"Leidenschaft macht Unterschied"

Blatter klebt an seinem FIFA-Thron

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Der 77-jährige FIFA-Präsident Sepp Blatter ist gegen eine Altersgrenze.

Köln - FIFA-Präsident Joseph S. Blatter hat sich einmal mehr gegen eine Altersgrenze für Fußball-Funktionäre im Weltverband ausgesprochen.

„Persönlich habe ich immer betont, gegen die Altersgrenze zu sein, da dies meiner Auffassung nach kein relevantes Kriterium ist, da schließlich nicht jeder mit 60, 70, 80 usw. die gleiche Leistung bringt. Man könnte es sogar als diskriminierend werten. Die Leidenschaft macht den Unterschied aus“, sagte der 77-Jährige fifa.com.

Blatter ist hingegen dafür, „die Anzahl der Mandate zu beschränken, schließlich ist es eine Regel, die auch in vielen anderen Demokratien Bestand hat. Dann müsste das aber auch für jeden gelten“. Der Schweizer selbst will allerdings 2015 nach Ablauf seiner vierten Amtszeit als FIFA-Chef möglicherweise erneut kandidieren.

Dass zahlreiche hohe FIFA-Funktionäre aus dem Exekutivkomitee zurückgetreten bzw. suspendiert worden seien, führt Blatter „auf die Arbeit der unabhängigen Ethik-Kommission“ zurück. Dies beweise, „dass wir um mehr Integrität bemüht sind und uns keiner dabei aufhalten kann“.

Blatter nahm auch zur Kritik von Transparency International am stockenden Reformprozess in der FIFA Stellung: „Ich denke, dass Kritik durchaus berechtigt ist, wenn sie konstruktiv ist. Ich verstehe auch, dass Transparency International mehr erreichen will. Sie haben ihre eigene Vorstellung darüber, wie der Reformprozess ablaufen sollte, was ich auch akzeptiere. Unabhängig davon glaube ich aber an unseren Prozess.“ Man habe bereits viel erreicht, und das bestehende System funktioniere gut. „Es wäre unfair zu behaupten, dass wir nicht auf dem richtigen Weg sind“, betonte der Walliser.

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Zehn Reformbereiche, die von der Task Force zur Überprüfung der Regularien auf die Agenda gesetzt wurden, würden beim FIFA-Kongress auf Mauritius am 31. Mai diskutiert. Blatter: „Wir haben einen demokratischen Prozess ins Leben gerufen, an den wir uns halten. Zwischen 2011 und 2013 habe ich erhebliche Anstrengungen unternommen, um diesen Reformprozess so weit wie möglich voranzutreiben. Jetzt liegt es am FIFA-Kongress, über diese Maßnahmen zu entscheiden.“

SID

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