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Irrer plante Anschlag auf Dortmunder Stadion

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Der Signal Iduna Park in Dortmund.

Dortmund - Die Bundesliga ist um ein Haar an einem Blutbad vorbeigeschrammt. Ein Verrückter plante einen Anschlag auf den Signal Iduna Park in Dortmund - vor dem Spiel am Samstag gegen Hannover 96!

Das Bundeskriminalamt (BKA) hat einen geplanten Sprengstoffanschlag auf das Dortmunder Stadion vereitelt. Die Ermittler bestätigten am Donnerstag die Festnahme eines 25-jährigen Deutschen, der in der Nähe der Arena drei Sprengsätze versteckt haben soll. Die zunächst zuständige Staatsanwaltschaft Berlin hat ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Der Täter wollte laut BKA-Präsident Jörg Ziercke die Behörden wohl erpressen. Der Mann habe mit den Sprengkörpern mit “hoher Wahrscheinlichkeit den weiteren Forderungen Nachdruck“ verleihen wollen, sagte Ziercke in der ARD-“Tagesschau“.

“Er wollte ein gesichertes Leben danach, er wollte letztlich Geld von uns und die Chance habe ich ihm natürlich nicht gegeben“, sagte der BKA-Chef. Hinweise auf einen terroristischen oder islamistischen Hintergrund gibt es nicht. Der Mann hatte selbst die Polizei von seinen Anschlagsplänen unterrichtet. BKA-Beamte waren den Angaben zufolge in den vergangenen beiden Tagen in Krefeld und Dortmund im Einsatz. Laut “Bild“-Zeitung hoben sie in der Nacht auf Donnerstag zwei Erddepots mit Sprengstoff und Waffen inklusive Zeitzünder aus, eines in der Nähe des Stadions, eines in Krefeld. Letzteres bestätigte das BKA nicht.

Der BVB verschärfte “vorsorglich seine Sicherheitsmaßnahmen rund um den Signal Iduna Park in Absprache mit der Polizei ab sofort noch einmal“, wie Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke ankündigte. Die Dortmunder Polizei sieht “keine Gefährdung für die Besucher des Signal-Iduna-Parks“, wie sie in einer Mitteilung erklärte.

Die 10 besten Fußball-Stadien der Welt

Die 10 besten Fußball-Stadien der Welt

Platz 10: Das Craven Cottage in London ist die Heimat des FC Fulham. Es ist eine der letzten wirklich alten und traditionsreichen Kampfbahnen in England. Es liegt am Ufer der Themse. © Getty Images
Verein: Fulham FC; Kapazität: 25 678 Plätze © Getty Images
Platz 9: Camp Nou, die Heimat des FC Barcelona, wird auch die Kathedrale Kataloniens genannt. Es ist Europas größtes Fußball-Stadion und besticht durch eine einmalige Atmosphäre - wenn es denn voll ist. Das ist bei Barca aber normalerweise der Fall. Es soll demnächst weiter ausgebaut werden. © Getty Images
Verein: FC Barcelona; Kapazität: 98 787 Plätze. © Getty Images
Platz 8: Das Stadionul Dinamo, die Heimat von Dinamo Bukarest, führt die „Times“ auf Rang 8. Es ist ein Meisterstück der stalinistischen Zeit des Kalten Krieges. Kapazität: 15.300 Plätze. © dpa
Platz 7: La Bombonera - dieser Name klingt schon nach Atmosphäre und Stimmung. Die Heimat der Boca Juniors Buenos Aires heißt offiziell Estadio Alberto Jacinto Armando und gilt als eines der Stadien mit der hitzigsten und emotionalsten Atmosphäre. © ap
Verein: Boca Juniors Buenos Aires; Kapazität: 57.395 Plätze © ap
Platz 6: Das Santiago Bernabeu in Madrid ist die neue Heimat von Superstar Cristiano Ronaldo und dessen neuen Verein Real Madrid. Das königliche Stadion besticht vor allem durch seine Enge. © ap
Verein: Real Madrid CF; Kapazität: 80 354 Plätze © dpa
Platz 5: Die Allianz Arena in München. Die Heimat des FC Bayern und 1860 München schafft es in die Top 5. Laut „Times“ wird hier gezeigt, wie man ein neues Stadion zu bauen hat. Neueste Technologie, hoher Komfort und dennoch stimmungsgewaltig. © dpa
Vereine: FC Bayern München, TSV 1860 München; Kapazität: 69 000 Plätze © dpa
Platz 4: Das Inönü-Stadion von Besiktas Istanbul schlägt die Konkurrenz von Galatasaray oder Fenerbahce alleine durch seine Umgebung. Einen wundervollen Ausblick zur asiatischen Seite Istanbuls kann man von den Rängen genießen - doch in dieser Atmosphäre achtet darauf niemand. Kapazität: 32 145 Plätze © fkn
Platz 3: Legendäre Gänsehaut-Atmosphäre bei „Youl‘ll never walk alone“. This is Anfield. Die Anfield Road ist die Heimat des englischen Rekordmeisters FC Liverpool. © dpa
Verein: Liverpool FC; Kapazität: 45 362 Plätze © dpa
Platz 2: Das Giuseppe-Meazza-Stadion von Mailand bekommt die Silber-Medaille. Die Heimat von des AC Milan und Lokalrivale Inter Mailand ist das größte Stadion Italiens - und das wohl schönste. Einmalig, wie die Tifosi hier ihre Teams anfeuern. Ein würdiger zweiter Platz für das San Siro. © dpa
Vereine: AC Mailand, Inter Mailand; Kapazität: 81 389 Plätze © Getty Images
Platz 1: Der Sieger kommt aus Deutschland und ist das größte und stimmungsgeladenste Stadion der Bundesliga. Der Signal Iduna Park von Dortmund wurde für den Fußball konstruiert, alleine die Südtribüne bietet Stehplätze für 25 000 Fans - die gelbe Wand. © dpa
Verein Borussia Dortmund; Kapazität: 80.552 Plätze © Getty Images

