So plant Bayern den neuen Kader

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Uli Hoeneß (Archivfoto) ist derzeit gelassen

München - Auf sämtlichen Positionen bastelt der FC Bayern derzeit an seinem Kader. Uli Hoeneß wirkte bei einem jüngsten Auftritt entspannt - und nahm auch einen Anti-Wurst-Scherz gelassen.

Als Uli Hoeneß am Donnerstag beim Klubradio des FC St. Pauli zu Gast war, erlaubte sich der „Piratensender“ einen Scherz. Zu den Songs, die am Rande des Gesprächs gespielt wurden, gehörte auch „Meat is murder“ („Fleisch ist Mord“) der britischen Alternative-Rocker The Smiths - Wurstfabrikant Hoeneß nahm's gelassen. „Ich komme neuerdings sehr gerne zu St. Pauli“, sagte er über das Gastspiel seines FC Bayern München am Samstag in Hamburg (15.30 Uhr/Sky und Liga total!). Hoeneß ist entspannt, es läuft ja wieder beim Rekordmeister.

Ein Unentschieden reicht den Bayern beim fast abgestiegenen Aufsteiger, mit einem Dreier am letzten Spieltag gegen den VfB Stuttgart könnte dann Platz drei und die Qualifikation zur Champions League gesichert werden. Diese Aussicht lässt Präsident Hoeneß leichter schlafen - und planen. Im nächsten Jahr will er in der Bundesliga wieder nach oben, und in der Königsklasse soll es bitteschön das Finale in der heimischen Arena sein. Um diese Ziele realistisch zu machen, basteln Hoeneß und Sportdirektor Christian Nerlinger derzeit am neuen Kader.

Auf der Einkaufsliste steht neben dem Schalker Nationaltorwart Manuel Neuer ein spielstarker Stürmer, ein Außenverteidiger, ein Abwehrspieler fürs Zentrum, sowie mindestens ein Mittelfeldspieler. Was Neuer angeht, macht neuerdings S04 Druck. Manager Horst Heldt forderte aus Gründen der Planungssicherheit , „dass das Thema bis zum Start der Vorbereitung vom Tisch sein muss“. Rund acht Wochen bleiben den Beteiligten also, um sich auf eine Ablösesumme zu einigen.

Wie mit Neuer sollen sich die Bayern auch mit Nationalspieler Jerome Boateng über einen Wechsel einig. Als Alternative gilt der Schalker Benedikt Höwedes.

Weit sind die Bayern offenbar bei der Personalie Nils Petersen. Nerlinger nannte den besten Torjäger der 2. Liga von Energie Cottbus (24 Treffer) in der Münchner tz einen „talentierten Stürmer“, betonte aber: „Die Frage ist, ob er Chancen sieht, sich hier durchzusetzen.“ Die sieht der 22-Jährige, sein Berater kündigte eine Entscheidung für die Zeit „zwischen dem 15. und 20. Mai“ an. Tendenz: Der FCB holt Petersen für die festgeschriebene Ablöse von 2,8 Millionen Euro.

Im gleichen Zeitraum wollen die Münchner ihre Bemühungen um Marco Reus von Borussia Mönchengladbach intensivieren. Als Alternativen für den 21-Jährigen sind weiter Ivo Ilicevic (1. FC Kaiserslautern), Didier Ya Konan (Hannover 96), André Ayew (Olympique Marseille) und Gervinho (OSC Lille) im Gespräch. Nicht kommen wird wohl Stürmer Emmanuel Adebayor (Real Madrid), weil sich Miro Klose vorstellen kann, seinen Vertrag - zu reduzierten Bezügen - zu verlängern. Außerdem dürfte Arturo Vidal seinem Coach Jupp Heynckes von Bayer Leverkusen an die Isar folgen.

Sicher gehen werden Thomas Kraft und Andreas Ottl, beide wohl zu Aufsteiger Hertha BSC Berlin. Breno erhält bei Interesse eines Vereins die Freigabe, auch Hamit Altintop (Vertrag läuft aus) könnte den FC Bayern verlassen.

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Wenn Uli Hoeneß dann im Sommer all die Neuen an der Säbener Straße begrüßt, könnte er auf einen weiteren Musikvorschlag der Radiomacher vom FC St. Pauli zurückgreifen. Die spielten für Hoeneß nämlich auch „The Saints are coming“ („Die Heiligen kommen“), einen Titel der schottischen Punkrocker The Skids in einer Coverversion von Green Day und U2.

sid

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