Nach Frage zum Kapitän gegangen

Interview im TV abgebrochen - diese Erklärung liefert Hecking

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Beendete ein Sky-Interview eigenmächtig: Gladbachs Trainer Dieter Hecking ist offenbar nicht gut zu sprechen auf Ewald Lienen.

Bei Borussia Mönchengladbach läuft es derzeit nicht rund. Deshalb muss Dieter Hecking im Sommer gehen. Nun sorgte der Trainer im TV für einen Eklat - und erklärt sich.

Update vom 8. April, 15.05 Uhr: Dieter Hecking hat sein unvermittelt abgebrochenes Interview mit einer Aussage des „Sky“-Experten Ewald Lienen begründet. Lienen habe im TV-Studio von einer "enttäuschenden Leistung" der Gladbacher Mannschaft gesprochen. "Das habe ich nicht verstanden und kann es auch bis heute nicht nachvollziehen", sagte Hecking am Montag bei „Sky“.

Lienen habe ihn am Montag zur Klärung angerufen, sagte Hecking weiter. "Ich habe gesagt: Ewald, du als Kollege, der in dieser Situation auch schon war, könntest das besser wissen. Ich glaube schon, dass die Mannschaft unter diesen Umständen ein richtig gutes Spiel gemacht hat. Ewald hat aus meiner Sicht falsch gelegen, aus seiner vielleicht nicht. Wir haben das im Telefonat geklärt und damit ist es auch gegessen", sagte Hecking. Der Gladbach-Coach und Lienen waren Anfang der 1980er Jahre Teamkollegen bei Borussia.

Gladbachs Trainer Hecking bringt „Sky“-Interview nach Spiel ab

Mönchengladbach - Der Mönchengladbacher Fußballtrainer Dieter Hecking hat nach dem 1:1 (0:0) im Bundesligaspiel gegen Werder Bremen am Sonntag gegen Borussia Mönchengladbach ein Gespräch beim TV-Sender „Sky“ abgebrochen und die Interviewzone verlassen. Reporter Marcus Lindemann hatte wiederholt nach der sportlichen Situation von Borussia-Kapitän Lars Stindl gefragt. Der Mittelfeldspieler war erst in der Schlussphase eingewechselt worden. Vor fünf Tagen hatte Gladbach bekannt gegeben, dass Hecking die Mannschaft in der kommenden Saison nicht mehr betreuen wird.

In der folgenden Pressekonferenz sagte Hecking über den Verzicht auf Stindl: „Das war eine meiner schwersten Entscheidungen, weil er mein Kapitän ist.“ Der Trainer wies darauf hin, dass der Spielführer zuletzt nicht seine normale Form erreicht habe.

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Lienen-Aussage soll Hecking verärgert haben

Wie die Bild berichtet, hatte das abrupte Ende des Interviews bereits eine Vorgeschichte. So soll Hecking eine Aussage von „Sky“-Experte Ewald Lienen über sein Aus bei den Borussen nicht gefallen haben. Das Blatt zitiert den Coach: „Es hat nichts mit Marcus Lindemann zu tun, dass meine Laune so schlecht ist, sondern mehr mit dem Sender generell.“ Eine Sache wird Fußballfans in Deutschland jedoch erfreuen: Sky überlässt der ARD die Übertragung des Revierderbys am 31. Spieltag.

Hecking soll nach der Partie gegen Bremen auch ein Live-Interview mit Schalte ins „Sky90“-Studio abgelehnt haben, weshalb das Gespräch mit Lindemann zeitversetzt ausgestrahlt wurde. Hintergrund: Lienen, einst Spieler und später auch Trainer in Gladbach, war bei der Talkrunde des Pay-TV-Senders zu Gast.

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Sky-Reporter Lindemann: Frage nach Kapitän völlig legitim

Die Bild sprach auch mit „Sky“-Reporter Lindemann, der nur bedingt Verständnis für Heckings Interview-Abbruch zeigte: „Ich weiß, dass es nicht mit meinem Interview gerade zu tun hat. Dieter Hecking will doch immer, dass man mit ihm über Fußball spricht. Da ist es doch völlig legitim, dass man ihn fragt, warum sein Kapitän nicht gespielt hat.“

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dpa mit mol

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