Vereinschef und Ligapräsident Reinhard Rauball sagte den “Ruhr Nachrichten“, er werde “vollkommen ohne Angst“ ins Stadion gehen: “Ich hoffe, dass sich die Gemeinschaft der Vernünftigen nicht von einem Fehlgeleiteten die Freude verderben lässt.“ Eine Spielabsage habe “zu keinem Zeitpunkt“ zur Diskussion gestanden.

Nach Angaben des Innenministeriums gibt es bei dem vereitelten Sprengstoff-Anschlag keinen Hinweis auf einen terroristischen Hintergrund. “Der Vorgang hat keinerlei Bezüge zu terroristischen oder islamistischen Organisationen“, teilte ein Sprecher von Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) in Berlin mit. Es handle sich “um einen Einzeltäter mit allgemein-kriminellen Motiven“.

Nach einer Mitteilung des BKA trat der 25-Jährige, der am Dienstag in einem Kölner Hotel vorläufig festgenommen wurde, war der Polizei bisher nicht bekannt. In seiner Wohnung fanden Beamte drei sprengstoffverdächtige Gegenstände sowie ein umfangreiches Chemikalienlager. Ob die Sprengsätze funktionsfähig waren, blieb zunächst unklar. “Nach einer ersten Einschätzung war jedoch nicht von einer akuten Gefährdung der Bevölkerung auszugehen“, teilte das BKA mit.

Brandgefährlich: Fans außer Kontrolle

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Der 25-Jährige war laut BKA zunächst im Februar per Mail als Hinweisgeber an die deutsche Botschaft in Islamabad in Pakistan herangetreten. Dabei habe er Informationen zu zwei angeblich in Deutschland von einer Gruppe geplanten Anschlägen in Aussicht gestellt. Zuletzt hatte er auch das Stadion in Dortmund als mögliches Ziel genannt, kurze Zeit darauf wurde er festgenommen. Daraufhin berichtete er in Vernehmungen von den Sprengstoffverstecken.

Das BKA berichtete, schon vor der Festnahme hätten sich Hinweise ergeben, dass es sich um einen Erpressungsversuch handeln könne. Eine Sprachanalyse der Mails habe einen möglichen Zusammenhang mit einem bislang ungelösten Erpressungsfall eines Wirtschaftsunternehmens aus dem Jahr 2010 ergeben. Nähere Details nannte das BKA nicht.

Die Berliner Staatsanwaltschaft, zuständig für Eilmaßnahmen, leitete umgehend ein Ermittlungsverfahren ein. Es müsse nun geklärt werden, wer die weiteren Ermittlungen führe, sagte ein Sprecher.

Hannover 96 reagierte schockiert. “Ich bin entsetzt“, sagte 96-Clubchef Martin Kind. Eine Absage der Partie lehnte er aber ab, dies wäre das falsche Signal. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) warnte vor Panikmache. Es bleibe grundsätzlich festzuhalten, “dass wir in den Bundesligastadien einen extrem hohen Sicherheitsstandard haben“, erklärte der DFB-Sicherheitsbeauftragte Helmut Spahn.

dpa

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