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Bierhoff zur Zukunft: Löw soll frei entscheiden

Oliver Bierhoff will seine eigene berufliche Zukunft nicht mehr mit der von Joachim Löw verknüpfen.
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Oliver Bierhoff will seine eigene berufliche Zukunft nicht mehr mit der von Joachim Löw verknüpfen.

Erasmia - Oliver Bierhoff will seine eigene berufliche Zukunft nicht mehr mit der von Joachim Löw verknüpfen. Auch wenn er selbst gehen sollte, empfiehlt er dem Nationaltrainer eine Vertragsverlängerung.

Nach dem bisher erfolgreichen und umjubelten Auftreten der deutschen Nationalmannschaft bei der WM sieht Teammanager Bierhoff in Bundestrainer Löw für die Zeit nach Südafrika die erste Option als Chefcoach. Auch sein Ausscheiden beim DFB wäre dafür kein Hinderungsgrund, verdeutlichte Bierhoff. “In den kritischen Stunden habe ich Jogi an meiner Seite gespürt. Seine Loyalität habe ich immer gespürt. Aber er soll in seinem Kopf frei in seiner Entscheidung von mir sein. Jogi wird auch ohne mich Erfolg haben“, erklärte Bierhoff im “kicker“ (Montag).

Lahme, Löwen & frühere Stallbewohner - Das bedeuten die Namen der Nationalspieler

Lahme, Löwen & frühere Stallbewohner - Das bedeuten die Namen der Nationalspieler

Joachim LÖW: Ist in erster Linie als Übername zu deuten. Die Eigenschaften des Tieres wurden auf den Menschen übertragen.
Oliver BIERHOFF: Enthält ältere niederdeutsche Mundartform von „Birne“. Demnach stammten Bierhoffs Vorfahren von einem Birnenhof
Manuel NEUER: Eine sogenannte gerundete Form (Vokal „eu“ für „ai“). Steht demnach nicht für „neu“, sondern mittelhochdeutsch für „naewen“ - also „nähen“. Neuers Vorfahre könnte ein Schneider gewesen sein. © Getty
Tim WIESE: Da der Familienname fast nur im Norden vorkommt, gehört er nicht zum Wort „Wiese“, sondern zum niederdeutschen „wies“, was „der Weise, Erfahrene, Kluge“ bedeutet. © Getty
Jörg BUTT: Wahrscheinlich gehört der Name zum Fischnamen Butt und weist auf einen Vorfahren hin, der als Fischer gearbeitet hat. © Getty
Per MERTESACKER: Zugrunde liegt eine Dialektform von Mertens - wie „Martin(s)“ - sowie „Acker“. Der Vorfahre wohnte und arbeitete an einem entsprechenden Feld. © Getty
Philipp LAHM: Vorfahre war gliederschwach, lahm oder gelähmt. © Getty
Arne FRIEDRICH: Alter Vorname, der aus zwei Teilen besteht: „Friede(n)“ und „rich“ für „reich“. © Getty
Jerome BOATENG: Westafrikanischer männlicher Vorname, der vor allem in Ghana vorkommt. Er bedeutet „gib mir Kraft, Stärke“. © Getty
Holger BADSTUBER: Steht in engem Zusammenhang mit dem mittehochdeutschen Wort „Badestube“. Es bezeichnet den Besitzer oder Vorsteher eines Badehauses. © Getty
Serdar TASCI: Türkischer Ursprung, bedeutet „Steinbrucharbeiter, Steinmetz“. © Getty
Marcell JANSEN: Sogenannter patronymischer Name, der die Endung -sen für „Sohn“ enthält - also „Jans Sohn“. Jan stammt aus aus Johannes, was hebräisch „Gott ist gnädig“ bedeutet. © Getty
Dennis AOGO: Stammt aus der Sprache der Yoruba (Westafrika) und kommt von „agogo“, was „Glocke“ bedeutet. Dies ist ein Musikinstrument der Yoruba. © Getty
Bastian SCHWEINSTEIGER: Geht auf den süddeutschen Ort Schweinsteig zurück. Das „-steig“ bedeutet nicht etwa „steigen“, sondern bezieht sich auf das Mittelhochdeutsche „stige“ und meint den „Stall“. Ein Schweinsteiger hat also früher im Stall bei den Schweinen gewohnt. © Getty
Toni KROOS: Beruht auf dem mittelniederdeutschen „Kros“ für Kanne oder Krug. Kann ein Beiname für den Krugmacher, den Wirt oder den Trinker gewesen sein.
Sami KHEDIRA: Arabischer Name, der „fähig, kompetent“ bedeutet. © Getty
Mesut ÖZIL: Gehört zum Türkischen „Özel“ und meint „speziell, eigen“. © Getty
Marko MARIN: Kroatischer Name, der wahrscheinlich auf den Heiligen Marin zurückgeht und lateinisch mit „zum Meer gehörig“ gedeutet werden kann. © Getty
Piotr TROCHOWSKI: Gehört zum polnischen „trocha“ - klein, Kleinigkeit, ein bisschen. War wahrscheinlich auf einen kleinen, unscheinbaren Menschen bezogen. © Getty
Thomas MÜLLER: Berufsname für den „Müller“.
Miroslav KLOSE: Es liegt eine verkürzte Form von „Nikolaus“ zugrunde. Dies ist ein griechischer Name mit der Bedeutung „Volkssieger“ („nike“ für „Sieg“ und „laos“ für „Volk“). © Getty
Stefan KIEßLING: Übername des Mittelhochdeutschen „kis(e)linc“ - „Kieselstein“. Das bezieht sich auf einen Menschen, der hart ist wie ein Kieselstein.
Lucas PODOLSKI: Polnischer Name, abgeleitet vom Ortsnamen Podole, der die slavischen Teile „po“ (an, bei) und „dol“ (Tal) enthält. Der Ort lag an einer Niederung oder im Tal. © Getty
Claudemir Jeronimo BARRETO (Cacau): Kommt aus dem Portugiesischen und steht für „Haube, Mütze“. Wahrscheinlich war Cacaus Vorfahre ein Mützenmacher. © Getty
Mario GOMEZ: Spanischer Name, Ableitung vom althochdeutschen „gomo“ - „Mann“. © Getty

