Stress, Buhrufe und Auswechslung

Balotelli bricht bei Spiel in Tränen aus

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Mario Balotelli nach dem Spiel.

Neapel - Italiens EM-Held Mario Balotelli ist am Samstag bei der Pleite seines Klubs AC Mailand gegen SSC Neapel (1:3) in Tränen ausgebrochen, als ihn sein Coach Clarence Seedorf in der 73. Minute auswechselte.

Zuvor war es zu Buhrufen und Pfiffen der Milan-Fans wegen Balotellis schwachen Leistungen gekommen.

Die Gazzetta dello Sport sparte nicht mit Kritik. „Schluss, die Toleranz ist zu Ende! Lieber Mario, raff Dich auf und setzt dich in Bewegung. Wenn Du weiterhin so schlecht spielst, wirst Du bald nicht mehr zum Einsatz kommen. Das Problem ist weder technisch, noch taktisch. Deine Haltung ist einfach falsch“, urteilte das Blatt über den 23-Jährigen.

Die Bilder vom tränenüberströmten Balotelli auf der Milan-Bank wurden am Sonntag von allen italienischen Sportgazetten gedruckt. Balotelli hatte die vergangene Woche mit seiner Irokesen-Frisur mit Tattoos im Maori-Stil außerdem für öffentliches Aufsehen gesorgt.

Coach Seedorf stärkte seinen Stürmer indes den Rücken. „Es gibt Momente, in denen man den Gefühlen freien Lauf gibt. Ich habe öfters Spieler weinen sehen. Mit selbst ist es häufiger passiert“, sagte der Trainer und zeigte Verständnis für „Super Mario“.

Hinter Balotelli liegt eine ereignisreiche Woche. Nach einem Vaterschaftstest hat er die einjährige Tochter seiner Ex-Freundin Raffaella Fico als sein leibliches Kind anerkannt. Der aus Ghana stammende Balotelli, der bei italienischen Adoptiveltern in Brescia aufgewachsen ist, teilte es selbst via Twitter mit. Balotelli und Fico hatten sich im April 2011 getrennt.

sid

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