EHC testet in Tschechien

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Waldkraiburg - Die Zeit des Schwitzens im Sommertraining ist für die "Löwen" des EHC Waldkraiburg endgültig vorbei. Das liegt jedoch nicht an den frischen Außentemperaturen.

Denn die Industriestädter betreten nun nicht mehr die Tartanbahn im Waldkraiburger Jahnstadion für die kräftezehrenden Ausdauerläufe, sondern wieder ihren gewohnten Spieluntergrund. Geschwitzt werden dürfte dort allerdings auch. "Ich kann es schon gar nicht mehr erwarten, endlich wieder aufs Eis zu kommen", freut sich Waldkraiburgs alter Neuzugang Jan Loboda vor dem ersten Testspiel in der Tschechischen Republik am kommenden Sonntag.

Am Donnerstagabend brechen die "Löwen" nach Tachov in der westböhmischen Region Pilsen auf. Dort werden sie erstmals seit dem letzten Training nach dem Abstieg im vergangenen März wieder aufs Eis gehen können. EHC-Coach Mitch Pohl, der bei diesem Kurztrainingslager auf nahezu den gesamten Kader zurückgreifen kann, wird sich aber auch im Land des WM-Fünften nicht zurücknehmen und weiter an der Fitness und den technischen Fähigkeiten seiner Spieler arbeiten. Insgesamt stehen fünf Einheiten auf dem Programm, den Abschluss wird am Sonntag ab 15 Uhr ein Testspiel gegen den HC Klatovy darstellen.

Diese Partie wird für die junge Landesligatruppe der "Löwen" aber gleich ein echter Härtetest. Nicht nur, weil man nach wenigen Stunden auf dem Eis noch lange nicht die wahre Spielstärke erreicht haben kann, sondern weil der Gegner auch ein etwas größeres Kaliber ist. Das Ligasystem in Tschechien besteht aus drei Stufen- obenauf die Extraliga, von der Spielstärke her noch anspruchsvoller als die DEL, darunter die so genannte "1.liga" und darunter die in drei Gruppen (West, Mitte, Ost) aufgeteilte "2.liga". In der 2. Liga West spielt der Gegner des EHC, der HC Klatovy. Vom Niveau her dürften sich die Waldkraiburger Landesligisten also auf ein Spiel mit einem deutschen Oberligisten einstellen. Denn Klatovy spielt in seiner Liga in Tschechien keine unbedeutende Rolle: in der vergangenen Saison belegte man nach der Hauptrunde einen soliden fünften Platz (von zehn Mannschaften insgesamt). In insgesamt 36 Spielen holte das Team vom Trainergespann Pavel Cuban und Petr Korinek 18 Siege und ebenso viele Niederlagen.

Doch ein positives Ergebnis ist für EHC-Coach Mitch Pohl eher zweitrangig. Ihm geht es in erster Linie darum, zu sehen, wie sich seine alten Spieler und die Neuzugänge auf dem Eis anstellen und dass bei dem gemeinsamen Wochenende in Tschechien der Teamgeist weiter gestärkt wird. Schließlich soll im kommenden Winter in der Landesliga für Furore gesorgt werden und das geht nur mit einer starken und geschlossenen Mannschaftsleistung. Den ersten Schliff dafür wollen sich die "Löwen" jetzt in Tachov gegen den HC Klatovy holen, ins Schwitzen kommen werden sie dort aber sicherlich auch. göß

Quelle: rosenheim24.de

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