Zwei Heimspiele für Löwen

OVB
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Die Waldkraiburger Eislöwen wollen an diesem Wochenende zwei Heimsiege bejubeln.

Waldkraiburg - Gleich zwei Heimspiele stehen an diesem Wochenende für die WaldkraiburgerEislöwen auf dem Programm: am Samstag gegen Bad Tölz und am Sonntag gegen Ottobrunn.

Drei Viertel der Landesligasaison haben die "Löwen" vom EHC Waldkraiburg bereits absolviert und alle 21 Spiele konnten die Spieler von Coach Mitch Pohl erfolgreich gestalten: nur einmal mussten die Punkte geteilt werden, die restlichen Spiele wurden gewonnen.


Eine eindrucksvolle Erfolgsstrecke, an die vor der Saison so niemand geglaubt hätte und die seit drei Spieltagen auch endlich mit Tabellenplatz eins belohnt wird. An diesem Wochenende wird es aber ungewöhnlich für den EHC: denn zur ungewohnten Spielzeit empfangen die Industriestädter am Samstag, ab 20 Uhr, die 1b des EC Bad Tölz, keine 24 Stunden später gastiert dann der ERSC Ottobrunn ab 17.15 Uhr in Waldkraiburg.

Beim Namen Bad Tölz werden prompt Erinnerungen an die guten, alten Eishockeyzeiten geweckt. Zeiten, in denen die süddeutschen Vereine diesen Sport noch dominierten und Mannschaften wie Landshut, Rosenheim, Riessersee oder eben Bad Tölz das Geschehen bestimmten. Diese Zeiten sind inzwischen bekanntermaßen vorbei, und für die "Löwen" aus Waldkraiburg geht es am Samstagabend auch nicht gegen die Tölzer "Löwen", die inzwischen in der Oberliga Süd spielen, sondern gegen die 1b-Mannschaft aus der Landesliga Süd-West.


Eigentlich hätte die Partie schon Ende November des Vorjahres stattfinden sollen, damals bekam die Mannschaft vom früheren Nationalspieler und zweimaligen Deutschen Meister Hans Rothkirch, jedoch nicht die Mindestanzahl von neun Spielern zusammen, was in Anbetracht der Tatsache, dass Tölz etwa 30 Akteure gemeldet hat, etwas merkwürdig wirkte. Am Samstag ab 20 Uhr interessiert das aber keinen mehr: Der EHC hat am vergangenen Wochenende Fürstenfeldbruck mit 15:1 aus der Halle gefegt und seinen Platz an der Spitze gefestigt. Bad Tölz kommt allerdings auch mit Selbstbewusstsein in die Industriestadt: der Tabellenzehnte siegte zuletzt beim EHC Bad Aibling knapp mit 4:3.

Nur wenige Stunden nach dem Abpfiff der Partie gegen die Tölzer 1b, steht bereits das nächste Heimspiel der "Löwen" auf dem Programm. Dann gastiert der ERSC Ottobrunn in der Industriestadt, mit der roten Laterne ausgestattet, das eingeigelte Schlusslicht der Landesliga Süd-West. 22-mal sind die "Hedgehogs" von Trainer Markus Hobelsberger bislang angetreten, 22-mal gingen sie als Verlierer vom Eis. In allen bisherigen Spielen kassierte der eigentlich im Vorjahr schon abgestiegene ERSC, der nur aufgrund der neuen Ligeneinteilung in der Landesliga verbleiben durfte, 173 Gegentore.

Zum Vergleich: der EHC Waldkraiburg allein hat in seinen 21 Spielen schon 172- mal selber getroffen. An der Favoritenrolle für dieses Spiel gibt es nichts zu rütteln. Interessant dürfte die Partie für die Eishockeynostalgiker unter den Waldkraiburger Fans aber dennoch werden, denn der ERSC Ottobrunn hat vor wenigen Tagen einen sehr, sehr erfahrenen Spieler verpflichtet, nämlich Vitus Mitterfellner. Kein Unbekannter in Waldkraiburg, spielte der gebürtige Rosenheimer in den 80er- Jahren doch bereits in der Oberliga Süd und für eine Spielzeit auch in der 2. Liga Süd bei den Industriestädtern.

Der am Freitag 48 Jahre jung werdende Mitterfellner, der in seiner Karriere unter anderem auch für den ESC München, Hedos München und den EHC Memmingen in der 2. Liga Süd auflief und mit Rosenheim auch je ein Jahr in der DEL und der 1. Bundesliga stürmte, soll versuchen, das Abstiegsgespenst doch noch zu verjagen. Das dürfte aber selbst für ihn schwierig werden, denn Ottobrunn hat derzeit elf Punkte Rückstand auf den augenblicklich 13. aus Senden. Bei nur noch sechs Spielen und damit zwölf zu vergebenden Punkten sieht es eher danach aus, als käme am Sonntag der erste, bereits feststehende Landesligaabsteiger zum Tabellenführer nach Waldkraiburg.

EHC-Coach Mitch Pohl und seiner Mannschaft wird das aber recht wenig bedeuten; die junge Truppe wird bis zur letzten Spielminute am letzten Spieltag 100 Prozent geben. Das war schon am letzten Wochenende zu bewundern - als man gegen Fürstenfeldbruck beim Stande von 8:1 ins letzte Drittel ging und dann noch weitere siebenmal zuschlug - und das wird auch am Samstag gegen Bad Tölz und am Sonntag gegen Ottobrunn der Fall sein. Schließlich wollen die "Löwen" auch ihr letztes Viertel der Saison erfolgreich bestreiten.

göß/Waldkraiburger Nachrichten

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