Schale für die Bayern

Bangen in Düsseldorf, Hoffnung in Hoffenheim

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Bremens Nils Petersen (r) im Duell mit Hoffenheims Jannik Vestergaard.

Düsseldorf - Zwei der vier vom Abstieg bedrohten Teams werden am Ende in der Bundesliga bleiben. Bremen kann sich an diesem Wochenende retten. Augsburg und Hoffenheim wollen ihre Aufholjagd fortsetzen.

Spannung und Dramatik bis zum Schluss: Im Abstiegskampf der Fußball-Bundesliga steht eine Last-Minute-Entscheidung am letzten Spieltag bevor. Doch aus dem betroffenen Quartett können zwei Teams schon an diesem Wochenende dem Klassenverbleib einen entscheidenden Schritt näher kommen. Werder Bremen (33 Punkte) reicht im günstigsten Fall sogar ein Remis, mit einem Sieg gegen Eintracht Frankfurt sind die Hanseaten gerettet. Auch Fortuna Düsseldorf (30) kann mit einem Erfolg gegen den 1. FC Nürnberg zuversichtlich in den Endspurt gehen. Der FC Augsburg (30) steht bei Meister Bayern München vor einer Herkulesaufgabe, 1899 Hoffenheim (28) kann gegen den Hamburger SV weiter Boden gut machen.

Allerdings spricht der Trend eher gegen die seit elf Spielen sieglosen Bremer und die seit zehn Partien erfolglosen Düsseldorfer. Fortuna-Manager Wolf Werner warnt vor der nächsten Pleite: "Wir sind unseres eigenen Glückes Schmied. Wenn wir nicht gewinnen, brauchen wir nicht auf die andern zu schauen", sagte Werner. Im Team rumorte es zuletzt, beim Training kam es häufiger zu Rangeleien. Trainer Norbert Meier sortierte in dieser Woche in Andrej Woronin und Nando Rafael zwei Profis aus. "Die beiden Spieler bringen uns sportlich nicht weiter", sagte der Coach am Freitag.

"Werden hier jeden Stein umdrehen"

Auch die Bremer verzichten in Eljero Elia und Marko Arnautovic auf zwei routinierte Profis. Selbst im Falle der Rettung steht bei Werder die Frage nach der Zukunft von Trainer Thomas Schaaf auf der Agenda. "Wir bringen jetzt gemeinsam die Saison zu Ende. Dann setzen wir uns hin und diskutieren die Situation", sagte Manager Thomas Eichin. Deutlicher wurde Geschäftsführer Klaus-Dieter Fischer. Der Schaaf-Vertraute kündigte via "Bild" (Freitag) an: "Nach der Saison werden wir hier jeden Stein umdrehen. Dann werden wir über Personen sprechen." In der Partie gegen Frankfurt stehen Aleksandar Ignjovski und Zlatko Junuzovic wieder zur Verfügung.

Ganz schwierig ist die Situation für den FC Augsburg, der sich beim FC Bayern München wohl nicht viel ausrechnen darf, aber dann in der letzten Partie zu Hause auf Absteiger SpVgg Greuther Fürth trifft. "Wir wissen schon die ganze Zeit, dass alles möglich ist, dass die Nerven entscheiden werden - und wer das nötige Quäntchen Glück hat", sagte Augsburgs Coach Markus Weinzierl im Interview mit dem Fachmagazin "Kicker". Mit 21 Punkten in der Rückrunde weist Augsburg die beste Form aller Abstiegskandidaten auf, muss in München aber auf den gesperrten Innenverteidiger Jan-Ingwer Callsen-Bracker verzichten.

Bayern erhalten die Meisterschale

Bei 1899 Hoffenheim ist nach der Amtsübernahme von Markus Gisdol wieder Hoffnung eingekehrt. Von den fünf Partien unter dem neuen Trainer ging nur eine verloren. "Unsere Mannschaft hat in den letzten Wochen eindeutige Signale gesendet, wo sie hin will. Es ist wieder Leben drin", sagte Gisdol vor dem mit 30 150 Zuschauern ausverkauften Spiel gegen den HSV.

Die größte Party findet am Wochenende in München statt. Nach dem Spiel gegen Augsburg gibt es die Meisterschale, dann geht's im Autokorso zum Rathausbalkon. Anschließend folgt eine interne Feier mit mehreren 100 Gästen. "Der FC Bayern wird zum FC Feiern", kündigte Karl-Heinz Rummenigge an. Für Trainer Jupp Heynckes ist es das letzte Spiel in der Allianz-Arena.

dpa

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