Tag war es dabei für die Bayer-Teenager Luca Dürholtz (19) und Jonas Meffert (18): Unter Aufsicht schrieben Dürholtz (Deutsch) und Meffert (Mathematik) im Team-Hotel „Kharkiv Palace“ am Vormittag vor dem Spiel noch Klausuren. „Wir hätten natürlich gerne gewonnen, aber wichtiger ist das Spiel in Hoffenheim“, resümierte Sportchef Rudi Völler und blickte schon auf das Spiel am Sonntag (17.30 Uhr/Sky und Liga total!) in Sinsheim.

sid

"Alle schrecklich außer Marcel Reif": Die beliebtesten Fußball-Meinungen

"Alle schrecklich außer Marcel Reif": Die beliebtesten Fußball-Meinungen

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In der Bundesliga finde ich Bayern München scheiße, aber in der Champions League halte ich schon zu ihnen. © Getty
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Ich finde den FSV Mainz irgendwie sympathisch. © Getty
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In Köln sind die Erwartungen an die Mannschaft so groß wie sonst nirgendwo. © Getty
In Berlin sind die Erwartungen an die Mannschaft so groß wie sonst nirgendwo. © Getty
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... und Michael Ballack auch nicht. © Getty
Mit Ballack wäre die WM 2010 nicht so gut gelaufen. © Getty
Es weckt nichts so viele Emotionen wie Fußball. © Getty
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Von der WM in Südafrika werden vor allem die Vuvuzelas in Erinnerung bleiben – und Maradonas seltsamer Auftritt. © Getty
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Das ist Marketing, adidas braucht eben ein neues Produkt. © Getty
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