Anfang des Jahres hatte Bierhoff noch für die komplette sportliche Leitung des Nationalteams mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) über eine Vertragsverlängerung verhandelt. Die Gespräche waren nach Indiskretionen und gegenseitigen Vorwürfen mit viel Getöse geplatzt. Danach hatte Löw immer wieder Manager Bierhoff als wichtigen Teil des Gesamtkonzepts und unverzichtbar für eine Weiterbeschäftigung bezeichnet. “Auf jeden Fall bin ich der Überzeugung, dass es den Posten des Nationalmannschafts-Managers weiter geben sollte. Aber das muss nicht an meiner Person hängen“, sagte Bierhoff jetzt.

Zwar sei das zwischenzeitlich zerstörte Vertrauensverhältnis zwischen Löw und Bierhoff auf der einen sowie der Verbandsspitze mit Präsident Theo Zwanziger auf der anderen Seite inzwischen wieder hergestellt, beteuerten öffentlich die Beteiligten. Aber mit der Zeit nach der WM “beschäftige ich mich derzeit nicht“, erklärte Löw trotz der intensiven Bemühungen von Zwanziger um ihn.

“Jogi Löw, Andi Köpke, Hansi Flick und ich haben vereinbart, dass es von uns keine schnelle Reaktion gibt und wir uns nach der WM zusammensetzen, uns unsere Gedanken machen und die andere Seite anhören. Dann hängt viel davon ab, wie die Chemie, die Stimmung ist. Wirklich, ganz ehrlich: Wir haben in diesen Wochen intern kein einziges Mal darüber gesprochen“, versicherte Bierhoff.

Der 42-Jährige selbst weiß noch nicht, ob er überhaupt noch Motivation für die Fortsetzung seines Jobs hat. Sein Verhältnis zur DFB-Spitze gilt als angespannt. Einige Funktionäre werfen dem ehemaligen DFB-Kapitän eine zu große Verselbstständigung der Nationalmannschaft vor. “Darüber muss ich mir nach der WM Gedanken machen: Was kann man noch bewegen? Wo sieht man künftig Ziele und interessante Aufgaben? Was ist für die Zusammenarbeit wichtig? Zur Zeit habe ich keine Meinung, wirklich nicht, weil ich total fokussiert auf die WM bin“, sagte Bierhoff.

dpa

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