EHC Waldkraiburg stößt an seine Grenzen

Nix zu holen beim Tabellenführer

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Löwen-Torwart Björn Linda hatte gestern Abend gut zu tun.

Waldkraiburg - Der EHC Waldkraiburg mag sich beim Abenteuer Oberliga bisher in der Fremde recht stark gezeigt haben. Doch beim Spitzenreiter der Oberliga Süd, dem VER Selb, unterlag das Team von Trainer Rainer Zerwesz vor 1572 Zuschauern gestern Abend klar.

Den einzigen Treffer für die Industriestädter erzielte Daniel Hämmerle auf Zuspiel des starken Michael Trox, bei den Oberfranken traf Achim Moosberger vier Mal. Die wohl beste Nachricht am Tag dieser schweren Partie gab es vor dem Eröffnungsbully: Denn Verteidiger Tobias Thalhammer stand EHC-Coach Zerwesz doch zur Verfügung und konnte spielen. Der Trainer selbst hatte das in den Tagen zuvor nicht für möglich gehalten.

Selb macht Druck von Anfang an

Gegen die Wölfe vom VER Selb war eine gute Defensive auch dringend nötig, zu stark präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Henry Thom bisher. Und auch gegen die Löwen legten die Porzellanstädter von Beginn an mächtig los, setzten den EHC mit exzellentem Fore-Checking stark unter Druck und bescherten Waldkraiburgs Keeper Björn Linda erneut einen arbeitsreichen Abend. Doch Linda war erneut ein starker Rückhalt. 

Die Löwen kamen zu ihren besten Gelegenheiten im ersten Drittel durch Michael Trox (13.Minute) und Daniel Hämmerle (16.), die in der zweiten Reihe zusammenspielten. Dass in Sachen Effizienz beim EHC aber noch Nachholbedarf besteht, ist ein alter Hut und kurz vor der Pause zeigten die Hausherren der Netzsch-Arena, wie man es macht:Im Gewühl vor dem Löwen-Tor schaltete Achim Moosberger am schnellsten und stellte auf das verdiente 1:0 für Selb (18:32).

Ein Moment der Hoffnung und verpasste Chancen

Da war die Welt noch in Ordnung: Daniel Hämmerle trifft zum 1:1.

Früh im zweiten Drittel startete Michael Trox dann aber einen verheißungsvollen Angriff, hatte im richtigen Moment das Auge für Daniel Hämmerle und dieser verwandelte direkt zum von den mitgereistenrund 100 Löwen-Fans umjubelten 1:1-Ausgleich (25:32). Doch Selb ist derzeit einfach das Team der Stunde und die Wölfe schlugen umgehend zurück, schließlich hatten sie mit Achim Moosberger an diesem Abend einen Spieler in ihren Reihen, dem nahezu alles gelingen wollte: Einen Querpass in den Slot nutzte Moosberger zum 2:1 für Selb (28:34), wenig später stellte Herbert Geisberger auf 3:1 (33:57). 

Zu übermächtig und spielsicher präsentierten sich die Hausherren. Beim EHC ließ etwas die Konzentration nach und so konnte Moosberger mit seinem dritten Tor das 4:1 erzielen (35:52). Ein Powerplay wenig später ließen die Löwen abermals torlos verstreichen und auch im Schlussabschnitt war es derEHC Waldkraiburg, dem sich als ersten zwei Überzahlspiele boten- doch wieder mal konnte man sich nicht belohnen.

Noch vorne blicken - das morgige Heimspiel zählt

Jared Mudryk schoss das 6:1 kurz vor Spielschluss.

Anders dagegen die Gäste, die mit Achim Mossberger und seinem vierten Tor des Spiel auf 5:1 stellten (54:49) und bei denen Jared Mudryk mit einem starken Alleingang kurz vor dem Ende den Schlusspunkt setzte (58:08). So stand am Ende die erwartbare Niederlage fest und auch, dass Achim Mossberger mit seinen vier Treffern mit Waldkraiburgs Michael Trox zum Mann des Spiels gekürt wurde, war nicht weiter überraschend. Doch für die Löwen zählt an diesem Wochenende ohnehin vielmehr das Heimspiel gegen den EHV Schönheide morgen um 17:15 Uhr!

Pressemitteilung EHC Waldkraiburg

Quelle: rosenheim24.de

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