Wiedersehen in Dorfen und Miesbach

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Fabian Birk hütet wieder das Tor der Waldkraiburger Eislöwen.

Waldkraiburg - Die ersten Schritte auf dem Eis sind getan, der Trainingsbetrieb läuft langsam aber sicher an, die ersten Testspiele sind zu absolvieren: der EHC Waldkraiburg steckt mitten drin, in der heißen Vorbereitungsphase.

Am Freitag und Samstag dürfen sich die Spieler um Kapitän Peter Richter dabei auf einige besondere Aufgaben und Wiedersehen freuen. Sie testen am Freitag ab 20 Uhr beim TEV Miesbach und am Samstag geht es zu einem Ein-Tages-Turnier nach Dorfen.

Die Partie in Miesbach dürfte gleich etwas Besonderes werden, für die Spieler von EHC-Coach Mitch Pohl. Schließlich handelt es sich beim TEV nicht nur um den amtierenden bayerischen Meister, der in der Vorsaison im Finale die Titelträume des VER Selb mit zwei Siegen in Folge (4:2/7:3) zerplatzen ließ, sondern auch um den Verein, bei dem mit Stefan Rohm ein ehemaliger Waldkraiburger und früherer Publikumsliebling auf dem Eis steht. Rohm, der Waldkraiburg 2008 mit seinem entscheidenden Tor zum bayerischen Meistertitel schoss und vom Samerberg bei Rosenheim stammt, hatte die "Löwen" nach ihrem Abstieg als erster Spieler verlassen und beim TEV angeheuert.

Traurig waren darüber die Mannschaft und die Fans des EHC, doch zeigten sie auch Verständnis für den Stürmer, der weiter in der Bayernliga spielen wollte. Ein weiteres spezielles Wiedersehen in Miesbach gibt es für Waldkraiburgs Jan Loboda mit Stürmer Adrian Albanese. Lobodas erster Auftritt im Dress der "Löwen" war im Spiel am 3.Januar 2010 gegen den TEV. Waldkraiburg gewann am Ende zwar mit 3:2, verlor aber Loboda, der sich mit Albanese eine etwas "heftigere" handgreifliche Auseinandersetzung lieferte und für vier Spiele gesperrt wurde.

Derartiges möchte EHC-Coach Mitch Pohl am Freitag jedoch nicht noch einmal sehen, schließlich handelt es sich um ein Vorbereitungsspiel in dem so etwas nichts zu suchen hat und in dem jeder Spieler so viele Minuten wie möglich spielen sollte, um optimal vorbereitet in die Saison starten zu können.

Gut starten dürfte auch der TEV Miesbach: der Kader von Markus Wieland macht einen starken Eindruck, mit Florian Hochhäuser steht der beste Keeper der Vorsaison wieder zwischen den Pfosten, die Verteidigung um Kapitän Florian Leitner ist erfahren und im Sturm hat Miesbach mit Rainer Suchan einen Top-Mann verpflichtet. Der 34-Jährige hat unter anderem 246 DEL-Spiele für Ingolstadt, Wolfsburg und Augsburg absolviert und kam jetzt aus der zweiten Bundesliga vom SC Riessersee mit der Empfehlung von 35 Punkten in 47 Spielen.

Nur einen Tag nach dem Spiel in Miesbach steht für den EHC Waldkraiburg eine Kurzturnier beim früheren Lieblings- weil Derbygegner ESC Dorfen auf dem Plan. Zur Benennung der Arena in "Dr.-Emil-Rudolf-Stadion", zum Gedenken an ihren Ehrenpräsidenten, haben die "Eispiraten" neben den "Löwen" auch den EC Kitzbühel und Landesligist EV Moosburg eingeladen. Gespielt wird dabei über zweimal 15 Minuten, das erste Spiel, zwischen Dorfen und Moosburg, wird um 12 Uhr angepfiffen, der EHC greift ab 13.15 Uhr mit der Partie gegen Kitzbühel ins Turniergeschehen ein. Auch hier gibt es für die "Löwen" ein mehrfaches Wiedersehen: zum einen mit Tobias Hanöffner, der Waldkraiburg zum Nord-Ost-Landesligisten und dortigen Aufstiegsaspiranten Nummer 1, EV Moosburg, verlassen hat, zum anderen mit Philipp Spindler, Martin Führmann und Torhüter Nico Bunck.

Alle drei haben den "Löwen" nach dem Abstieg den Rücken gekehrt, Führmann und Bunck waren zuletzt für sieben Spielzeiten im Dress des EHC aufgelaufen und mit dem Waldkraiburg vor zwei Jahren auch bayerischer Meister geworden. In jedem Fall werden es für den EHC Waldkraiburg am Freitag und Samstag also Tage mit ganz besonderem Wiedersehen.

göß/Mühldorfer Anzeiger

Quelle: rosenheim24.de

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